Matchplan konsequent eingehalten

Bildquelle: sportfotoseisenach – Stephan Seitz zündete zu Eisenachs Schluss-Offensive

ThSV Eisenach meistert mit einem 34:26 (15:14) -Erfolg beim TSV Bayer Dormagen erste Hürde im DHB-Pokal/ 9:1-Tore-Lauf in der Schlussphase bringt die Entscheidung  

„Es wurde das erwartet knappe Spiel.  Keiner konnte erwarten, dass wir beim hochmotivierten TSV Bayer Dormagen so einfach durchmarschieren. Wir sind auch bei Rückständen nicht nervös geworden, haben unseren Stiefel runtergespielt“, erklärte Felix Aellen, der Regisseur des ThSV Eisenach. „Der Zweitligist hat es lange Zeit gut gemacht. Unsere Abwehr stand eigentlich gut, doch wir kassierten das eine oder andere dumme Tor, ließen selbst etliche freie Bälle aus. Entscheidend, wir haben unseren Matchplan über 60 Minuten beibehalten und in der Crunchtime voll durchgezogen. Stephan Seitz gewann nahezu jedes 1 gegen 1-Duell, Mats Gruppe parierte einige Bälle, dann kommt ein solch klares Ergebnis zustande“, konstatierte Peter Walz, der Kapitän des ThSV Eisenach. In der 48. Minute hieß es noch 25:25. Das junge Bayer-Team hatte sich ausgetobt. Die Wartburgstädter läuteten mit Konsequenz die Schlussphase ein, sorgten mit einem 9:1-Tore-Lauf für ein noch überaus klares Endresultat. Stephan Seitz und Mats Gruppe hießen die Protagonisten des fulminanten Schluss-Spurtes. Ein besonderes Schmankerl, der Kempa-Treffer zum 26:32. David More passte von Linksaußen das Leder zum von Rechtsaußen in den Kreis fliegenden Gian Attenhofer, der einnetzte.

sportfotoseisenach – Felix Aellen trifft per Gegenstoß

Der ThSV Eisenach zog mit einem 34:26 (15:14) – Erfolg beim TSV Bayer Dormagen in die zweite DHB-Pokal-Runde ein. Erfolgreichste Werfer für die Thüringer waren Felix Aellen mit 10 sowie Stephan Seitz und Peter Walz mit je 6 Treffer. Für den TSV Bayer Dormagen wurden Krischa Leis und Moritz Köster mit je 4 Torerfolgen notiert. 

„Wir agierten offensiv auf hohem Niveau, ein bis zwei Phasen gestalteten wir nicht optimal, unterliefen uns Ballverluste. Im zweiten Abschnitt war es lange Zeit sehr eng. Wir kassierten die eine oder andere Zeitstrafe zu viel. Mit Unterstützung unseres Keepers Mats Gruppe haben wir dann die entscheidende Distanz geschaffen“, rekapitulierte ThSV-Coach Sebastian Hinze. Er blickte schon in Richtung Punktspielstart. „Wir haben das Potential, auch in Flensburg was zu holen.“ Der ThSV Eisenach gastiert am Freitag, 28.08.2026 bei der SG Flensburg-Handewitt.

sportfotoseisenach – Gian Attenhofer vollendet den Kempa zum 32:26 für den ThSV Eisenach

„Das Endergebnis fällt letztendlich zu hoch aus. Wir haben gesehen, wir können lange Zeit ein hohes Tempo mitgehen, agierten auf Augenhöhe. Wir haben auch gesehen, die Passqualität ist bei einem Erstligisten eine andere. Wir nahmen bei einem Rückstand von 2 Toren eine Auszeit, uns unterliefen dann einige Fehler, kassierten Zeitstrafen und gerieten deutlich in Rückstand“, bilanzierte Julian Bauer, der Coach des TSV Bayer Dormagen. „Einem DHB-Pokalspiel würdig, investierten beide Teams ganz viel Energie. Die Gastgeber haben lange Zeit gut mitgehalten. Kein Spaziergang für uns! Wichtig, dass unser Keeper Mats Gruppe nach seiner Einwechslung 8 Bälle parierte“, vermerkte Maik Nowak, der Sportliche Leiter des ThSV Eisenach. Mit im Eisenacher Aufgebot auch Neuzugang Elias Scholtes, der eine Verletzung aus der Vorsaison auskurierte, seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining steht und zu einem Kurzeinsatz in Dormagen kam. „Es läuft alles nach Plan. Ich hoffe, bald länger auf der Platte zu stehen“, beschreibt der rechte Rückraumspieler seine Situation. 

sportfotoseisenach – Die mitgereisten ThSV-Fans unterstützen ihr Team lautstark

Ex-ThSV-Keeper Dominik Plaue unter den Zuschauern 

Unter den 1.270 Zuschauern auch Ex-ThSV-Torhüter Dominik Plaue. Dieser beendete mit der Saison 2025/2026 seine leistungssportliche Karriere beim TuSEM Essen, engagiert sich noch als Torwarttrainer, ist beruflich ins Immobiliengeschäft eingestiegen, erwartet demnächst mit seiner Partnerin das zweite Kind. Er schaute bei seinen einstigen Mannschaftskameraden vorbei und freute sich über deren Überspringen der ersten Pokalhürde. 

