Nahezu ein Spiegelbild der gesamten Saison

Bildquelle: Archiv Ch. Heilwagen – Ole Gastrock-Mey, letztmalig im ThSV-Trikot
Der bereits als Absteiger feststehende ThSV Eisenach II unterliegt im letzten MHV-Regionalliga-Punktspiel bei der SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz mit 32:36 (16:17)
Mit einer 32:36 (16:17) -Niederlage bei der SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz und als Tabellen-Letzter (16 :44 Punkte) verabschiedete sich der ThSV Eisenach II aus der Regionalliga Männer des Mitteldeutschen Handballverbandes. Mit ihm muss auch der HC Glauchau-Meerane die 4. Liga verlassen. Als einziges Team der Liga kassierte der ThSV Eisenach II mehr als 1000 Gegentore, mit den 36 vom letzten Spieltag exakt 1034 (im Schnitt 34,5 Tore). Sicherlich ein Grund, weshalb es nach nur einem Jahr zurück in die Oberliga Thüringen geht. Trotz 912 erzielter Tore (im Schnitt 30,4), und damit den sechsmeisten Treffern der Liga, war die Quote der technischen Fehler zu hoch, lud die Kontrahenten immer wieder zu Gegenstößen ein. Wie am Samstagabend in der Stadthalle Wittenberg. Die 60 Minuten waren ein Spiegelbild der gesamten Saison.

ThSV-Keeper Gorobtschuk: Wir haben den Sieg leichtfertig vergeben
Die Gastgeber, den Klassenerhalt bereits in der Tasche, wollten sich vor über 600 Zuschauern unbedingt mit einem vollen Erfolg verabschieden, wollten den Sieg einen Tick mehr wie das Team von der Wartburg. „Wir hatten den Sieg in der eigenen Hand, haben ihn letztlich leichtfertig weggeworfen“, befand ThSV-Schlussmann Stanislaw Gorobtschuk. „Uns unterliefen im Angriff und in der Abwehr erneut zu viele Fehler“, gestand ThSV-Rechtsaußen Marec Stupka. In der Statistik von Mannschaftsbetreuer Jan Gesell finden sich 19 Technik- und Regelfehler, nahezu gleichmäßig auf beide Spielhälften verteilt. Zur Halbzeitpause war allerdings noch nichts entschieden. Die Hausherren lagen knapp mit 17:16 vorn.
Dank eines guten Stanislaw Gorobtschuk im Tor, der im ersten Abschnitt 12 Bälle parierte, und effizientem Angriffsspiel führte der ThSV Eisenach II nach 20 Minuten 14:11 (Leif Katzwinkel hatte versenkt) und nach 24 Minuten 16:13 (Armend Alaj war erfolgreich). „Danach ging unser Team zu hohes Risiko, versuchte sich mit technischen Kabinettstückchen, die misslangen“, konstatierte Jan Gesell. Die Phase zwischen der 24. und 40. Minute ging mit 12:4 an die Hausherren. Die Eisenacher standen in der Abwehr nicht mehr kompakt. Den Gastgebern gelangen Durchbrüche über den Eisenacher Innenblock zur 25:20-Führung (40.). Philipp Gehlert netzte für die SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz immer wieder aus dem Rückraum ein, markierte insgesamt 9 Treffer.

Hausherren zum Umschaltspiel eingeladen
„Wir haben zu oft unvorbereitet und unbedacht abgeschlossen, mit einfachen Fehlern meinen Ex-Verein zum Konterspiel eingeladen“, konstatiert Eisenachs 20-jähriger Linksaußen Leif Katzwinkel, der 2022 von der SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz zum ThSV Eisenach kam. Beim 25:23 (43.), Marec Supka hatte von Rechtsaußen eingenetzt, keimte noch einmal Hoffnung in den Reihen des Eisenacher Teams und ihrer mitgereisten Fans. „Doch wir treffen dann nicht das Tor oder servieren den Gastgebern den Ball regelrecht in die Hände“, ärgerte sich Leif Katzwinkel. Von Rückzugsverhalten kaum noch eine Spur, Keeper Stanislaw Gorobtschuk bekam kaum noch Unterstützung. Beide Teams versuchten sich im 7 gegen 6. Beide Teams initiierten kaum Angriffsaktionen zur Kreismitte. Die grün-weiße Heimmannschaft schaukelte den gewünschten Heimsieg locker nach Hause (28:23/46.), behauptete nach Treffern von Ardit Ukaj und Ole Gastrock-Mey (28:25/47.) ihren 2- bis 3-Tore-Vorsprung. Eisenachs Armend Alaj stockte wenige Tage nach seinem 31. Geburtstag seine persönliche Ausbeute auf 9 Treffer auf. Youngster Tim Nothum (für den ThSV Eisenach II) und Pascal Hernig (GW Wittenberg) trafen in der Schlussminute zum 36:32-Endstand.

Statistik
SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz: Baum, Jähnke; Pavlicek (4/2), Kwoczalla (1/1), Schulz (2), Hernig (3/1), Liehr (1), Dubro (1), Elias (5), Giese (1), Beyer (1), Kolak (4), Gehlert (9), Krömke (2), Matysiak (2)
ThSV Eisenach II: Gorobtschuk, Büchner; Brenner (2), Rehm, Rothhämel (1), Ruppert (1), Miljak (1), Schlotzhauer, Gastrock-Mey (3), Ukaj (1), A. Alaj (9), Katzwinkel (5), Q. Alaj (4/3), Nothum (1), Elwert (1), Stupka (3)
Siebenmeter:
SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz 4/6 – ThSV Eisenach II 3/3
Zeitstrafen:
SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz 5 x 2 Min. – ThSV II 3 x 2 Min.
Schiedsrichter: Lippoldes/ PunteZuschauer: 624
