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Neuer Stern am Eisenacher Leichtathletikhorizont

Zwei Deutsche Meister-, ein Vizetitel und zahlreiche Topplatzierungen in der deutschen Bestenliste stehen auf dem diesjährigen Sportkonto der 19-jährigen Leichtathletin Bianca Dittrich. Nach vierjähriger Verletzungspause wagte sie im Januar 2012 ihr Comeback auf dem Tartanoval.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich das alles so schnell wieder lerne.“, gibt die Lehramtsstudentin zu. Im 5000m Bahngehen ist sie hinter der Olympiateilnehmerin Sabine Krantz Deutschlands zweitschnellste Frau und führt die weibliche Jugend U20 mit mehr als zwei Minuten Vorsprung an. Auch in der U23 war sie auf dieser Distanz 2012 unschlagbar.

Noch überraschender wohl waren ihre Erfolge im 2000m- und 3000m Hindernislauf, wo sie sich mit dem siebten Platz in der U20, dem siebten Platz in der U23, sowie dem 14. Platz in der Aktivenaltersklassen ohne spezielle Vorbereitung in der Läuferszene einen Namen machte.
„Die Kombination ist nicht ungewöhnlich. Gehen und Hindernis sind technisch anspruchsvolle Disziplin, die neben der Kraftausdauer auch noch jede Menge Konzentration abverlangen. Das ist genau mein Ding und ich will keine der beiden Disziplinen missen!“, so die Erfurterin, die seit dem 01.01.2012 für die LG Ohra Energie/Eisenach startet.

Doch für die Saison 2012/13 stehen ihr nicht nur auf der Tartanbahn Hindernisse im Weg. Die 19-Jährige musste sich aufgrund ihres Vollzeitstudiums an der Jenaer „Friedrich-Schiller-Universität“ von Trainer Peter Grüneberg trennen. „Ich bin von morgens um acht bis abends um acht täglich in Jena, fahre mit dem Zug nach Hause und habe sowohl mein Training, als auch meine Vorlesungen und Seminare schon hinter mir. Dieses Gefühl ist beruhigender, als dann noch zwischen dem Alltagsstress irgendwie und unbedingt ein Training in Erfurt zu absolvieren.“, so die angehende Fremdsprachenlehrerin.
Zu Heimtrainer Grüneberg hat sie weiterhin ein gutes Verhältnis. Desweiteren geht sie ohne jeglichen Kaderstatus in die nächste Saison und wird mit ihren Zielen, an der Universiade und eventuell der U23-Europameisterschaft teilzunehmen, nahezu allein gelassen.

„Für den Bundeskader hat es einfach an der Leistungskonstanz gemangelt. Ich bin schlecht in die Saison gestartet und war im Spätsommer nach allen Höhepunkten erst fit.
Außerdem waren die längeren Strecken in diesem Jahr nicht meine Stärke und eine 5000m-Zeit ist kein Aussagewert zur Bestimmung eines 20km-Kaders!“, gibt sie selbstkritisch zu. „Den Landeskader habe ich mir selbst verbockt. Ich denke nicht, dass es dafür an sportlicher Leistung gemangelt hat, sondern eher an der Kompetenz, Kritik einstecken zu können.
Diese habe ich nicht ausreichend genug besessen und stattdessen vorlaut und immer überzeugt verbal agiert, aber man sollte vielleicht nicht immer das sagen, was man denkt. Es gilt, die Fehler in 2013 nicht mehr zu machen!“ So bestreitet sie den Weg zur Erfüllung der Nahziele von 2013, sowie dem Fernziel „Olympia 2016“ mit dem Jenaer Trainer Udo Schaeffer, bleibt aber dem SV Einheit Eisenach treu.

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