Zum Spielverlauf 

Die Eisenacher waren gleich auf Betriebstemperatur, lagen mit 3:1 (5.), 7:4 (12.), 10:7 (18.) und 11:8 (20.) vorn. Dominik Solak und Oskar Joelsson wechselten sich im linken Rückraum ab. Justin Kurch und Tillman Leu bildeten zunächst den Deckungs-Innenblock. Die Gastgeber stellten ihre Abwehr auf eine 5:1-Formation, mit Moritz Köste auf vorgezogener Position, um. Oskar Joelsson scheiterte am guten Christian Ole Simonsen, Moritz Ende traf nur das Holz, Justin Kurch kassierte eine Zeitstrafe, Felix Aellen scheiterte von der Siebenmeterlinie. Aus einer 11:8-Führung wurde ein 11:12-Rückstand, weckte zugleich die Halle. Die Eisenacher antworteten. Einen Ballgewinn von Dominik Solak verwertete Stephan Seitz zum 12:12 (26.). Tillman Leu sicherte das Leder im Bodenkampf. Peter Walz nutzte ein Solak-Zuspiel zum 13:12 für den ThSV Eisenach. Bayer-Kapitän Peter Strosack setzte einen Strafwurf neben das ThSV-Gehäuse. In der letzten Minute der ersten Halbzeit fielen gleich 4 Treffer. Mit einem 15:14 für die Wartburgstädter ging es zu den Pausengetränken. 

sportfotoseisenach – Domink Solak, Eisenachs Rückraum-Recke, zufrieden mit dem Spielausgang
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Tillman Leu und Dominik Solak bildeten nach Wiederanpfiff der sicher amtierenden Referees Steven Heine und Sascha Standke Eisenachs Deckungs-Innenblock. Felix Aellen powerte zu Eisenachs 18:16-Führung (35.). In ruhiges Fahrwasser kamen der Erstbundesligist noch nicht. Im Gegenteil, das Bayer-Team netzte zur eigenen 20:19 (38.) und 21:20 (39.) -Führung ein. Die Schiedsrichter verhängten Strafwürfe auf beiden Seiten. Der junge Mats Grupe, bereits in der 25. Minute ins ThSV-Gehäuse eingewechselt, wurde nun ein Faktor. Er kaufte dem frei vor ihm auftauchenden Driek Manders das Leder ab. Beim Gastgeber ließen Kraft und Konzentration nach, der Tank schien nach dem 25:25 (48.) leer.  Eisenachs Tank war noch bestens gefüllt. Der ThSV-Motor lief hochtourig. Die Deckung riegelte im Verbund mit Keeper Mats Gruppe ab. Stephan Seitz war im Vorwärtsgang nicht mehr zu stoppen. Er behauptete sich zum 28:25 (50.). Nach Regelwidrigkeit am Linkshänder verwandelte Felix Aellen den fälligen Siebenmeter zum 29:25 (51.). Peter Walz eroberte das Leder einsatzstark, wurde vom mitgereisten Anhang mit Sprechchören gefeiert. Tillman Leu versenkte vom Kreis zum 31:26 (56.). Die Entscheidung war gefallen. Mats Gruppe ließ sich nicht mehr bezwingen. Peter Walz besorgte den Treffer zum 34:26-Sieg des ThSV Eisenach. 

sportfotoseisenach – David More versenkt von Linksaußen

Statistik: TSV Bayer Dormagen – ThSV Eisenach 26:34 (14:15)

TSV Bayer Dormagen: Deekens (3 Paraden), Simonsen (8 Paraden); Krist 2, Leun 2, Leis 4, Boehnert 2, Kriescher 2, Köster 4, Böckenholt 3/3, Strosack 3/1, Schmidt, Scholl 1, Manders, Sondermann 3, Hein.

ThSV Eisenach: Spikic (2 P.), Grupe (ab 25./8 Paraden); Joelsson 3, Scholtes, Capric, Attenhofer 2, Walz 6, Móré 3, Ende 1, Aellen 10/6, Solak 2, Antonijevic, Seitz 6, Kurch, Montebovi, Leu 1.

Siebenmeter: TSV Bayer Dormagen 4/5 – ThSV Eisenach 6/8

Zeitstrafen: TSV Bayer Dormagen 6 x 2 Min. – ThSV Eisenach 6 x 2 Min.

Schiedsrichter: Heine/ Standke

Zuschauer: 1.270 im Bayer Sportcenter Dormagen 

Alle Ergebnisse 1. DHB-Pokal-Runde 2026/2027 

HC Oppenweiler/Backnang HSC 2000 Coburg 28:31
TuSEM Essen SC DHfK Leipzig 36:33 nach zweifacher Verlängerung
ASV Hamm-Westfalen Dessau-Roßlauer HV 28:32
TuS Ferndorf TSV Hannover-Burgdorf 29:36
TV Emsdetten TuS N-Lübbecke 29:25
TuS Spenge GWD Minden 23:36
SG Pforzheim-Eutingen SG BBM Bietigheim 22:30 
TSB Heilbronn-Horkheim TVB Stuttgart 26:39
HSG Hanau HC Erlangen 26:37
TV Gelnhausen TV 05/07 Hüttenberg 25:27
TuS Vinnhorst 1. VfL Potsdam 32:33
TSV Bayer Dormagen ThSV Eisenach 26:34
HG Saarlouis FRISCH AUF! Göppingen 29:34
SV Salamander Kornwestheim Rhein-Neckar Löwen 29:33
TSV Altenholz VfL Lübeck-Schwartau 25:37
MTV Braunschweig Handball Sport Verein Hamburg 28:39
EHV Aue HC Elbflorenz 25:38
Eulen Ludwigshafen HSG Wetzlar 28:33
HSG Krefeld Niederrhein VfL Eintracht Hagen 29:35
Longericher SC HSG Nordhorn-Lingen 37:35
TV Großwallstadt HBW Balingen-Weilstetten 31:38

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