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Gelingt noch einmal ein erfolgreicher Kraftakt?

Solche famosen Kraftakte wie bei den jüngsten Heimerfolgen über den HC Erlangen (20:19) und den ASV Hamm-Westfalen (23:22, nach 13:19-Rückstand) sind nicht beliebig wiederholbar.

Doch der weiterhin personell arg gebeutelte ThSV Eisenach will im letzten Heimspiel der Premierensaison der eingleisigen 2. Handballbundesliga noch einmal alle Kräfte mobilisieren.

Die Hürde am Samstag, 26.05.2012 ab 19.30 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle liegt allerdings ganz, ganz hoch. Mit dem TuSEM Essen gastiert ein bereits feststehender Erstbundesligaaufsteiger, der zudem mit voller Kapelle anreist, alle Spieler an Deck hat. Die Wartburgstädter hingegen müssen weiter auf ihre Rückraum-Asse Tomas Sklenak und Girts Lilienfelds sowie Linksaußen Philipp Lindner (alle verletzt) verzichten. Zu allem Überfluss meldete sich mit Roel Adams ein weiterer Rückraumspieler krank.

Daniel Luther steht allerdings wieder zur Verfügung, so dass Eisenachs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson wenigstens drei Rückraumspieler (Eryk Kaluzinski, Duje Miljak, Daniel Luther) im Aufgebot hat. Doch wer soll, wenn Roel Adams nicht einsatzbereit ist, die mittlere Aufbauposition übernehmen? Ein Kandidat wäre Alexander Schiffner, eigentlich als Linksaußen geführt, der in früheren Jahren im Nachwuchs und in der zweiten Mannschaft schon überaus erfolgreich die Rolle des Regisseurs ausfüllte.

Solche Sorgen hat Maik Handschke, der Trainer von TuSEM Essen nicht, der – wie Rückraumspieler Pavel Prokopec – an seine einstige Wirkungsstätte zurückkehrt. Maik Handschke war bis Anfang Mai 2010 Trainer beim ThSV Eisenach, Pavel Prokopec als Kapitän sein verlängerter Arm. «Für meine junge Mannschaft ist die besondere Atmosphäre in Eisenach eine Herausforderung, ein echter Prüfstein. Wir wollen auch diese Aufgabe erfolgreich meistern, auch in der Werner-Aßmann-Halle unsere enorme Leistungsentwicklung unter Beweis stellen», erklärte Maik Handschke.

Der TuSEM Essen wird von einer großen Fanschar ins Thüringische begleitet. Trainer Maik Handschke kann unter der Wartburg auf seine ganz starke rechte Angriffsseite mit Ole Rahmel (Top-Torjäger der Liga) und Hannes Lindt bauen, die 476 der 988 TusEM-Tore markierten. Aus einer kompakten Abwehr wird immer wieder zum Tempogegenstoß angesetzt, von Ole Rahmel erfolgreich abgeschlossen.
Viele Ballstafetten laufen auch über Kreisspieler Andre Kropp. «Essen hat eine Super-Saison gespielt und steht zurecht auf einem Aufstiegsplatz», betont Adalsteinn Eyjolfsson, der Coach der Wartburgstädter.
«Um vielleicht auch auf dem Treppchen der Aufstiegsplätze zu landen, fehlte uns die Konstanz», gestand Eisenachs Trainer ein. Im Sommer wolle er mit seinen Schützlingen unbedingt am Überzahlspiel arbeiten, da habe es doch mehrfach gehapert. Aktuell belegt der ThSV Eisenach Tabellenplatz 6.

Einsatz von Kapitän Benjamin Trautvetter nicht gefährdet
Doch stehe erst einmal der Saisonausklang vor heimischem Publikum an. «Wir müssen im Angriff diszipliniert spielen und unsere Torchancen konsequent nutzen, um nicht ausgekontert zu werden», lautet die Devise von Adalsteinn Eyjolfsson. Die Abwehr, mit dem Innenblock Branimir Koloper, Duje Miljak und Eryk Kaluzinski, soll den Grundstein für ein erfolgreiches Spiel legen. Da ist natürlich auch das Zusammenspiel mit dem Torhüter (Radek Musil/Stanislaw Gorobtschuk) gefragt. Der eine oder andere Eisenacher Spieler, der zu Zeiten eines Maik Handschke in Eisenach nur Bankdrücker war, wird sicherlich besonders motiviert sein.

Kapitän Benjamin Trautvetter, der beim Auswärtsspiel in Emsdetten wegen einer Oberschenkelverletzung vom Parkett musste, ist einsatzfähig. «Wir werden nichts unversucht lassen, um uns mit einem vollen Erfolg von unseren fantastischen Fans zu verabschieden, hoffen im letzten Heimspiel auf eine stimmungsvolle Kulisse», erklärt Benjamin Trautvetter.

Roel Adams und Tommy Zimmermann werden verabschiedet
Nach dem Abpfiff werden Physiotherapeut Tommy Zimmermann, der alle Jugendmannschaften, die zweite und dritte Männermannschaft betreute und im Bundesligateam aushalf, (neue berufliche Aufgabe) und Rückraumspieler Roel Adams (Rückkehr aus beruflichen und privaten Gründen in seine holländische Heimat) verabschiedet.

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