Handball: Marko Grgic mit klarer Ansage 

Bildquelle: sportfotoeisenach

„Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen!“

Nachgefragt beim Ex-Eisenacher Marko Grgic, nun im zweiten Jahr bei der SG Flensburg-Handewitt, die am Wochenende den Wartburg-Cup gewann

Marko Grgic, am 11.09.2003 in Eisenach geboren, von 2022 bis 2025 beim ThSV Eisenach am Ball, in der Saison 2024/2025 mit 301 Treffern Torschützenkönig der 1. Handballbundesliga, unter der Wartburg zum Nationalspieler gereift, seit Sommer 2025 bei der SG Flensburg-Handewitt, gastierte mit den Nordlichtern am vergangenen Wochenende zum Wartburg-Cup in Eisenach. Während des Turniers äußerte er sich in der „Thüringer Allgemeinen“ zu seinem Ex-Verein: „Eisenach wird wie im Vorjahr kämpferisch stark auftreten. Da bin ich mir sicher. Sie haben gute junge Linksaußen geholt. Wenn sich die Mannschaft dann abgestimmt hat, sehe ich für den ThSV Eisenach eine gute Zukunft in der bevorstehenden Saison.“

Wir sprachen mit dem Rückraumspieler, der inzwischen 42 Länderspiele bestritt, nach der Rückankunft vom Wartburg-Cup im hohen Norden:  

Die SG Flensburg-Handewitt gewann den diesjährigen Wartburg-Cup, bezwang im entscheidenden Spiel den SC Magdeburg knapp mit 33:32. Was entschied die Partie? 

Es war ein hochklassiges Match, das die stimmungsvolle Kulisse in Eisenach begeisterte. Beide Teams hatten richtig Bock, wollten dieses hochkarätig besetzte Turnier unbedingt gewinnen. Beide Teams hatten gute Torhüter, in der entscheidenden Phase war unser Keeper besser, parierte ja auch den letzten Magdeburger Wurf. Wir haben über das gesamte Turnier gut verteidigt. Wir zwangen die Magdeburger zu Fehlern. Es war ein Vorbereitungsturnier, dem Charakter entsprechend, probierten beide Teams viel.

Der ThSV Eisenach forderte Ihre Mannschaft in der ersten Turnierpartie?

Die Eisenacher waren noch frisch, wurden von den eigenen Fans gepusht. Für uns war das der richtige Gradmesser als Einstieg in das Turnier. Nach der Halbzeitpause haben wir das Spiel kontrolliert über die Ziellinie gebracht. Im weiteren Turnierverlauf wurden die Eisenacher dann müder. 

Sind Spiele in Eisenach, in der Werner-Aßmann-Halle, noch was Besonderes?

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Na klar! Wir waren fast drei Tage in der Stadt. Es war für mich schön, durch die Stadt zu bummeln. Alles so vertraut. Sicher auch, weil sich wenig verändert. Auch wenn es von den Temperaturen sehr heiß war, auf bekanntem Terrain, in der Stadt und in der Halle, habe ich mich wohlgefühlt, habe mit vielen alten Bekannten geplaudert. 

Im Team der SG Flensburg-Handewitt stehen Sie nicht so im Mittelpunkt wie beim ThSV Eisenach. Ein Vorteil für Sie? Wie gehen Sie damit um?

Wir haben eine fantastische Mannschaft mit vielen sehr guten Spielern. Wichtig, wir funktionieren als Team. Top-Spiele können wir nicht allein über die individuelle Qualität des einen oder anderen erfolgreich lösen. Wir verteilen die Aufgaben auf viele Schultern. Alle übernehmen Verantwortung und das macht es uns als Team leichter. Wir können auf eine gewisse Breite im Kader bauen. 

Wie sehen Sie Ihre Rolle in der kommenden Saison?

Aufgrund von Verletzungen habe ich letzte Saison viel Spielzeit gehabt, manchmal bis zu 60 Minuten. Wie bereits angesprochen, wir wollen die Aufgaben verteilen, hoffen, von langfristigen Verletzungen verschont zu bleiben, damit keiner über 60 Minuten auf der Platte stehen muss. Wir wollen uns als Team, zu dem ich gehöre, über die Saison entwickeln, alle Aufgaben annehmen, die auf uns warten. 

Wohin soll es mit der SG Flensburg-Handewitt in der kommenden Saison gehen, national und international?

Wir wollen besser als letztes Jahr abschneiden. Unser Ziel, die European-League gewinnen und uns für die Champions-League qualifizieren. Im nationalen Pokal wollen wir mal wieder ins Final4 einziehen. Wir wollen endlich mal wieder um einen Titel spielen. Und dazu gehört natürlich auch die deutsche Meisterschaft. Ja, der Meistertitel ist eines unserer Ziele. Mit solch einem Verein, solch einer Mannschaft muss man einfach um den Titel mitspielen. Letztendlich wird die konstanteste Mannschaft den Titel holen. 

Vielen Dank für das Gespräch.

In der Vorsaison jubelten Marko Grgic und Johannes Golla (re.) noch gemeinsam beim Auswärtsspiel in Eisenach. Johannes Golla trägt nun das Trikot der MT Melsungen. – sportfotoseisenach
Marko Grgic läuft beim Wartburg-Cup in die Werner-Aßmann-Halle