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Kein Kaltstart für ThSV-B-Jugend bei der Bestenermittlung des Mitteldeutschen Handballverbandes

Wartburgstädter hoffen auf ein Ticket für die Jugendbundesliga

Ihr letztes Punktspiel in der Mitteldeutschen Oberliga der männlichen Jugend B bestritten die Talente des ThSV Eisenach am 18. Oktober 2020. Sie bezwangen den favorisierten HC Elbflorenz mit 30:27. Kurz darauf bremste die Corona-Pandemie den Wettspielbetrieb für alle Nachwuchsteams aus. Für die Trainingsgruppe der A- und B-Jugend des ThSV Eisenach um das Trainerduo Uwe Seidel/Jan Gesell gibt es seit über 4 Monaten kein Mannschaftstraining. Athletik-Trainer Alexsander Nöthe verschickt für das Home-Training abrechenbare Fitness-Pläne. „Der Großteil der Jungs zieht gut mit“, berichtet Alexander Nöthe. „Das ist ausgesprochen positiv, aber ersetzt klein Mannschaftstraining mit dem Ball“, ergänzt Jan Gesell. Einen Kaltstart, der zudem eine hohe Verletzungsgefahr heraufbeschworen hätte, wollte der ThSV Eisenach seinen Talenten nicht zumuten. „Wir haben keine Trainingsmöglichkeit. Wir haben uns schweren Herzens, auch als Vorsichtsmaßnahme, als Schutz der Gesundheit unserer jungen Spieler, gegen die Teilnahme an der B-Jugend-Bestenermittlung entschieden“, erklärt ThSV-Vorstandsmitglied Bernd Fichtner, selbst viele Jahre auf dem Handballparkett in den Bundesligen am Ball. Zu vermerken auch, bei den Kontrahenten fand ein mehr oder weniger geregelter Trainingsbetrieb statt. Ein erheblicher Wettbewerbsnachteil! Der Mitteldeutsche Handballverband beharrte auf die Finalspiele, an der nun der SC DHfK Leipzig, der SC Magdeburg, der SV Wacker 09 Westeregeln und die NSG EHV/Nickelhütte Aue teil. Die Finalrunde ist für kommendes Wochenende vorgesehen. Ein Austragungsort wird vom Mitteldeutschen Handballverband noch nicht vermeldet.

Indes hofft ThSV-Trainer Uwe Seidel auf eine faire Möglichkeit, um nächste Saison mit seiner Crew in der A-Jugend-Bundesliga spielen zu können. Termingerecht hat der ThSV Eisenach gemeldet. Der Modus und die Anzahl der gemeldeten Teams sind noch offen. Die Jugendbundesliga wurde für die nächste Saison von 40 auf 48 Mannschaften erweitert. Ex-Nationalspieler Uwe Seidel und seine Schützlinge hoffen, zu diesem Kreis zu gehören.

Th. Levknecht

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