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Helden der Kälteschlacht von Lahti sind Ehrenbürger

Die Stadt Ruhla hat mit Marko Baacke und Ron Spanuth zwei neue Ehrenbürger. Mit einem grandiosen Empfang würdigte die Stadt in der Sporthalle im Bermbachtal den WM-Titel von Marko Baacke in der Nordischen Kombination und den Bronzeplatz in der Langlaufstaffel von Ron Spanuth. Die beiden Ruhlaer, die Sportsoldaten in Oberhof sind, sorgten zur Ski-WM für viel Aufsehen. Jetzt ist die Saison beendet und deshalb konnte gestern erst zünftig gefeiert werden.
Die Ernennung der beiden Sportler zu Ehrenbürger war für beide eine Überraschung und mit solch einem Andrang in der Halle rechneten sie ebenfalls nicht. Er schien, das ganz Ruhla auf den Beinen war.

Bürgermeister Gerald Pietsch würdigte die Leistungen. «Nach der WM in Lahti war Ruhla weltweit in aller Munde. Wir haben dadurch sehr an Image gewonnen», so Pietsch. Marko Baacke holte nach 16 Jahren wieder für Deutschland einen WM-Titel in der Königsdisziplin der nordischen Skispiele.
1980 wurden beide geboren. Sie besuchten die gleiche Schule und der Weg führtet sie gemeinsam zum Erfolg. Ron war zum Springen zu lang so ging es zum Langlauf. Doch Ruhla hatte schon andere sportliche Erfolge. So wurde 1966 in Oslo Dieter Neuendorf im Spezialsprunglauf Vizeweltmeister und Vater Klaus Baacke 1991 und 1994 in der Staffel Senioren-Weltmeister im Langlauf.

Jüngst wurde Vater Baacke bei seiner WM Dritter. Auch dafür gab es Glückwünsche für den bescheidenen Sportler.
Gewürdigt wurden beim Empfang die Leistungen der Trainer und die große Rolle der Eltern.
«Reden ist nicht meine große Stärke. Ich bin vom Empfang überwältigt», so Marko Baacke. Und er wolle weiter mit seinen Leistungen Freude bereiten. Und für den Skinachwuchs gab es von ihm persönlich 1000 Mark.

Glückwünsche kamen vom Heimatverein der TSG Ruhla und dem Wintersportclub 07, vom Thüringer Innenminister Christian Köckert, dem Landrat Dr. Martin Kaspari und vom Präsidenten des Landessportbundes Peter Gössel.

Ein besondere Überraschung brachte Ski-Ausrüster «Germina» mit – Autogramm-Plakate für den Weltmeister.
Und Autogramme musste er an diesem Abend viele geben.

Noch knapp 300 Tage sind es für beide Aktiven, dann beginnen in Salt Lake City die Olympischen Winterspiele. Holt Marko Baacke dort eine Medaille, brauchen die Ruhlaer eine neue Sporthalle. Die alte reichte jetzt schon nicht aus. Dies bedauern auch die Handballerinnen der TSG, die jüngst Thüringenmeister wurden.

Bei der Gratulation wurde ein Wunsch eines alten Ruhlaer Sportlers laut. Man sollte doch Schneekanonen an der Schanzenanlage aufbauen. Damit endlich dort wieder richtig Sport gemacht werden kann. Und vom Landrat kam eine besondere Überraschung. Die TSG bekommt einen Kleinbus.

Rainer Beichler |

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