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Greenhorn Julius Brenner übernahm in Finsih Verantwortun beim Torwurf | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Greenhorn Julius Brenner übernahm in Finsih Verantwortun beim Torwurf
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Jubel nach Achterbahnfahrt

ThSV Eisenach II siegt nach 23:17-Führung und 24:25-Rückstand am Ende mit 29:26 beim SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim

Der ThSV Eisenach II, der sich mit einer 22:40-Heimklatsche gegen den SV Hermsdorf aus dem Kalenderjahr 2018 verabschiedet hatte, startete mit einem doch etwas überraschenden 29:26 (17:13) – Erfolg beim SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim in das neue Jahr.

Nach einer souverän gestalteten ersten Halbzeit, mit einer 17:13-Pausenführung, und einem 6-Tore-Plus in der 44. Minute, sah der ThSV Eisenach II wie der sichere Sieger aus. Doch im Handball kann sich das Blatt ganz schnell wenden. Der Gastgeber stellte auf eine offensiv ausgerichtete 3:3-Abwehrformation um, löste ein Sachwimmfest bei den Eisenachern aus.

Wir haben uns immer wieder festgelaufen, fabrizierten zudem viele technische Fehler, konstatierte ThSV-Coach Matthias Meinl.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • Qendrim Alaj beim Torwurf.

Rückraumspieler Pascal Küstner, mit 6 Treffern bester Werfer seines Teams und in der Schlussphase verletzt, monierte, „wir haben dann nicht mehr mannschaftsdienlich gespielt, jeder wollte der Held sein“. Eine fulminante Aufholjagd der gastgebenden Hornets, im Angriff initiiert vom Ex-Eisenacher Daniel Bohrt, den Rückraum-Shootern Daniel Fekete und Marko Oluic, sowie dem immer wieder nachsetzende Kreisspieler Matthias Dreyße, war eingeläutet. Der ThSV Eisenach II verlor selbst in doppelter Überzahl das Leder und kassierte einen Gegentreffer. Florian Schneegaß im Goldbacher-Kasten wurde plötzlich ein Faktor. David Obst versenkte nervenstark von der Siebenmeterlinie. Der SV BW Goldbach(Hochheim verwandelte binnen 9 Minuten den 17:23-Rückstand (44.) in eine 25:24 –Führung (53.). Nun war auch der einheimische Anhang erwacht. Eisenachs Maximilian Manys patzte gleich doppelt. Der bis dato treffsichere ThSV-Rechtsaußen Philipp Urbach brachte das Leder nicht an Keeper Florian Schneegaß vorbei (55.). Matthias Dreyße ließ mit seinem Treffer zum 26:25 (57.) die Hausherren vom Sieg träumen.

Uns fehlte die letzte Konsequenz, um die Führung zu behaupten, befand Daniel Bohrt. Die Aufholjagd hat Kraft gekostet. Verloren haben wir die Partie in der ersten Halbzeit. Eisenachs Sieg geht in Ordnung, erklärte Oliver Taubert, der Hornets-Trainer.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • Mit vorbildlichem Einsatz: Pascal Küstner.

Den Eisenachern kam im Finish entgegen, dass die Gastgeber wieder auf eine 6:0-Abwehrformation zurück gingen, nach dem Emmelmann-Treffer zum 26:26 (57.) das Leder überhastet ins Seitenaus gleiten ließen.

Nach unserer Führung haben wir kopflos gespielt und einen greifbaren Sieg aus der Hand gegeben, bilanzierte Siegfried Juhnke, der emsige Abteilungsleiter Handball des SV Blau-Weiß Goldbach(Hochheim, der in bewährter Weise auch als Hallensprecher fungierte.

Der 18-jährige Julius Brenner, unmittelbar zuvor schon für die Eisenacher A-Jugend an gleicher Stelle bei deren 34:30-Erfolg über die JSG Hainich/Nessetal dabei, zog aus dem linken Rückraum beherzt zum 26:27 ab (59.). Die Eisenacher eroberten im Deckungs-Innenblock das Leder, Qendrim Alaj, trotz fiebrigem Infekt nahezu die gesamte Distanz auf dem Parkett, traf im Nachwurf zum 26:28 (60.). Auch eine Auszeit der Hausherren nutzte nichts. Im Gegenteil, Philipp Urbach traf vier Sekunden vor Ultimo im Konter zum 26:29-Endstand. Der ThSV Eisenach II tanzte ausgelassen auf dem Parkett der Nessetalhalle, feierte mit seinem vielköpfig mitgereisten Anhang unten den knapp 200 Zuschauern. In Carsten Klich und Lutz Pfefferkorn hatte die Partie zwei souveräne Spielleiter.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • Einst gemeinsam im THSV-Internat: (v.l.) Marius Noack, Maximilian Manys, Daniel Bohrt, Betreuer Thomas Levknecht, John Martin, Pascal Küstner.

