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Saisonauftakt war mehr als die halbe Miete

ThSV Eisenach auf Platz 11 beim vorzeitigen Punktspielende • In der Initiative „Teamsport Thüringen“ sollen Kräfte gebündelt werden

Als Aufsteiger haben wir mit einer jungen und vielfach zweitbundesligaunerfahrenen Mannschaft unser primäres Ziel, den Klassenerhalt, geschafft, erklärt Rene Witte resümierend.

Der ThSV Eisenach schloss die Saison auf Tabellenplatz 11. Die HBL hat in der Vorwoche aufgrund der Corona-Pandemie die Spielzeit 2019/2020 vorzeitig beendet.

Wir haben die 2000-Zuschauer-Marke im Durchschnitt geknackt und sind bestplatzierte Mannschaft in der Liga aus den neuen Bundesländern, fügt der Geschäftsführer und Manager des ThSV Eisenach hinzu.

Er selbst brachte ganz viele neue Ideen und Kreativität im Bereich Vermarktung ein.

Mit der Euphorie des Aufstieges sind wir rasant in die Saison gestartet, konstatiert Trainer-Altmeister Sead Hasanefendic.

Als unbeschriebenes Blatt und mit unbekümmerter Spielweise, auf die Heimstärke im Thüringer Handballtempel (in „Festpielwochen“ mit 4 Heimsiegen in vier direkt aufeinander folgenden Heimspielen) bauend, hier auch Erstbundesliga-Aufsteiger TuSEM Essen mit einer 26:30-Niedeerlage auf die Heimreise schickend, starteten die Wartburgstädter mit 19:9 Punkten. Sie rangierten einige Zeit im Spitzenfeld und waren eine Nacht sogar Tabellenführer.

Wir sind nicht so weit, wie manche glauben, wiederholte Sead Hasanefendic immer wieder.

Erfolgreich war sein Team, wenn aus einer stabilen robusten Abwehr im Zusammenspiel mit Torhüter Blaz Voncina zum Gegenstoßspiel über beide Außen angesetzt wurde. Im Positionsangriff fehlte vor allem die Torgefahr, insbesondere aus dem linken Rückraum. Auf der so wichtigen Regieposition konnte keiner der drei verfügbaren – allerdings jungen und zweitbundesligaunerfahrenen Bewerber – konstant überzeugen. Die 18/19-jährigen Yoav Lumbroso und Martin Potisk sowie der vom Drittligisten SG Buchköbel gekommene 25-jährige Jonas Ulshöfer spielten hier mit Licht und Schatten. Die Vorteile eines 2,08-Meter-Mannes am Kreis (Marko Racic) wurden zu wenig genutzt.

Die Konkurrenz hatte sich inzwischen die Eisenacher „ausgeguckt“.

Unsere Probleme im Positionsangriff traten zu Tage, bekannte Linkshänder Alexander Saul, der selbst zumeist eine konstante Größe im rechten Rückraum war.

Seinen Kollegen im kinhken Rückraum fehlte oft die nötige Torgefahr. Durchgängig überzeugen konnte Linksaußen Adrian Wöhler, der Dienstälteste im Aufgebot. Der am gestrigen Sonntag, 26.04.2020 seinen 33. Geburtstag feiernde Adrian Wöhler trägt seit 2001 das Trikot des ThSV Eisenach. Er kam seinerzeit als C-Jugendlicher aus Dingelstädt ins Nachwuchsprojekt nach Eisenach, hielt dem Verein durchgängig die Treue.

Zwei schmerzhafte Heimniederlagen um das Weihnachtsfest (gegen Ferndorf und Dresden) läuteten eine Talfahrt mit 9 Niederlagen in 10 Spielen ein. Aus den 19:9 Punkten wurden 21:27 Zähler, der Blick ging zunehmend in Richtung der gefährdeten Ränge.

Die Leichtigkeit ging uns verloren, wir agierten verkrampft, die Unerfahrenheit kam hinzu, analysierte Rene Witte.

Zeitstrafen und rote Karten waren Belege für unsauberes Abwehrspiel.

Auch wenn wir zum Ende nicht so gut spielten, stufe ich die Saison in der Gesamtheit als zufriedenstellend ein, konstatierte ThSV-Coach Sead Hasanefendic, dem durch das vorzeitige Saisonende das Adrenalin Bundesliga fehlt.

