Nur ein Sieg lässt den ThSV Eisenach II noch hoffen
Im Heimspiel am Samstag, 18.04.2026 um 19.30 Uhr gegen den HC Rot-Weiß Staßfurt kann nur ein Doppelpunktgewinn die leise Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben erhalten
Die Saison 2025/2026 in der Handball-Regionalliga Männer des Mitteldeutschen Handballverbandes neigt sich dem Ende, ist auf der Zielgeraden. Der NSV Concordia Delitzsch führt mit großem Abstand die Tabelle an, wird sein Aufstiegsrecht in die 3. Liga wahrnehmen. Offen ist die Abstiegsfrage. Noch stehen 4 Spieltage an. Leise Hoffnung hat der auf dem letzten Tabellenplatz rangierende ThSV Eisenach II. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt 4 Zähler. „Um eine realistische Chance zu haben, müssen wir drei dieser vier Spiele gewinnen“, weiß Qendrim Alaj, der Spielertrainer des ThSV Eisenach II. Sein Team hat 14 Zähler, der HC Glauchau/Meerane auf dem vorletzten Platz 16 Punkte, davor rangieren mit je 18 Punkten gleich 4 Mannschaften (SV Oebisfelde, HC Aschersleben, HSG Freiberg, SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz). Der SC DHfK Leipzig II wird als abgeschlagenes Schlusslicht die 3. Liga Staffel Nord-Ost verlassen müssen. Wird er nächste Saison in der 4. Liga (MHV-Regionalliga) oder 5. Liga (Oberliga Sachsen) an den Start gehen? Das hat Einfluss auf die Zahl der Absteiger aus der MHV-Regionalliga. Aus den Oberligen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird wohl je ein Team aufsteigen. Erst Anfang Juni dürfte die Zusammensetzung der MHV-Regionalliga Männer der nächsten Saison feststehen.
Zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele
Auf dem Spielplan des ThSV Eisenach II stehen noch zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele. Durchaus möglich, dass am letzten Spieltag, im Auswärtsspiel beim direkten Mitkonkurrenten SV Grün-Weiß Piesteritz, die Entscheidung über den Abstieg fällt.
Den kleinen Spalt der Tür zum Klassenerhalt kann der ThSV Eisenach II nur mit einem Sieg im Heimspiel am Samstag, 18.04.2026 ab 19.30 Uhr gegen den HC Rot-Weiß Staßfurt offenhalten. Das Team aus Sachsen-Anhalt liegt mit 28:24 Punkten im Tabellen-Mittelfeld, trennte sich am vergangenen Wochenende vom Tabellen-Dritten SV Anhalt Bernburg 26:26, verbuchte Siege über Einheit Plauen (36:35) und bei der HSG Freiberg (30:27). Rechtsaußen Malvin Haeske ist mit 159 Treffern erfolgreichster Werfer. Im Hinspiel in Staßfurt erzielte der ThSV Eisenach II mit einem 30:30 einen unerwarteten und zugleich hoffnungsvollen Punktgewinn. Ole Gastrock-Mey hatte seinerzeit praktisch mit der Schluss-Sirene eine Freiwurfablage zum umjubelten Ausgleichstreffer versenkt. Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende kann der ThSV Eisenach II auf eine gut besetzte Wechselbank bauen. Die A-Jugendlichen Tim Nothum und Louis Kryeziu sind wieder dabei. Eventuell läuft auch der zuletzt lange fehlende Kapitän Julian Rothhämel auf. Der am Donnerstag seinen 38. Geburtstag feiernde Stanislaw Gorobtschuk und Aron Büchner werden das Torwartduo bilden. Jannis Rehm musste zwar angeschlagen eine Trainingspause einlegen, dürfte aber am Samstag dabei sein. Die Formkurve des jungen Rückraumspielers zeigt deutlich nach oben. Für die Außenpositionen stehen Leif Katzwinkel und Marec Stupka bereit. Verletzt fehlen Maarten Elwert und Felix Cech. Das Coaching auf der Bank wird erneut Mark Dragunski übernehmen, sodass sich Qendrim Alaj auf seine Rolle als Angriffsregisseur auf dem Parkett konzentrieren kann. „Wir müssen uns auf eine robuste Abwehr, einen torgefährlichen Rückraum und einen torhungrigen Rechtsaußen einstellen“, blickt Qendrim Alaj auf den Samstagabend. „Ich erwarte eine absolute Kampfbereitschaft meines Teams. Wir wollen an die Siege gegen den HC Burgenland, Freiberg und Bad Blankenburg anknüpfen. Wir brauchen die Unterstützung von den Rängen“, appelliert der Spielertrainer an die ThSV-Fans, zu bester Eisenacher Handballzeit in die Werner-Aßmann-Halle zu kommen.
Sechs verschiedene Keeper kamen zum Einsatz
Im Saisonverlauf wurden mögliche Punktgewinne leichtfertig ausgelassen. Völlig unnötig auch die 36:41-Niederlage am vergangenen Spieltag beim USV Halle. Diese Partie war ein Spiegelbild der Saison. Der ThSV Eisenach II markierte bisher 777 Treffer (im Schnitt fast 30), was die fünftbeste Trefferausbeute in der Liga ist. „Der Angriff ist nicht unser Problem“, so Qendrim Alaj. Mit 888 (im Schnitt über 34) kassierten die Wartburgstädter allerdings die meisten Gegentreffer aller 16 Teams. Diese resultierten freilich auch durch Tempogegenstoßtore nach Fehlern im Angriff. Die hohe Zahl der Gegentore habe auch mit fehlender Konstanz im Tor, mit fehlender Abstimmung zwischen Deckung und Torwart, zu tun, erklärte Qendrim Alaj. In den bisher absolvierten 26 Punktspielen kamen 6 Torhüter zum Einsatz. Aron Büchner war bei allen 26 dabei, Bastian Freitag und Youngster Lukas Mingram bei 8, Stanislaw Gorobtschuk bei 7, Christian Trabert bei 4 und Andreas Fehr bei einem Spiel. Am Zusammenspiel zwischen Deckung und Torhüter könne im Training nur schwer gearbeitet werden, da vielfach Aron Büchner nur als Keeper dabei sei.
