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Kickboxer der Kampfsportschule Berk erfolgreich bei Deutscher Meisterschaft

Bildquelle: © Willy Seelisch / Kampfsportschule Berk
Jason Bätzel (rot), Disziplin Leichtkontakt.

Mit der Deutschen Meisterschaft 2021 „Tatami Elite, U 19 und Masters“ am 11. und 12.09.2021 in Lünen war  für viele Kickboxer ein Saisonhöhepunkt erreicht. 

Aus ganz Deutschland haben sich die Sportler aus 55 Vereinen qualifiziert. Unter ihnen auch vier Sportler der  Kampfsportschule Berk: Linda Neundörfer (17 Jahre, Vacha/Stadtlengsfeld), Rizki Arifani (17 Jahre, Eisenach/Wildeck), Rama Arifani (20 Jahre, Eisenach/Wildeck) und Jason Bätzel (18, Eisenach).

Linda Neundörfer startete als erste des Teams  in der Klasse -60kg U19 im Pointfighting. Der Kampf gegen Ihre Gegnerin Rana Aouragh vom BDT Darmstadt begann zunächst auf beiden Seiten verhalten und ausgeglichen. Im weiteren Verlauf setzte Linda mit gezielten Angriffen  sichere Punkte und konnte zu Beginn der 2. Runde den Kampf mit technischem KO (14:4) gewinnen.
Im anschließenden Kampf gegen Teresa Lavecchia (Martial Arts Team Pfalz) konnte Linda ihren Rhythmus anfangs aufrechterhalten. Mit präzisen Techniken und guter Bewegung lag  Linda erst in Führung. Doch das Blatt wendete sich  als ihre Kontrahentin aktiver wurde und  es  dann immer wieder schaffte  zu kontern. Am Ende stand es 18:11 gegen Linda und damit ein guter 3. Platz.
Ihren 3. Kampf des Turnieres bestritt Linda in der Kategorie Leichtkontakt U19 -60kg.
Linda startete mit Tempo, kraftvollen Aktionen und „Stoppkicks“, mit denen sie ihre Gegnerin „auflaufen“ ließ. Anastasia Anastasiadis der Kampfsportschule TanGun fand dann immer mehr Möglichkeiten für punktestarke Treffer zum Kopf und konnte das Duell  um das Halbfinale für sich entscheiden. Linda erkämpfte sich somit ihre 2. Bronzemedaille.

Bildquelle: © Willy Seelisch / Kampfsportschule Berk
Gruppenfoto von links nach rechts: Jason Bätzel, Linda Neundörfer, Rizki Arifani, Maike Peth (geb. Fischer, Kampfrichterin, ehemals Eisenach/Falken), Coach Michael Steinicke, Rama Arifani, Sensei Michael Berk

Rizki Arifani begann seine Deutsche  Meisterschaft zunächst  in der Kategorie  Pointfighting Junioren -69kg gegen Nazar Boichuck (TanGun). Die beiden schenkten sich nichts. Sie kämpften auf Augenhöhe und  der Punktestand war stets ausgeglichen. Am Ende stand es 15:14 für den 17- jährigen Eisenacher.
Nick-Anthony Dokuchayev  vom Falkon Fighter Team Schwalm Eder war der nächste Kontrahent. Rizki dominierte die erste Runde klar mit 6:0 Punkten. Nick stellte sich dann in der 2. Runde besser auf Rizki ein, veränderte seine Taktik und konnte den Kampf doch noch für sich entscheiden (7:17).  Rizki erzielte den  3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft.
Im Leichtkontakt  bekam er Nazar Boichuk (Kampfsportschule TanGun) als Gegner. Trotz Rizkis guter Verfassung im Training verhielt  er sich recht  passiv. Sein Gegner konnte mehr Aktionen gezielt anbringen. Erst gegen Ende der 2. Runde kam der Eisenacher besser ins Kampfgeschehen hinein.  Am Ende reichte es nicht für einen Sieg (1:2 verloren).

Bildquelle: © Willy Seelisch / Kampfsportschule Berk
Jason Bätzel (rot), Disziplin Pointfighting.

