Kann für den Klassenerhalt an der Saale gepunktet werden?

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ThSV Eisenach II gastiert am Samstag beim USV Halle/ Stanislaw Gorobtschuk im Tor/ Marec Stupka nach Verletzungspause wieder dabei
Handball-Regionalliga Männer/ Vorbericht: ThSV Eisenach II gastiert beim USV Halle am Samstag, 11.04.2026 um 19.00 Uhr in Halle-Neustadt, Sporthalle im Bildungszentrum, Nietlebener Straße 14
Die Tür zum Klassenerhalt in der Regionalliga Männer des Mitteldeutschen Handballverbandes ist für den ThSV Eisenach II einen Spalt geöffnet. Das Team um Spielertrainer Qendrim Alaj rangiert zwar weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, doch drei vor ihm platzierte Mannschaften haben gerade einmal zwei Pluszähler mehr vorzuweisen. Eine große Unbekannte ist, ob der aus der 3. Liga absteigende SC DHfK Leipzig II künftig in der MHV-Regionalliga an den Start gehen wird. Eine weitere Unbekannte ist die Zahl der Aufsteiger aus den drei Oberligen des Mitteldeutschen Handballverbandes. Von einer begrenzten Zahl aufstiegswilliger Teams ist zu hören. Finale Antworten lassen da auf sich warten. Erst danach steht die Zahl der Absteiger aus der MHV-Regionalliga fest. Klar hingegen ist, dass der souverän die Tabelle anführende NHV (Nordsächsische Handballverein) Concordia Delitzsch in diesem Jahr sein Aufstiegsrecht wahrnehmen will.
„Durch unsere Punktgewinne in den letzten Wochen dürfen wir wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Unsere Leistungskurve zeigt nach oben, wir müssen freilich weiter punkten“, beschreibt ThSV-Rückraumspieler Julius Brenner die Lage. Er weiß natürlich auch, ohne Schützenhilfe anderer Teams wird es nicht gehen. Durchaus möglich, dass es am letzten Spieltag, am Samstag, 16.05.2026, im Auswärtsspiel bei der SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, zum Showdown um den Klassenerhalt kommt. In den 4 Spielen zuvor muss der ThSV Eisenach II freilich punkten!
USV Halle zuletzt mit Licht und Schatten
Das nächste Punktspiel führt ihn nach Halle. Der auf dem 8. Tabellenplatz rangierende USV Halle empfängt am Samstag, 11.04.2026 um 19.00 Uhr in der Sporthalle im Bildungszentrum Halle-Neustadt (Nietlebener Straße 14) die Männer von der Wartburg. Das Team aus Sachsen-Anhalt bezwang kürzlich Ligakrösus NHV Concordia Delitzsch mit 29:28, kassierte aber auch eine 32:33-Heimniederlage gegen Kellerkind HC Aschersleben. Die Partie in Plauen fand nicht statt, wurde für den HC Einheit Plauen gewertet. Erfolgreichste Werfer des USV Halle sind Nicolas Stefan Berends mit 185 Toren, Platz 2 in der Torjägerliste der Liga, und Chris Heyer mit 147 Treffern. Im Schnitt kommen 300 Zuschauer zu den Heimspielen.
Leif Katzwinkel: Zu Beginn nicht wieder in Rückstand geraten
„Guten Lauf bestätigen, alles reinhauen und Zählbares mitbringen“, lautet die klare Ansage von Qendrim Alaj. „Wir wollen den Schwung der letzten Spiele mitnehmen, das Positive umsetzen. Allerdings dürfen wir zu Beginn der Partie nicht wieder so deutlich in Rückstand geraten, das ist auswärts kaum noch auszumerzen“, blickt ThSV-Linksaußen Leif Katzwinkel auf den Samstag. „Die 60 Minuten werden auch eine Mentalitätssache“, fügt der knapp 20-Jährige hinzu. Er ist sich sicher, der seinen Wechsel im Sommer zum Northeimer HC verkündende Rückraumspieler Ole Gastrock-Mey „wird sich bis zur letzten Sekunde voll für den ThSV Eisenach reinhängen, mit uns alles für den Klassenerhalt geben“. Das Hinrundenspiel im November hatte der ThSV Eisenach II knapp mit 33:35 verloren. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. In der 58. Minute stand es 32:33, in der 60. Minute 33:34, ehe Halles Torjäger Nicolas Berends den Sieg der Gäste perfekt machte. Die Saalestädter zelebrierten seinerzeit schnellen und präzisen Angriffshandball, nutzten Eisenacher Deckungsschwächen konsequent. Je 7 Treffer von Ole Gastrock-Mey, Qendrim Alaj und Armend Alaj reichten seinerzeit nicht zu Punkten.
Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart als Grundstein
Der ThSV Eisenach II wird wahrscheinlich mit der Formation des Sieges über den HC Burgenland auflaufen. Der in dieser Partie verletzungsbedingt fehlende junge Linkshänder Marec Stupka ist wieder dabei, wird die Rechtsaußenposition besetzen. Für die Aufgaben im Tor steht – wie zuletzt – Routinier Stanislaw Gorobtschuk bereit. Der Keeper soll im Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten für Stabilität in der Defensive sorgen. „Wir werden kämpferisch alles geben“, betont Qendrim Alaj, der sich auf seine Rolle als Angriffsregisseur auf dem Parkett konzentrieren kann. ThSV-Nachwuchskoordinator Mark Dragunski wird das Coaching auf der Bank übernehmen. Der Ex-Nationalspieler reist direkt von einem Kurzurlaub an der See in der Saale-Stadt an.
Als Schiedsrichter fungieren Tino Franke und Thomas Perll.
Th. Levknecht
Alle Fotos: sportfotoeisenach


