„Gabriel Reisen“ – seit Generationen in Bewegung

Bildquelle: ThSV-Präsident Shpetim Alaj (li.) gratulierte Elke und Frank Gabriel – Foto: Andreas Schliewe

ThSV Eisenach gratulierte zum 80.jährigen Firmenjubiläum

Die Geschichte von „Gabriel Reisen“ aus Mosbach beginnt 1942 – mitten im Zweiten Weltkrieg. Ein mutiger Start zu einer schwierigen Zeit. Der Krieg setzte den Plänen von Firmengründer Otto Gabriel jedoch zunächst ein Ende, und das junge Unternehmen musste pausieren. Doch Aufgeben war keine Option: 1946 gründete Otto Gabriel die Firma in Mosbach ein zweites Mal. Jetzt wurde das 80-jährige Firmenjubiläum begangen. Viele Gäste kamen zum Gratulieren. Neben Michael Brodführer, Landrat des Wartburgkreises, Jörg Schlothauer, Bürgermeister von Wutha-Farnroda, Thüringens Staatsekretär Marcus Malsch, war auch Shpetim Alaj, Präsident des ThSV Eisenach, Armend Alaj als Vertreter der in der Regionalliga spielenden zweiten Männermannschaft des ThSV Eisenach und Vertreter des ThSV-Fanprojektes gekommen. Das Team des ThSV Eisenach II und das ThSV-Fanprojekt fahren zu Auswärtsspielen mit „Gabriel Reisen“. Frank und Gattin Elke Gabriel hielten anlässlich des Firmenjubiläums großzügige Geschenke bereit: 650 Euro für die Feuerwehr Wutha-Farnroda, 500 Euro für den Sportverein Petkus Wutha-Farnroda und eine Freifahrt zu einem Auswärtsspiel für den Handball-Regionalligisten ThSV Eisenach II. Elke und Frank Gabriel wünschen dem ThSV Eisenach II den Klassenerhalt in der Regionalliga.

Seit 1942 in Bewegung

In den ersten Jahren ging es nicht um Komfort oder Fernreisen, sondern um Verlässlichkeit. Material, Treibstoff und Ersatzteile waren knapp, dafür mangelte es nicht an Ideen, Tatkraft und Durchhaltevermögen. Mit einfachsten Mitteln wurden Menschen zur Arbeit, zur Versorgung oder in die nächste Stadt gebracht – Mobilität war damals echte Lebenshilfe. 1978 übernahm Erhard Gabriel den Betrieb und führte ihn mit großem Einsatz weiter. Aus einer einfachen Scheune entwickelte sich Schritt für Schritt ein Betriebshof mit Garage und Werkstatt. Der Fuhrpark bestand aus robusten Fahrzeugen mit Charakter – darunter Opel Blitz, S 4000, W 50 sowie Busse der Typen H6, Jelcz, Škoda und der legendäre Ikarus 260. Fahrzeuge, die zuverlässig ihren Dienst taten und bis heute Teil der Firmengeschichte sind. Mit der politischen Wende änderte sich vieles – und eröffnete neue Möglichkeiten. 1990 kam der erste fabrikneue Reisebus in den Fuhrpark, 1992 wurde der Güterverkehr eingestellt. Die Menschen wollten reisen, Neues entdecken und endlich hinaus in die Welt. 1994 erschien der erste eigene Reisekatalog.

Ab diesem Zeitpunkt stand fest: „Gabriel“ fuhr nicht mehr nur Bus – „Gabriel Reisen“ machte Urlaub. Im Jahr 2000 traten Martin und Frank Gabriel die Nachfolge ihres Vaters an. Mit dem Neubau des Betriebshofs ab 1999 und kontinuierlichen Investitionen in moderne Busse wurde das Unternehmen konsequent weiterentwickelt. Das Leistungsangebot wuchs und passte sich den steigenden Ansprüchen der Fahrgäste an. Seit 2025 wird das Unternehmen von Frank Gabriel allein geführt – als moderner Familienbetrieb mit langer Tradition, viel Erfahrung und klarer Ausrichtung auf die Zukunft.

Th. Levknecht

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