Genug der Lorbeeren!

Eisenachs Trainer Misha Kaufmann fordert volle Fokussierung

Der ThSV Eisenach holte aus den letzten vier Spielen 5 Punkte. Diese resultieren aus einem 31:31-Remis im Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf sowie den Auswärtssiegen in Leipzig (31:29) und beim Bergischen HC (30:27). Dazwischen lag die 25:35-Heimniederlage gegen die aktuell wohl weltbeste Vereinsmannschaft, den SC Magdeburg.

Die Thüringer rangieren auf dem 16., einem Nichtabstiegsplatz, mit 5 Zählern Vorsprung auf den dahinter platzierten Bergischen HC. Der absolviert am heutigen Freitag ein Nachholspiel bei den Rhein-Neckar Löwen, könnte bis auf 3 Zähler heranrücken. Der ThSV Eisenach hat aber auch nur einen Punkt Rückstand auf den HC Erlangen und zwei Zähler auf den TVB Stuttgart.

Wir haben die Punkte jeweils in der Crunchtime gesichert. Für eine junge Mannschaft außergewöhnlich, zeigt auch deren Charakter, beton Misha Kaufmann, der Coach der Wartburgstädter.

Bei den hauchdünnen Niederlagen in Wetzlar (30:31) und Melsungen (26:27) vermochte sich seine Schützlinge noch nicht zu belohnen. Zuletzt wurde der Aufsteiger von der Wartburg geradezu mit Lob überhäuft. Lob und Anerkennung für das Sportliche, Lob und Anerkennung für die Symbiose zwischen Mannschaft und Fans, inbegriffen der Sonderzug zum Auswärtsspiel in Leipzig mit dann 1.200 ThSV-Fans in der Arena Leipzig. Aber auch zum Auswärtsspiel beim Bergischen HC begleiteten über 200 blau-weiße Fans das Team um Kapitän Peter Walz.

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Simone Mengon beim Torwurf in Leipzig.

Ein paar freie Tage

Genug der Lorbeeren! Wir dürfen nicht nach rechts oder links schauen, dürfen uns nicht von anderen abhängig machen. Die Öffentlichkeit glaubt, wir hätten die Liga schon gehalten. Doch das ist nicht der Fall. Wir müssen diszipliniert und fokussiert bleiben, unterstreicht Misha Kaufmann.

Die gute Ausgangsposition in Sachen Klassenerhalt soll nicht leichtfertig in Gefahr gebracht werden.

Die bevorstehenden Aufgaben gilt es mit Demut anzugehen. Völlig falsch wäre das Gefühl, nun falle was vom Himmel, erklärt der Eisenacher Coach.

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Seine Mannen haben alles selbst in der Hand.

Das ist der Lohn unserer extrem harten Arbeit Woche für Woche. Beeindruckend der Teamgeist, wieviel Energie unsere Spieler investieren. Beeindrucken unsere Mentalität, fügt Misha Kaufmann hinzu.

Es gelte weiterhin, das nächste Spiel als das wichtigste anzugehen. Um für den Liga-Showdown gerüstet zu sein, haben die Eisenacher Spieler ein paar Tage frei. Die Bundesliga absolviert einige Nachholspiele, das Pokal-Final4 in Köln findet am Wochenende statt. Zeit zur Regeneration für das Team des ThSV Eisenach.

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Symbiose zwischen Mannschaft und Fans, auch nach verlorenen Spielen, wie hier in Melsungen.

Zwei Heimspiele in Folge

Es folgen zwei Heimspiele: am Samstag, 20.04.2024 gegen den TVB Stuttgart und am Freitag, 26.04.2024 gegen den TBV Lemgo. (Tickets sind noch erhältlich unter www.thsv-eisenach.de und in der Geschäftsstelle der ThSV-Marketing GmbH.

Wir werden, wie in den letzten 2 ½ Jahren um jeden Punkt kämpfen. Wir haben während dieser Zeit Spiele verloren, in denen wir eigentlich besser waren. Das hat uns geformt, daran möge sich jeder erinnern. Wir werden an unseren definierten Zielen weiter hart arbeiten. Ich denke jetzt nicht über das Spiel Nummer 34 sondern um das Spiel Nummer 29 nach, findet Misha Kaufmann klare Worte.

Ganz viel Emotionen, die Akribie und die taktischen Raffinessen von Trainer Misha Kaufmann, der in der nächsten Woche seinen 40. Geburtstag feiert, nähren die Zuversicht auf den Klassenerhalt. Und da wäre natürlich noch das besondere Flair des Thüringer Handballtempels, der Werner-Aßmann-Halle.

Zuhause können wir jeden schlagen, betont Linkshänder Alexander Saul.

Die Lautstärke der blau-weißen Fans beeindruckt alle Gastmannschaften. Handball-Nostalgie pur in der kleinen engen Halle, ein Pfund, mit dem der ThSV Eisenach wuchert! Jetzt stehen zwei Heimspiele in Folge an…

© Ch. Heilwagen / ThSV Eisenach
Taktikfuchs Misha Kaufmann.

Th. Levknecht