Nach dem Seitenwechsel gelöst aufgetrumpft

Bildquelle: sportfotoseisenach – David More dreht nach einem seiner 8 Treffer jubelnd ab
ThSV Eisenach feiert mit einem 31:25 (14:14) -Erfolg über die SG BBM Bietigheim den ersten Saisonsieg/ Regisseur Felix Aellen (12 Treffer), Linksaußen David More (8 Treffer) und Keeper Matija Spikic (15 Paraden) hießen die Protagonisten
Erleichterung beim ThSV Eisenach! Mit einem 31:25 (14:14) – Erfolg über die SG BBM Bietigheim wurde der erste Saisonsieg bejubelt. Nach 4 Spieltagen haben die Wartburgstädter 3:5 Punkte auf dem Konto.
Eine klare Steigerung nach dem Seitenwechsel führte zum 6-Tore-Sieg. Die Abwehr ließ im zweiten Abschnitt nur noch 11 Gegentore zu. Keeper Matija Spikic parierte insgesamt 15 Bälle, was einer Fangquote von 38 Prozent entspricht. Im Angriff glänzten der torgefährlich Regisseur Felix Aellen und Linksaußen David More. Der 22-jährige Felix Aellen markierte 12 Treffer aus 15 Versuchen, versenkte 7 der 8 seinem Team zugesprochenen Siebenmeter. Das Konzept, mit Spielzügen auf die Linksaußenposition, ging voll auf. Der 22-jährige David More, im Sommer von den Rhein-Neckar Löwen gekommen, versenkte von hier 8 Bälle. In der Angriffseffektivität war der ThSV Eisenach dem Aufsteiger klar überlegen. Er benötigte für seine 31 Treffer 43 Versuche. Wurfquote 72 Prozent. Derer bei den Gästen nur 51 Prozent. Der Aufsteiger vermochte Eisenachs Angriffswirbel oft nicht regelkonform zu stoppen. Gegen ihn wurden 7 Zeitstrafen und 8 Strafwürfe verhängt.

„Während der ersten 30 Minuten haben wir uns schwergetan. Die klare Heimniederlage gegen Balingen schwirrte noch in unseren Köpfen umher. Skepsis auf den Rängen war spürbar. Unsere Fans hatten in der Vorwoche gelitten. Im ersten Abschnitt konnten wir die Gegenstöße der Gäste nicht unterbinden. Nach dem Seitenwechsel trumpften wir souverän auf, riegelten in der Abwehr ab, holten uns die Halle zurück“, betonte Eisenachs Rechtsaußen-Spieler Moritz Ende (4 Würfe – 4 Treffer). Er traf 42 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 15:14. Die Eisenacher gaben fortan die Führung nicht mehr aus der Hand, zogen vom 19:18 (40.) auf 25:20 (46.) davon, wackelten auch beim 26:24 (52.) und 27:25 (56.) nicht, schlossen in den Schlussminuten vielmehr konsequent ab, bauten ihren Vorsprung bis zum deutlichen Endresultat aus.

Felix Aellen: Ich habe jede Minute genossen
„Im ersten Abschnitt kassierten wir viele Treffer nach Tempogegenstößen, über die erweiterte zweite Welle. Nach dem Seitenwechsel spielten wir vorn diszipliniert und effektiv, die Rückzugsorganisation war besser“, konstatierte ThSV-Coach Sebastian Hinze. Er verteilte ein Sonderlob an seinen Regisseur, „Felix Aelen hat sich im Vorfeld extrem mit dieser Partie beschäftigt. Er hat sich exakt an den Plan gehalten, seine Aufgaben überragend erfüllt. Mit verwandelten Siebenmetern hat er sich selbst Erfolgserlebnisse geschaffen“, so Sebastian Hinze, der Moritz Ende auf Rechtsaußen und David More auf Linksaußen durchspielen ließ. Mehr als 50 Minuten stand Felix Aellen auf dem Parkett. „Ich habe jede Minute genossen“, bekundete der Schweizer. „Wir haben nie einen Zweifel an unserem Matchplan gehabt. In der Halbzeitpause haben wir besprochen, was wir besser machen wollen. Dazu gehörte noch aktiver werden, noch mehr bewegen. Wir haben viele Nahwurfchancen kreiert, was uns zuletzt nicht so gelungen war“, ging Felix Aellen in die Analyse. „Das Zusammenspiel zwischen Deckung und Abwehr klappte in der zweiten Spielhälfte bestens“, fügte Felix Aellen hinzu. Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Eisenacher die Spielkontrolle. „Wir haben abreißen lassen, obwohl wir uns gute Torchancen erarbeiteten, scheiterten aber vielfach am Eisenacher Keeper. Dessen Leistung war eine große Unterstützung für sein Team“, erklärte Hartmut Mayerhoffer, der Coach der Schwaben. Der Eisenacher Schlussmann hatte Pech, dass zwei seiner abgewehrten Siebenmeter beim Bietigheimer Werfer landeten, der dann im Nachwurf einlochte. „Wir haben ganz viel Energie investiert und uns belohnt“, strahlte Matija Spikic.

Peter Walz: Im zweiten Abschnitt rührten wir in der Abwehr Beton an
„Hatten wir vor der Halbzeitpause noch Probleme mit dem Tempospiel der Gäste, nach Wiederbeginn rührten wir in der Abwehr Beton an“, argumentierte ThSV-Kapitän Peter Walz. „In der Schlussphase sind wir noch einmal bis auf zwei Tore ran, machen auf, versuchen alles, kassieren die Gegentore zur letztendlich wohl zu hohen Niederlage. Aus unseren Angriffsaktionen sprang im gesamten Spielverlauf zu wenig Zählbares heraus“, bilanzierte Hartmut Mayerhoffer. Sein Team vermochte alle 4 Strafwürfe nicht zu verwandeln. Zwei dann im Nachwurf. In den Reihen der Gäste vermochte der von den Rhein-Neckar Löwen gekommene Rückraumspieler Mathias Rode nicht so zu glänzen, wie in den vergangenen Spielen.

Statistik
ThSV Eisenach:
Spikic (15 Paraden), Grupe; Joelsson (1), Scholtes, Capric, Attenhofer, Wallz (2), More (8), Ende (4), Aellen (12/7), Solak (1), Antonijevic, Seitz (3), Kurch, Montebovi, Leu
Trainer: Sebastian Hinze
SG BBM Bietigheim:
Tomovski (7 Paraden), Kanters; Vlahovic (1), Wucherpfennig (3), Claus (2), Josef, Nicolaus (1), Wiederstein (1), Norrbrink (4), Orlov (2), Strosack (1), Pfeifer, M´Bengue (2), Fischer (3), Hermann (1), Larson (4)
Trainer: Hartmut Mayerhoffer
Siebenmeter:
ThSV Eisenach 7/8 – SG BBM Bietigheim 0/4
Zeitstrafen:
ThSV Eisenach 4 x 2 Min. – SG BBM Bietigheim 7 x 2 Min.
Schiedsrichter:
Rames Thiyagarajah/ Suresh Thiyagarajah
Zuschauer:
2.348
Spielfilm:
2:5 (10.), 8:9 (20.), 11:11 (26.). 12:14 (28,), 14:14 (30.), 17:15 (34.), 19:18 (40.), 25:20 (46.), 26:24 (52.), 27:25 (56.), 31:25 (60.)