ThSV II übernimmt mit Paßgenauigkeit und Tempo das Ruder
„Wir haben im ersten Abschnitt die taktischen Vorgaben nicht eingehalten, ja sogar lustlos gespielt. So kann man gegen den ThSV II nicht agieren, der guten Handball in petto hat“, bilanzierte Hornets-Coach Oliver Taubert. Er beorderte seinen torgefährlichen Rückraumspieler Daniel Fekete nur im Angriff auf das Parkett. Alexander Sturz kam für Abwehraufgaben.

Die Abwehr im Zusammenspiel mit einem sehr guten Marius Noack im Tor stand im ersten Abschnitt sehr kompakt. Im Angriff haben wir geduldig gespielt, wobei Philipp Urbach sicher vollendete, resümierte ThSV-Coach Matthias Meinl.

Sein Kapitän Sascha Kleint rackerte am Kreis unermüdlich gegen seine körperlich überlegenen Widersacher. Pascal Küstner, Qendrim Alaj und Philipp Emmelmann variierten geschickt das Tempo, überzeugten mit Paßgenauigkeit. Nach dem 4:4 (12.) übernahmen die Meinl-Schützlinge das Sagen. Pascal Küstner traf zum 4:6 (14.) und 7:10 (19.). Mit personellen Wechseln (SNIEL Bohrt rückte an den Kreis) versuchten die Gastgeber das Ruder an sich zu reißen. Vergebens! Der für Pascal Küstner eingewechselte Maximilian Manys nutzte einen Steilpaß von Routinier Philipp Emmelmann zum 8:12 /21.). Philipp Urbach lochte zum 10:14 ein (25.), Tom Kreutzer zum 13:17 (30.). ThSV-Schlussmann Marius Noack kaufte Goldbachs Marko Oluic einen Siebenmeter ab (30.). Der 19-jährige Azubi in der Eisenacher Stadtverwaltung entschied mit insgesamt 16 parierten Bällen das Torhüterduell für sich.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • ThSV-Kapitän Sascha Kleint rackerte gegen den körperlich überlegenen Deckungs-Innenblock.

ThSV II fiel hin, rappelte sich aber wieder auf
Das erwartete Aufbäumen der Hornets blieb nach Wiederbeginn zunächst aus. Die big points gingen an die Gäste. In der Goldbacher Hälfte eroberte sich Philipp Urbach das Leder, bediente Sascha Kleint, der zum 14:19 verwandelte (33.). Per Gegenstoß erhöhte Tom Kreutzer auf 14:20 (34.). Marko Oluic donnerte das Leder bei einem Gegenstoß über das Eisenacher Gehäuse (41.). Philipp Urbach dankte für eine Emmelmann-Vorlage mit dem 17:23 (44.). Zu dominant bis dahin der ThSV Eisenach II, dessen Sieg eingetütet schien. Doch nach einer Eisenacher Auszeit und der Deckungsumstellung auf Seiten des SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim änderte sich das Spiel grundlegend. Beim 25:24 (53.) und 26:25 (57.) schien das Team aus der Handballhochburg des Landkreises Gotha auf der Siegerstraße.

Doch es fehlte uns ein Spieler mit Führungsqualitäten, bekannte Siegfried Juhnke.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • Der ThSV II jubelt nach dem Abpfiff in der Nessetalhalle Goldbach.

Statistik
SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim: Schneegaß, Pilokat; Sturz, Wellendorf, Skowronek (2), Fekete (5), Oluic (5), Obst (6/6), Bohrt (2), Moratschke, Gertloff (2), Erdmann (1), Sülzenbrück, Dreyße (3)
ThSV Eisenach II: Noack, Martin; Brenner (2), Küstner (6), Urbach (5), Warlich, Emmelmann (2/1), Kleint (3/1), Manys (1), Kreutzer (5), Ziehn, Hennig, Q. Alaj (5/1)
Siebenmeter: Goldbach 8/6 – ThSV II 6/3
Zeitstrafen: Goldbach 6 x 2 Min. – ThSV II 2 x 2 Min.
Schiedsrichter: Klich/Pfefferkorn
Zuschauer: 180

Th. Levknecht

Andrea T. | | Quelle:

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