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Nachgefragt bei Ante Tokic, Rechtsaußen des ThSV Eisenach

Der ThSV Eisenach empfängt am Samstag, 31.10.2020 um 19.30 Uhr zum thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich den TV Hüttenberg. Wahrscheinlich vorerst letztmalig vor Zuschauern.
Vor der Partie sprachen wir mit Eisenachs Linkshänder Ante Tokic

Haben Sie das Herzschlagfinale zum 30:29-Sieg über die HSG Konstanz gut verdaut?

Déjà-vu 2019. Damals traf ich in letzter Sekunde zum Sieg, jetzt war es Alexander Saul. Wir waren mutig und das Glück war auf unserer Seite. Der Sieg über die HSG Konstanz war nach unserer in einer klaren Niederlage mündenden Leistung in Lübeck sehr wichtig. Ich sehe uns auf einem guten Weg.

Sie fanden nach der Partie, trotz des Sieges, kritische Worte. Was missfiel Ihnen? Woran muss gearbeitet werden?

Wie ließen klare Torchancen aus, darunter zwei Siebenmeter. Wir produzierten Stürmerfouls, öffneten die Tür zu Gegenstößen, wirkten in einigen Phasen unkonzentriert. Lassen wir das weg, spielen besser, wird es für uns und auch unsere Zuschauer entspannter.

Wie müssen wir uns die Aufgabenverteilung auf Rechtsaußen vorstellen, zwischen Ante Tokic und Willy Weyhrauch?

Wir beide pflegen ein Super-Verhältnis. Unser Spiel wird von hohem Tempo getragen. Da werden wir beide gebraucht. Jeder mit seinen arteigenen Qualitäten. Willy Weyhrauch ist ein Super-Gegenstoßspieler. Überhaupt, die rechte Seite mit Alex Saul, Willy Weyhrauch und mir, den drei Linkshändern, funktioniert gut. Jeder bringt sich für den mannschaftlichen Erfolg ein.

Hin und wieder kommen Sie auch im rechten Rückraum zum Einsatz. Wie finden Sie sich Sie mit dieser Rolle zurecht?

Während meiner Karriere habe ich schon manchmal auch im rechten Rückraum gespielt. Zumeist als taktische Variante. Meine Position ist Rechtsaußen. Wenn es der Realisierung unserer Ziele dient, spiele ich auch im rechten Rückraum.

Der ThSV Eisenach weist eine ausgeglichene Punktebilanz auf. Liegt das im Rahmen der Erwartungen?

In Zeiten der Corona-Pandemie ist es schwer, sportliche Ziele zu definieren. Ich hoffe sehr, wir können die Saison zu Ende spielen. Ich bin der festen Überzeugung, wir können noch besser spielen, mehr punkten und in der Tabelle weiter nach oben klettern. Klappt das Zusammenspiel mi unseren Neuzugängen noch besser, sind wir zu besseren Leistungen fähig.

Beeinflussen wenige oder gar keine Zuschauer die Spiele?

Für uns ist es ungewohnt, ja seltsam, vor wenigen Zuschauern zu spielen. Eine volle Werner-Aßmann-Halle, ein tolles und beflügelndes Fluidum. Ich bin traurig, dass uns derzeit diese Unterstützung fehlt. Wir hoffen, wir sehnen bessere Zeiten herbei. Aber auch das sei gesagt, im Heimspiel gegen die HSG Konstanz haben uns die zugelassenen 700 Zuschauer sehr geholfen.

Sie sprechen inzwischen gut Deutsch, haben sich wohl auch in Eisenach gut eingelebt?  

Ja, ich habe an meinem Deutsch gearbeitet. Ich liebe kleine Städte. Meine inzwischen nach Eisenach gekommene Freundin und ich lieben die Atmosphäre einer kleinen Stadt wie Eisenach. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Ich habe schon viele Freunde gefunden, auch aus meinem Heimatland. Ich pflege vielfältige Kontakte. Auch mit den Teamkollegen unternehme ich viel.

Am Samstag kommt der TV Hüttenberg. Eine lösbare Aufgabe?

Die letzten Ergebnisse des TV Hüttenberg, eine hauchdünne Niederlage beim Ligaprimus Gummersbach, ein Remis gegen den bis dato verlustpunktfreien HC Elbflorenz sollten für uns alle Warnung genug sein. Unser Ziel ist klar, zwei Pluspunkte.

Th. Levknecht

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