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Arne Kühr, Coach des ThSV Eisenach | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Arne Kühr, Coach des ThSV Eisenach
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Ich setze auf Spieler, die auch Verantwortung übernehmen wollen!

Nachgefragt bei Arne Kühr, Coach des ThSV Eisenach

Zwei Zähler Rückstand hat der ThSV Eisenach auf den ersten Nichtabstiegsrand. Drei Spiele stehen noch aus. Der EHV Aue und der Wilhelmshavener HV spüren den heißen Atem der Wartburgstädter. Am Samstag, 19.05.2018 ist im Heimspiel gegen das bereits als Absteiger feststehende Team von Eintracht Hildesheim für die Thüringer ein Sieg Pflicht (Anwurf: 19.30 Uhr, Werner-Aßmann-Halle).

Vor der Partie sprachen wir mit Arne Kühr, dem Coach des ThSV Eisenach:
Gegentore in den allerletzten Sekunden kosteten bei den Auswärtsspielen in Hagen und in Dessau wichtige Zähler. Woran lag es aus Ihrer Sicht?
Durch die Gegentore in den letzten Sekunden haben wir uns in beiden Spielen nicht belohnt. Fakt ist allerdings, und da muss ich den Finger in die Wunde legen, wir hätten beide Spiele vor dem Finish entscheiden müssen. In Dessau so um die 40. Minute, doch Matthias Gerlich und Willy Weyhrauch brachten das leider nicht am sich steigernden Keeper der Gastgeber vorbei. Das war der Knackpunkt in der Anhalt Arena. Zu erwähnen ist natürlich auch, in Hagen und in Dessau haben wir beim letzten Angriff der Gastgeber nicht gut verteidigt. In beiden Partien hätten wir den Sack vorher zubinden müssen.

Sie vertrauen zuletzt nahezu durchgängig ihrem Stammpersonal, fehlen da nicht im Finish die „Körner“?
Im Rückraum haben wir rotiert, mit Daniel Luther, Matthias Gerlich, Ibai Meoiki, Marcel Schliedermann, Alexander Saul und Duje Miljak, waren also doppelt besetzt. Unsere beiden Außen haben durchgespielt. Bis auf die letzte Partie haben sich Nicolai Hansen und Marcel Niemeyer am Kreis abgelöst. Wenn es nicht funktioniert, müssen andere ran. Ich setzte auf Spieler, die auch Verantwortung übernehmen wollen!

Sie erwähnten gerade Nicolai Hansen. Wie geht es ihm?
Nicolai hat sich in der Vorwoche im Training eine Verletzung an der Wirbelsäule zugezogen. Im Sportklinikum Erfurt, bei unserem Partner, wird alles genau diagnostiziert und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet.

Ibai Meoki überzeugt derzeit als Spielgestalter. Haben Sie das Spiel mehr auf den Spanier zugeschnitten?
Ibai ist endlich über einen längeren Zeitraum verletzungsfrei, körperlich fit. Er hat selbst Vertrauen in seinen Körper und seinen Fähigkeiten. Das zahlt sich für uns aus. In den letzten beiden Spielen hat er seinen Job bestens erledigt, für Struktur gesorgt und selbst auch wichtige Tore erzielt. Wir geben unseren Spielern Freiräume, die er für den mannschaftlichen Erfolg nutzt. Unsere letzten Gegner versuchten es mit einer offensiven Abwehrvariante, die sich daraus bietenden Räume nutzt Ibai mit seiner Schnelligkeit und seiner 1:1-Stärke. Wir hoffen, er hilft uns mit diesen Qualitäten in den noch zu absolvierenden Spielen.

Am Samstag kommt mit Eintracht Hildesheim ein bereits feststehender Absteiger, dennoch dürfte es keine leichte Aufgabe werden?
Unsere Gäste haben nichts zu verlieren. Ich erwarte für uns ein extrem schweres Spiel. Mit Savvas Savvas steht der Toptorjäger der Liga – 266 Treffer – im Aufgebot. Doch Hildesheim ist nicht nur Savvas Savvas. Alle eingesetzten Spieler werden die Chance nutzen, sich für kommende Aufgaben, ob in Hildesheim oder bei anderen Vereinen, zu empfehlen. Mit einer guten Teamleistung und der Unterstützung unserer Fans ist die Aufgabe für uns lösbar! Zwei Heimpunkte sind Pflicht, um unserer Hoffnung auf den Klassenerhalt neue Nahrung zu geben. Wir dürfen keine Geschenke von anderen erwarten. Wir müssen unserer Schicksal selbst bestimmen, es in unsere Hände nehmen.

Was spricht dafür, dass Ihre Mannschaft nach dem letzten Pfiff der Saison über dem Strich steht?
Drei Spieltage stehen noch aus. Bei drei Siegen sind die Chancen meines Erachtens sehr groß, den Klassenerhalt zu schaffen. Wir müssen einen richtig guten Job machen, Wir brauchen in allen drei Spielen – auch in Hamm! – unsere Fans im Rücken! Fantastisch, wie sie uns in den letzten Wochen unterstützen! Sie haben die 2. Bundesliga verdient!

Th. Levknecht

Andrea T. | | Quelle:

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