Krankenstation hat sich geleert

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Doch beim Tabellen-Dritten HV Rot-Weiß Staßfurt steht der ThSV Eisenach II vor einer ganz schweren Aufgabe
Handball ist ein Ergebnissport. Das weiß Qendrim Alaj, der Spielertrainer des ThSV Eisenach II. Sein Team, der Aufsteiger aus der Oberliga Thüringen, belegt nach 11 absolvierten Spielen mit 5:17 Punkten den 14. Tabellenplatz in der Regionalliga des Mitteldeutschen Handballverbandes, in der 16 Mannschaften um Punkte und Tore kämpfen. Punktgleich mit dem ThSV Eisenach II auf dem 13. Platz die HSG Freiberg, punktgleich auf dem 15. Platz der SV Oebisfelde. Mit einem Pluszähler mehr, auf Platz 12 der SV Grün-Weiß Wittenberg Piesteritz. Die Teams auf Platz 11 und 10 haben 8 Punkte auf der Habenseite. Der ThSV Eisenach II befindet sich also in Reichweite der Konkurrenz, doch Punkte müssen endlich her. Leistungsmäßig ist der ThSV Eisenach II zumeist auf Augenhöhe. Der eine oder andere Punkt mehr war durchaus möglich. Auch beim letzten Heimspiel gegen den USV Halle war zumindest ein Punkt greifbar, doch am Ende hieß es 33:35. „Wir kassierten zu viele einfache Tore über den Innenblock. Das muss sich bessern“, konstatierte ThSV-Rückraumspieler Julius Brenner.
Am Wochenende steht eine schwere Auswärtsaufgabe an. Der ThSV Eisenach II gastiert am Samstag, 22.11.2025 um 18.30 Uhr beim mit 16:6 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz rangierenden HV Rot-Weiß Staßfurt. (Salzland-Sporthalle, Gänsefurther Straße 24). Die vergangene Saison schloss das Team aus der 23.000 Einwohner zählenden Stadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt auf Platz 11 ab. In der neuen Saison ist der HV Rot-Weiß Staßfurt ausgesprochen erfolgreich. Im Schnitt kommen 350 Zuschauer in die heimische Halle. Malvin Haeske, die Vorsaison mit 148 Treffern auf Platz der Torjägertabelle, zeigt sich auch in der aktuellen Spielzeit sehr torhungrig, wird mit 77 Treffern auf Platz 4 des Torjäger-Rankings geführt.
„Der HV Rot-Weiß Staßfurt hat eine super eingespielte Mannschaft, hat auch gegen die Top-Teams der Liga gepunktet, das unterstreicht die Schwere unsere Aufgabe“, blickt Qendrim Alaj auf den Samstag. Frohe Kunde, die zuletzt gefüllte Krankenstation hat sich geleert. Wenn auch noch nicht vollends fit, alle sind dabei, zumindest für Kurzeinsätze. Linksaußen Leif Katzwinkel und Rückraumspieler Felix Cech stehen wieder im Kader. Inwieweit Duje Miljak mitwirken kann, wird sich erst am Samstag zeigen. Der Routinier laboriert noch einer Oberschenkelzerrung, konnte am Donnerstag nur reduziert trainieren. Mit seiner körperlichen Präsenz, aber auch durch seine Kommunikation mit den Nebenleuten, könnte er für mehr Stabilität in der Abwehr sorgen. „Wir brauchen Konstanz über die gesamten 60 Minuten. Wir werden uns in Staßfurt nicht verstecken. Um was mitzunehmen, braucht es freilich eine Top-Leistung von jedem. Wir wollen die Partie so lange wie möglich offenhalten, vielleicht gelingt uns dann in der Crunchtime eine Überraschung“, blickt Qendrim Alaj auf den Samstagabend. „Ein Blick auf die Tabelle belegt es, wir sind Außenseiter. Wichtig wird sein, ob das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter klappt“, erklärt Julius Brenner. Die Aufgaben auf Rückraum Mitte werden sich der junge Jannes Rehm und Kapitän Julian Rothhämel teilen. In „Reserve“ als Organisator des Angriffsspiels, Spielertrainer Qendrim Alaj, zugleich der Mann für die Siebenmeter. Die Außenpositionen sind mit Leif Katzwinkel und Ardit Ukaj (links) sowie Marec Stupka und Armend Alaj (rechts) besetzt.
Th. Levknecht

