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Jagdszenen nach dem Abpfiff

Mit einem 33:25 (16:11) Erfolg beim Rheinhessenmeister HSG Zotzenheim/St. Johann beendete die männliche Jugend B des ThSV Eisenach die Südwestdeutsche Meisterschaft.
6:2 Punkte haben die ThSV-Youngster damit auf dem Konto. Welche Endplatzierung das ergibt, ist noch unklar. Die Partie Dansenberg gegen Dutenhofen wurde wegen eines Todesfalles in der Halle zur Halbzeit abgebrochen und neu angesetzt.
Das Gastspiel in der Sporthalle Sprendlingen wird den Eisenachern noch lange in Erinnerung bleiben, endete es doch mit tumultartigen Szenen nach dem Abpfiff. Die Schiedsrichter, Ordner waren keine anwesend, und ThSV-Jugendkoordinator Stefan Albrecht, versuchten die Eisenacher Mannschaft vor Handgreiflichkeiten zu schützen. Vollends gelang das nicht. Stefan Albrecht musste seinen Einsatz mit einem Faustschlag ins Gesicht quittieren. Wolfgang Birth, der in der Halle anwesende Präsident des Thüringer Handballverbandes, war von der sportlichen Leistung angetan, gleichzeitig schockiert von den Ausschreitungen. Das hatte wahrlich mit Sport nichts mehr zu tun! Handball wurde auch gespielt. Die Eisenacher, ohne ihr Trainergespann Hattenbach/Allonge, Stefan Albrecht war dafür eingesprungen, begannen nervös. Bis zum 6:6 (12. Min.) konnten sie ihre spielerischen Vorteile nicht in Treffer ummünzen. Mit zunehmender Spieldauer schlug sich die Überlegenheit auch in der Torausbeute nieder. Philipp Seitele (insgesamt 10 Treffer) traf aus dem Rückraum, Benjamin Trautvetter (7 Torerfolge) versenkte vom Kreis das Leder. Mit einem 5-Tore-Plus (16:11) ging es in die Halbzeitpause. Nach Wiederanpfiff brachten die Gastgeber mehr Härte und Unfairness ins Spiel. Allerdings tolerierten die Schiedsrichter das. Sie schickten stattdessen reklamierende Eisenacher auf die Bank. Daniel Wernicke dirigierte seine Mannschaft zum 25:16 Zwischenstand. Die Frage des Siegers war geklärt. Die Eisenacher gaben sämtlichen Wechselspielern im letzten Saisonauftritt nun längere Einsatzmöglichkeiten. Die Attacken, verbal und körperlich, der Verantwortlichen und Spieler der HSG Zotzenheim/St.Johann nahmen unverständlicherweise zu. Der Spielmacher der Gastgeber sah nach einer Tätlichkeit an Eisenachs Torjäger Philipp Seitle die rote Karte. Das heizte das Geschehen zusätzlich an. Beim Stand von 33:25 wurde abgepfiffen.
Die Gastgeber starteten mit dem Abpfiff einen neuen «Wettkampf». Der nach seiner Tätlichkeit ausgeschlossene Spieler raste von der Tribüne zu den Eisenacher Akteuren und trat wahllos auf diese ein. Sichtlich geschockt hatten die Gäste nur ein Ziel: schnell weg!

Die B-Jugend des ThSV spielte mit Schwurack, Peterson; Würschmidt (3), Trautvetter (7), Riehn, Seitle (10/2), Richardt (2), Petereit, Böttger (5), Wernicke (4), Schorr, Eckl (2).
Zeitstrafen: Eisenach 11 x 2 Min. (Rot für Seitle nach 3. ZS); Zotzenheim 1 x 2 Min. (1 Ausschluss nach Tätlichkeit).

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