Jason Bätzel trat in der Kategorie Pointfighting U19 -63kg an. Sein Gegner war der Geiseltaler Mika Bierstedt (Martial Arts Team Geiseltal). Jason hatte von Anfang an die Oberhand und konnte seinen Vorsprung bis zum technischen KO (10 Punkte Unterschied)  ausbauen. Der 1.Sieg mit einem Endergebnis von  11:1. Mit diesem motivierendem Erstkampf konnte  Jason im nächsten Duell gegen Finn Schwieder (Kickboxschule Wutoeschingen) mit positiver  Einstellung starten.  Er holte zu Beginn einen kleinen Punktevorsprung heraus, der ihm half,  auch den 2. Kampf für sich zu entscheiden. Beide  kämpften auf Augenhöhe und Finn setzte immer wieder nach. Doch am Ende stand es 9:7 für den Eisenacher. Nun stand das Finale an. Julius Pawlak (Top Ten Budo Akademie) sollte sein Gegner sein. Das Finale war spannungsgeladen. Keiner schenkte dem anderen etwas. Julius punktete, Jason zog nach, ein Kampf auf Augenhöhe über 3 Runden (mit Verlängerung) bis zum alles entscheidenden Moment – Sudden Death: Wer zuerst trifft, hat gewonnen. Ein schwieriger Moment, nicht nur für die 2 Sportler, sondern auch für die Kampfrichter, die mit messerscharfem Augenmaß erkennen müssen, wer den ersten Treffer setzt. Beide Kämpfer entschieden sich zum Angriff. Alles oder nichts.  Am Ende ging der Punkt an Julius und Jason wurde  Deutscher Vizemeister.

Auch Jason trat wie die anderen beiden in seiner 2. Disziplin, dem Leichtkontakt an. In der Klasse U19-63 kg traf er als erstes auf Marco Stracker (Fighting Sports Team Becker). Jason entschied den Kampf von Anfang an klar für sich (3:0). Mit gezielten Einzelaktionen und sicheren Serienangriffen im Wechsel konnte er seinen Gegner souverän  kontrollieren.  Im folgenden Finalkampf  gegen Alexander Fahron (Hara Köln) konnte Jason sein sicheres Auftreten im Kampfverlauf bestätigen. Der Kampf war relativ ausgeglichen. In der 2 Runde übernahm Jason dann spürbar die Führung, die er in der 3. Runde weiter ausbauen konnte. Die Taktik ging auf. Mit einem  Endstand von 3:0 für den Eisenacher feierte er seinen  verdienten Sieg. Jason ist Deutscher Meister!

Bildquelle: © Willy Seelisch / Kampfsportschule Berk
Rama Arifani (rot), Disziplin Leichtkontakt.

Rama Arifani startete gut vorbereitet und mit top Trainingsleistung in der Klasse der Herren -69kg an. Der Eisenacher tat sich insgesamt schwerer mit seinem Turniereinstieg bei den Herren – auch, da er pandemiebedingt in dieser Altersklasse „Premiere“ hatte.  Im Leichtkontakt Kickboxen gegen Marvin Fritsch (Sportverein Köln Nippes 08) fehlten ihm Distanzgefühl und präzise Wirkungstreffer um wirklich gegenhalten zu können. Der Endstand lautete somit  3:0 gegen ihn und bedeutete ein frühes Ausscheiden.
Dies sollte sich leider auch im Pointfighting der Herren -69kg  bestätigen.  Dazu kam noch, dass er als ersten Gegner einen der stärksten dieser Klasse gegenüberstand. Im Kampf gegen Timmy Sarantoudis (Sarantoudis Sports Martial Arts Center) setzte Rama vereinzelt gute Angriffe und bewegte sich agil, doch der international äußerst erfahrene und erfolgreiche Sarantoudis wusste zu jedem etwas entgegenzusetzten. Der Endstand von 1:11 sollte auch in dieser Klasse das Ausscheiden bedeuten.

Bildquelle: © Willy Seelisch / Kampfsportschule Berk
Rama Arifani (rot) gegen Timmy Sarantoudis, Disziplin Pointfighting.

Für die Wettkämpfer der Kampfsportschule Berk war es das erste Turnier seit dem Lockdown. Sie waren topmotiviert und freuten sich, ihr Können wieder mit anderen messen und beweisen zu können. Das nächste Turnier steht auch schon bald an. Am Wochenende vom 25.-26.09.2021 sind die Sportler in Belgien, um am „Flanders International Kickboxing Cup 2021“ teilzunehmen.

Willy Seelisch

 

 

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