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Rückraum-Rochade voll aufgegangen

Bildquelle: © Th. Levknecht / ThSV Eisenach
Die ThSV-B-Jugend jubelte nach dem 24:22-Sieg im Thüringenderby beim HSV Apolda – v.l. Tizian Reum, Linus Trapp, Johann Malta, Tom Steiner, Joel Stegner, Philipp Bourtal, Yannick Seidel, Migual Lapacz, Felix Cech, Karl-Marius Schnell, Paul Jegminat, Aron Büchner, Max Schlotzhauer, Luis Kleinschmidt, Ole Gastrock-Mey und Trainer Uwe Seidel

ThSV-B-Jugend jubelt über 24:22 (14:10) -Sieg beim HSV Apolda • Ole Gastrock-Mey versenkt 10 Bälle aus dem Feld

Die Personal-Rochade im Rückraum war voll aufgegangen.

Anders als in den vorherigen Begegnungen spielte Ole Gastrock-Mey – statt im rechten – im linken Rückraum, Tizian Reum – statt im linken – im rechten Rückraum. Das ging voll auf. Ole Gastrock-Mey entwickelte eine enorme Torgefahr mit sehr guter Wurfquote, konstatierte Uwe Seidel, der Coach der männlichen Jugend B des ThSV Eisenach erfreut.

Ole Gastrock-Mey war nicht zu stoppen, versenkte mit scharfen und platzierten Würfen 10 Bälle, hatte gehörigen Anteil am 24:22 (14:10)-Sieg der 14/15-jährigen Talente des ThSV Eisenach in der Mitteldeutschen Oberliga beim HSV Apolda. Der Rückraum mit Tizian Reum, Karl-Marius Schnell und Ole Gastrock-Mey war das Glanzstück der Eisenacher Offensive.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Ole Gastrock-Mey hämmerte gleich 10 Bälle ins Netz des HSV Apolda

Torhüterduell ging klar an Linus Trapp und Louis Kleinschmidt
Aber auch alle anderen ThSV-Talente demonstrierten den festen Willen, auch das Rückspiel gegen den HSV Apolda siegreich zu gestalten. Die Abwehr hatte die Leistungsträger der Hausherren (Tim Strzala, Arwid Rauch) über weite Strecken gut im Griff. Lediglich Friedrich Schmitt hatte mit seinen Würfen über den ThSV-Block Erfolg. Mit Linus Trapp (1. Halbzeit, 8 Paraden) und Luis Kleinschmidt (2. Halbzeit, 7 Paraden) besaß der ThSV Eisenach ein klares Plus auf der Torhüterposition. Den Gastgebern, „heiß wir Frittenöl“ auf dieses Thüringenderby, von einheimischen Trommlern und dem Hallensprecher angefeuert, begegneten die Eisenacher mit Sachlichkeit und Explosivität gleichermaßen. Mit einem 14:10 für den ThSV Eisenach (7 Treffer von Ole Gastrock-Mey, 4 von Tizian Reum) wurden die Seiten gewechselt. Der eingewechselte Linkshänder Miguel Lapacz traf trotz Foulspiels zu Eisenachs 20:13-Führung (33.).

Personaldecke noch zu dünn

Eigentlich ein beruhigender Vorsprung, um auch die jüngeren Spieler zu bringen, argumentierte Uwe Seidel.

In den restlichen 17 Minuten gelangen seinen Schützlingen nur noch 4 Treffer.

Wir deckten teilweise halbherzig, verloren durch die offensive Abwehr der Gastgeber etwas unser Konzept, konstatierte der ThSV-Coach. Wir haben den HSV Apolda emotional geradezu aufgebaut, mussten zugleich wieder einmal zur Kenntnis nehmen, dass wir personell zu dünn aufgestellt sind. Die Stamm-Reihe muss die Hauptlast tragen, wobei jeder stets seine volle Leistung abrufen muss, fügte der Ex-Nationalspieler hinzu.

