Kann Qendrim Alaj zumindest die Trainerrolle übernehmen?
Dickes Fragezeichen hinter erkranktem Spielertrainer/ ThSV Eisenach II gastiert am Samstag bei der HG Köthen
Noch, die Betonung liegt bei noch, liegen die Teams von Platz 10 bis Platz 16 in der Regionalliga Männer des Mitteldeutschen Handballverbandes eng beieinander. Der ThSV Eisenach II rangiert mit 6:20 Punkten auf Platz 15, punktgleich mit dem SV G-W Piesteritz/Wittenberg auf Rang 15 und dem HC Aschersleben auf dem 16., dem letzten Tabellenplatz. Sechs Pluszähler hat auch die HSG Freiberg auf Platz 13. Mit 7 Pluspunkten belegt der SV Oebisfelde Platz 12. Jeweils 10 Pluszähler haben auf den Plätzen 10 und 11 der HC Glauchau/Meerane und der HC Einheit Plauen. Gegen den HC Glauchau/Meerane kassierte der ThSV Eisenach II am vergangenen Wochenende eine 25:30-Heimniederlage. Zwei ganz wichtige Punkte gegen einen Mitkonkurrenten wurden abgegeben. „Wir standen uns selbst im Wege. Die vielen Fehlwürfe, unsere katastrophale Torwurfquote, waren der Knackpunkt“, blickt ThSV-Rückraumspieler Julius Brenner auf das verlorene Heimspiel. Am Samstag, 06.12.2025 geht es zum Tabellen-Siebenten, der HG Köthen. Anwurf ist um 19.00 Uhr in der 1974 eröffneten Heinz-Fricke-Sporthalle in Köthen (An der Rüstenbreite). In dieser startet bereits um 10.00 Uhr ein Handballtag mit Spielen verschiedenster Teams.
„Ich möchte eine Riesen-Leistungssteigerung zu letzter Woche, insbesondere im Torabschluss, sehen. Wir brauche eine gute Torwart-Leistung im Zusammenspiel mit der Abwehr, viel Ballsicherheit und Tempo nach vorn“, lauten die Vorgaben von Qendrim Alaj. „Ich bin mir sicher, wenn uns das gelingt, gepaart mit einer starken kämpferischen Leistung, können wir auch in Köthen punkten“, fügt der Spielertrainer hinzu. Seine Botschaft erreichte die Mannschaft aus dem Krankenbett. Ob er in Köthen zumindest die Trainerrolle übernehmen kann, dahinter steht ein großes Fragezeichen. Aber: Wenn nicht er, wer sonst? Die Zweite des ThSV Eisenach hat keinen Co-Trainer. Krankheitsbedingt werden wohl Marec Stupka und Felix Cech fehlen. Die 17-jährigen Louis Kryeziu und Tim Nothum stehen wieder im Kader, werden auch ihre ersten Einsatzzeiten im Männerbereich erhalten.
„Wir treffen auf eine erfahrene Viertliga-Mannschaft, die mit dem Heimvorteil die Favoritenrolle trägt. Aber wir alle wissen, wir brauchen Punkte. Um in Köthen zu punkten, muss nahezu alles“, erklärt Julius Brenner. Zuletzt bezog die HG Köthen eine 28:33-Heimniederlage gegen den USV Halle, hat sich eine Woche später garantiert Wiedergutmachung auf die Fahnen geschrieben. Bei der SG Pirna/Heidenau bejubelte die HG Köthen vor zwei Wochen einen 31:26-Auswärtssieg. Erfolgreichster Werfer ist Yasin Noah Jaidi mit 83 Treffern, Platz 6 in der Torjägerliste der Liga. „Wir wollen versuchen dranzubleiben, um in der Schlussphase die Chance auf Punkte zu haben“, hofft Linkshänder Armend Alaj, der auf Rechtsaußen und im rechten Rückraum zum Einsatz kommen könnte. „Hierfür brauchen wir natürlich eine richtig gute Mannschaftsleistung“, weiß der Nationalspieler des Kosovo. Nur zu gern würde der ThSV Eisenach II die am vergangenen Wochenende verlorenen Punkte in Köthen einsammeln.