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In der Abwehr fehlt noch die Abstimmung

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Der von der HSG Werratal gekommene Patrick Cuturic vermochte sich erst im zweiten Abschnitt in Szene zu setzen.

Aber auch im Angriff war die Fehlerquote noch zu hoch • ThSV Eisenach II kassiert im Trainingsspiel gegen den TV Hersfeld 35 Tore

Binnen drei Tage hatte sich der ThSV Eisenach II zu Trainingseinheiten in Spielform zwei Partner eingeladen. Mit Blick auf die anstehenden Qualifikationsspiele zur Jugendbundesliga standen die A-Jugendlichen (bis auf Keeper Aron Büchner) nicht auf dem Parkett, sodass Neu-Coach Dejan Leskovcek jeweils nur 8 Feldspieler zur Verfügung hatte. Nach dem 31:27 über den SV Petkus Wutha-Farnroda hieß es gegen den TV Hersfeld aus der Landesliga Hessen Nord nach tempo- und torreichen 60 Minuten am Ende 32:35 (17:18).

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Der 17-jährige Aron Büchner wartete über 60 Minuten mit einer ordentlichen Leistung im Kasten des ThSV II auf.

ThSV Eisenach II muss noch an Abwehrstabilität arbeiten
„Die Hessen präsentierten sich als spielerisch starke und konsequent den Abschluss suchende Mannschaft. Mit 32 erzielten Toren bin ich nicht unzufrieden, wenngleich uns unter Druck zu viele technische Fehler unterliefen. Das müssen wir reduzieren. An der Abstimmung in der Deckung müssen wir weiter intensiv arbeiten“, resümierte ThSV-Coach Dejan Leskovcek. Sein Team kassierte 35 Gegentore und musste dabei 8 Siebenmeter hinnehmen, weil sich die Defensive zu oft nur regelwidrig zu helfen wusste. „Ja, in der Abwehr müssen wir zulegen“, bekannte auch Qendrim Alaj. Der Kapitän und Regisseur war mit 10 Treffern erfolgreichster Werfer seines Teams. Einige resultierten aus Einzelaktionen. Der 28-Jährige hatte aber stets ein gutes Auge für seine Mitspieler am Kreis. Den „richtigen Draht“ zu Neuzugang Patrick Cuturic am Kreis fand er an diesem Sonntagnachmittag allerdings recht spät. „Beim Fazit ist auch zu beachten, wir spielten über 15 Minuten mit unseren etatmäßigen Außenspielern im Rückraum“, ergänzte Qendrim Alaj. Im Verlauf der zweiten Halbzeit rückte Ardit Ukaj von Linksaußen in den linken Rückraum und Philipp Urbach vom Rechtsaußen in den rechten Rückraum. Die jungen Adrian Warlich (links) und Jonas Hennig (rechts) besetzten dann die Außenpositionen. Unter Druck der Abwehr der Gäste, insbesondere, als diese auf eine 5:1-Formation umstellten, unterliefen den Eisenachern etliche technische Fehler. „Diese Zahl müssen wir reduzieren“, unterstrich Dejan Leskovcek. Positiv, der junge Julius Brenner zeigte sich aus dem Fernwurfbereich selbstbewusst, setzte den Hersfelder Keepern 5 Bälle aus der Distanz in die Maschen. Angesichts von nur zwei Wechselspielern blieben den Eisenachern ohnehin wenige personelle Alternativen. Der 17-jährige Aron Büchner musste die Aufgaben im Tor allein schultern, machte dies mit 11 abgewehrten Bällen überaus ordentlich.

TV Hersfeld sieht sich in punkto Saisonvorbereitung im Soll
„Wir haben uns gut präsentiert, warteten mit gutem Spielfluss auf. Meine Spieler gefielen mit Flexibilität auf verschiedenen Positionen. Neue Spieler müssen die Lücken nach etlichen Abgängen im Sommer schließen. Hierbei sehen wir uns auf gutem Weg. In der Abwehr müssen wir noch mehr miteinander sprechen, brauchen mehr Zugriff. Insgesamt sehe ich uns gut im Soll. Dank an den ThSV Eisenach für die Möglichkeit dieser gemeinsamen Trainingseinheit“, resümierte Christian Weiß, der Coach des TV Hersfeld.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Ardit Ukaj traf auch vom Kreis.

Eine 5:1-Abwehr mit unterschiedlichem Erfolg
Der ThSV Eisenach II, mit Ardit Ukaj auf Links- und Philipp Urbach auf Rechtsaußen, Julius Brenner, Qendrim Alaj und Hannes Meyer im Rückraum, Patrick Cuturic am Kreis und Aron Büchner im Tor, war an diesem frühen Sonntagnachmittag sofort hellwach, schnelles Umschaltspiel war angesagt. Ardit Ukaj hatte nach einer Finte freie Bahn zum 5:3 (8.), Philipp Urbach vollendete von Rechtsaußen zum 8:6 (11.). Die Gäste mussten sich erst mit dem für sie ungewohnten geharzten Ball anfreunden, kamen immer besser ins Spiel. Kraftvolle Angriffszüge, abgeschlossen mit knallharten Würfen aus dem Rückraum, effizientes Kreisläuferspiel waren angesagt. Beim 9:9 (15.) markierten die Hessen den Ausgleichstreffer. Nach einem über die linke Außenbahn abgeschlossenen Gegenstoß sah sich der ThSV Eisenach II gar mit 10:12 in Hinterhand (19.). Eisenacher Ballverluste bestraften die Gäste konsequent. Zwei Glanzparaden des jungen Aron Büchner im ThSV-Kasten konnten die knappe Pausenführung der Hersfelder nicht verhindern.

Auch nach dem Seitenwechsel gaben die Gäste den Ton an. Eine 5:1-Abwehr der Eisenacher vermochte den Angriffswirbel der Gäste nicht zu stoppen. Diese zogen vom 18:18 (31.) auf 21:27 (41.) davon. Eisenachs hochtouriges von Qendrim Alaj initiiertes Angriffsspiel hielt dagegen. Die Gäste versuchten es nun ihrerseits mit einer 5:1-Abwehr. Bei den Hausherren häuften sich unter Druck die Ballverluste, die Hersfelder marschierten blitzschnell in Richtung ThSV-Kasten, Nach dem 26:33 (54.) blies der ThSV Eisenach II trotz kleinen Kaders zur Schlussoffensive. Der Rückstand wurde bis auf drei Treffer verkürzt.

So bestritten beide Teams die gemeinsame Trainingseinheit
ThSV Eisenach II: Büchner; Brenner (5). Urbach (6), Meyer (2), Cuturic (5), Ukaj (4), Hennig, Warlich, Q. Alaj (10/3)
TV Hersfeld: Kretz, Kürten; Deppe (3), Rübenstahl (1), Förtsch (6), Koch (1), Kromm (5), Wiegel (1/1), Krause (11/7), Becker (1)

Th. Levknecht

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Julius Brenner agierte an diesem Tag selbstbewusst, versenkte 5 Bälle aus der Distanz.

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