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Pokalaus für FSV Eintracht Eisenach

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten sich die Handballerinnen des FSV Eintracht Eisenach aus dem Thüringer Vereinspokal.
Lachend, weil mit dem Viertelfinale sportlich eine kleine Sensation geschaffen wurde, immerhin waren die Eintracht-Ladies das letzte noch im Wettbewerb befindliche Verbandsliga-Team. Außerdem gelang mit dem 20:25 (10:13) gegen Landesligist Motor Gispersleben der erhoffte ehrenvolle Abschied aus dem Pokal.
Weinend, weil an diesem Tag der Gegner nicht unbezwingbar erschien, und sich bis zum 10:11 in der 27. Minute tüchtig schwer tat.
Das in Bestbesetzung angetretene Eintracht-Team lief jedoch ohne Bestform auf. Vor allem in der Vorwärtsbewegung wurden, zum Teil haarsträubende, Abspielfehler begangen, die es den Gästen ermöglichte, durch Konterspiel zu einfachen Toren zu kommen. So rannte das Team um Kapitän Katrin Börsch, sie erhielt in der 29. Minute zu allem Überfluss eine rote Karte, ständig einem Rückstand hinter her.
Während in Halbzeit eins die Kräfte reichten, um aus 1:3 den Gleichstand herzustellen, oder aus dem 3:8 ein 6:8 zu machen, so verließen in der 2. Halbzeit das Team sichtlich die Kraft und damit die Konzentration. Trotzdem konnte der Rückstand immer in Grenzen gehalten werden (Spielstände: 11:16; 15:20: 18:23). Von der Einstellung ist der jungen und, im Vergleich zum Gegner, unerfahrenen Mannschaft ein Kompliment zu zollen: kämpferisch stimmte es, jede Spielerin gab alles, wenn auch nicht auf dem hohen Niveau, das im Achtelfinale gegen den THC vorherrschte. Natürlich war anschließend Enttäuschung hier und da zu erleben, denn die Gäste spielten keineswegs eine Klasse besser, sie machten nur 5 Fehler weniger als die Eisenacherinnen.
Trainer Schrader merkte nur kurz an: »hätten wir es ins Halbfinale geschafft, was heute durchaus möglich war, hätte uns der THC II aus der Regionalliga gedroht. Auf diese Lehrstunde kann meine junge Truppe gern verzichten.»
Eine sehr gute Leistung zeigten die angesetzten Bundesliga-Schiris Beyer/Düwel. Nur die erwähnte rote Karte war etwas zu hart und schmälerte die Chancen der Gastgeberinnen. Aber damit mussten sie leben.

Eintracht: Wagner 4/2, Schug – Rödszus, Obenauf, Frankenberger, Hofmeister, K. Piehler 2, Schrader, Börsch 3, Blume 8, Willner, Klinger 3.
Zeitstrafen: FSV 1 x 2 Minuten (rote Karte gegen K. Börsch); TSV 2 x 2 Min.
Siebenmeter: FSV 3/2; TSV 2/2
Zuschauer: 70

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