Initiative „Teamsport Thüringen“

Der Blick beim ThSV Eisenach geht nach vorn. In eine unsichere Zukunft.

Die durch die Corona-Pandemie hervorgerufene Existenzangst überschattet alles, beschreibt Rene Witte die Lage.

Das geht anderen ballspielenden oder dem Puck nachjagenden Spitzensportvereinen im Freistaat. genauso. In der Initiative „Teamsport Thüringen“ haben sich der FC Carl-Zeiss Jena, der ZFC Meuselwitz und der FF USV Jena (Fußball), Post Mühlhausen (Tischtennis), Science City Jena, Basketball Löwen Erfurt und Thuringia Bulls (Basketball), Schwarz-Weiss Erfurt, VfB Suhl, Blue Volleys Gotha (Volleyball), Black Dragans Erfurt (Eishockey) sowie der Thüringer HC und der ThSV Eisenach (Handball) auf Initiative des Handball-Traditionsvereines von der Wartburg zusammengeschlossen. Hierbei geht es auch um den Nachwuchs in diesen Vereinen, als Quelle späterer sportlicher Erfolge, ebenso aber auch im Sinne präventiver Sozialarbeit. Unumstritten, Vereine – und damit auch alle Spitzensportvereine Thüringens (!) – sind der soziale Kitt unserer Gesellschaft.

Das soll, das muss erhalten bleiben, so der einhellige Tenor der Initiative.

Von der Thüringer Landesregierung und den Fraktionen im Landtag erhofft sich die Initiative „Teamsport Thüringen“ konkrete Unterstützung. Die Gespräche hierzu laufen.

ThSV Eisenach hofft auf seine solidarischen Fans

Durch den vorzeitigen Saisonabbruch verzeichnet der ThSV Eisenach erhebliche Einnahmeverluste. Hinzu kommt die Ungewissheit, wann und wie die Saison 2020/2021 beginnt. Ziel ist es, auch in der neuen Spielzeit, erfolgreichen und stimmungsvollen Zweitbundesliga-Handball in der Werner-Aßmann-Halle anzubieten. Auf dem Weg dahin baut der ThSV Eisenach auf seine solidarische Fangemeinde.

Dauerkartenbesitzer können auf den Anspruch für entgangene Heimspiele, die durch den Saisonabbruch hervorgerufen wurde, verzichten und den ThSV Eisenach damit in dieser schwierigen Situation unterstützen. Wer auf eine anteilige Rückerstattung besteht, möge sich in der ThSV-Geschäftsstelle persönlich, telefonisch (03691/72360) oder per mail (jonathan.bloss@thsv-eisenach.de) bis zum 31.05.2020 melden. Die Geschäftsstelle der ThSV-Marketing GmbH hat ab sofort wie folgt wieder geöffnet: Montag, Mittwoch und Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag zusätzlich von 14.00 bis 17.00 Uhr. Dauerkarten-Inhabern, die auf eine anteilige Rückerstattung verzichten, wird für die nächste Saison ein zusätzlicher Dauerkarten-Rabatt von einem Spiel eingeräumt.

Inhaber von Einzeltickets, die über den Onlineanbieter Etix gebucht haben, können über einen Link auf der ThSV-Homepage (www.thsv-eisenach.de) ihren Eintrittskarten-Anspruch bei Etix anmelden. Ansprüche anderweitig erworbener  Einzeltickets können über die Geschäftsstelle der ThSV Marketing GmbH (Öffnungszeiten Montag, Mittwoch und Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 14.00 bis 17.00 Uhr),  per Telefon (03691/72360)  sowie online (jonathan.bloss@thsv-eisenach.de) geltend gemacht werden. Hier wird (gemäß der Verfügung der Bundesregierung) ein entsprechender Gutschein ausgestellt, dessen Gültigkeit sich bis zum 31.12.2021 beläuft.

Das „Weltrekordspiel“ des ThSV Eisenach, der Kauf virtueller Eintrittskarten zum Preis von 2,00 €, erfährt großes Interesse. Diese virtuellen Eintrittskarten können nun auch in der Geschäftsstelle der ThSV-Marketing GmbH erworben werden, weiterhin natürlich auch online über die ThSV-Homepage (www.thsv-eisenach.de/weltrekordspiel) oder per Telefon unter 03691/72360.

Ganz wichtig: Auch bei Besuchen in der ThSV-Geschäftsstelle sind die aktuellen Abstandsregeln unbedingt einzuhalten!

Th. Levknecht

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