Beim 20:22 (45.) witterte der HSV Apolda Morgenluft. Philipp Bourtal verwandelte per Strafwurf zum 20:23 (46.), Keeper Louis Kleinschmidt wehrte in großen Stil binnen weniger Sekunden doppelt ab. Tizian Reum übernahm die Spielführung, der Eisenacher Sieg geriet nicht in Gefahr. Max Schlotzhauer tankte sich mit purer Willenskraft zum 21:24 durch (49.). Kurz darauf tanzten die ThSV-Talente ausgelassen auf dem Parkett der schmucken Sporthalle „Am Sportpark“. Im Vorjahr hatte die ThSV-B-Jugend noch hier verloren.

Tempogegenstöße nach Ballgewinnen in der Abwehr
Der ThSV Eisenach, der auf den verletzten Paul Jegimnat verzichten musste, übernahm nach einer kurzen Abtastphase in der Stammformation mit Tom Steiner auf Links- und Max Schlotzhauer auf Rechtsaußen, Ole Gastrock-Mey, Karl-Marius Schnell und Tizian Reum im Rückraum, Philipp Bourtal am Kreis und Linus Trapp im Tor das Sagen. Erst netzten Ole Gastrock-Mey über den linken, dann Tizian Reum über den rechten Rückraum ein, versenkte Tom Steiner per Gegenstoß zum 3:7 (12.). Auch nach einer Auszeit der Gastgeber änderte sich nur wenig. Schlitzohrig zog Ole Gastrock-Mey zum 7:10 ab (20.). Nach einem Ballgewinn von Tizian Reum konnte beim Gegenstoß Karl-Marius Schnell nur auf Kosten eines Siebenmeters gestoppt werden, Philipp Bourtal versenkte den fälligen Strafwurf zum 8:12 (22.). Dann eroberte Ole Gastrock- Mey das Leder und Tizian Reum netzte zum 9:13 ein (24.).

Der zweite Anzug passt noch nicht
Mit neuem Personal setzte der ThSV Eisenach nach Wiederanpfiff der sicher amtierenden Unparteiischen Dominc Große und Patrick Luhn seine Dominanz zunächst fort. Philipp Bourtal passte zu Karl-Marius Schnell, der zum 10:17 einlochte (28.). Kurz darauf landete Karl-Marius Schnell nach Foulspiel in den Werbebanden und musste angeschlagen vom Parkett. ThSV-Coach Uwe Seidel rief sein Team mittels grüner Karte zusammen. Die Souveränität war weg, richtig in Gefahr geriet der Eisenacher Sieg nicht, auch wenn die Gastgeber bis auf zwei Treffer verkürzten. Tom Steiner im linken und Ole Gastrock-Mey im rechten Rückraum und Tizian Reum auf Rückraum Mitte „schaukelten“ mit ihren Teamgefährten den Sieg in der Schlussphase nachhause…

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Keeper Linus Trapp parierte in der ersten Halbzeiz 8 Bälle und war der große Rückhalt.

Statistik
HSV Apolda: Bauer, Kant, Scholz; Harles (2), Koch, Scherer (2), Ti. Strzala (5/1), Maeck, Schmitt (6), Bethge, Hanemann (1), Missale (2), Scholz, Rauch (4), Rausch
ThSV Eisenach: Trapp, Kleinschmidt, Büchner, Lapacz (2), Schnell (2), Bourtal (2/2), Cech, Seidel, Reum (5), Stegner, Schlotzhauer (2), Gastrock-Mey (10), Malta, Steiner (1)
Siebenmeter: HSV Apolda 1/2 – ThSV Eisenach 2/2
Zeitstrafen: HSV Apolda 10 Min. – THSV Eisenach 2 Min.
Schiedsrichter: Große/Luhn
Zuschauer: 70 in der Sporthalle „Am Sportpark“ in Apolda

Th. Levknecht

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