Strahlende Gesichter beim ThSV Eisenach
Mehrfache Gründe für stimmungsvollen Tag
Der Samstag war für den ThSV Eisenach perfekt. In vielerlei Hinsicht! Ein Regisseur hätte es nicht besser inszenieren können! Ganz oben, natürlich der 31:30-Sieg über den TuS Nettelstedt-Lübbecke zum Saisonstart in der DKB-Handball-Bundesliga. Nicht nur zwei ganz wichtige Punkte, sondern auch viel Selbstvertrauen für das völlig neuformierte Team. Die Hoffnung, dass der gerade eingeläutete 10. Erstligasaison (nach den Aufstiegen 1991, 1997 und 2013) eine weitere folgen kann, bekam jedenfalls Nahrung.
Einweihung der „Nordtribüne“
Dazu trägt nicht unwesentlich bei, dass es dem ThSV Eisenach über das Errichten einer provisorischen Zuschauertribüne gelungen ist, in 17 Heimspielen auch auf die so wichtige Heimspielatmosphäre in der Werner-Aßmann-Halle bauen zu können. Lange schwebte das Damoklesschwert von „Heimspielen“ im hessischen Rotenburg über den Thüringer Traditionsverein. Der ThSV Eisenach erfüllt mit der provisorischen Zuschauertribüne die Vorgabe der HBL von mindestens sieben Zuschauerreihen an beiden Längsseiten. Die HBL gab für diese (und nur für diese) Saison grünes Licht. Die Kosten in Höhe von 140.000 € muss der ThSV Eisenach ganz alleine schultern! Eine enorme zusätzliche Belastung. Geradezu im ICE-Tempo haben verschiedene Handwerksfirmen die schwierigen Bau- und Installationsarbeiten verrichtet. Mancher verschob sogar seinen Urlaub – dem ThSV Eisenach zuliebe. Beim Sportlereingang wurde eine neue den rechtlichen Vorgaben entsprechende Treppe installiert. Dem Architekturbüro Backofen/Seidenzahl sowie den beteiligten Firmen und Handwerkern, die nicht auf die Uhr schauten, sowie den fleißigen Helfern aus dem eigenen Fanprojekt, dankte der ThSV Eisenach überaus herzlich. Hallenmeister Uwe Teichmann hätte fast sein Bett in der Werner-Aßmann-Halle aufschlagen können. Die Gymnastikhalle, auf der die Tribüne jetzt steht, wurde bisher von zahlreichen Sportlern genutzt. Deren Umzug in andere Sportstätten, die allerdings bereits hoch frequentiert werden, wurde von der Stadtverwaltung Eisenach organisiert. Der ThSV Eisenach dankt allen betroffenen Sportlern! Zur offiziellen erstmaligen Inanspruchnahme der 288 Sitzplätze umfassenden Nordtribüne war auch Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf gekommen. Sie dankte im Beisein von ThSV-Präsident Gero Schäfer und ThSV-Manager Karsten Wöhler am Hallenmikrofon allen Beteiligten und wünschte dem ThSV Eisenach in der stärksten Liga der Welt die nötigen Punkte zum Ligaverbleib.
Foto: Eisenachs Oberbürgermeisterin Kaja Wolf gab die „Nordtribüne“ frei. Links ThSV-Manager Karsten Wöhler, rechts ThSV-Präsident Gero Schäfer
Anonyme Spende über 10.000 €
Der ThSV Eisenach muss die überaus beträchtliche Summe für die provisorische Zuschauertribüne in Höhe von 140.000 € schultern. Das nahm ein Anhänger des ThSV Eisenach zum Anlass, dem Verein 10.000 € zu überweisen – Anonym. Er dem ThSV Eisenach wissen lassen, er hoffe, andere folgen seinem Beispiel!
Namensgebung für Haupttribüne
Eine weitere Premiere: Der ThSV Eisenach präsentierte einen Namensgeber für die Haupttribüne. Sie trägt nun den Namen „Hasselmann-Tribüne“. Die Firma Hasselmann ist ein mittelständiges Unternehmen aus der Region mit Sitz in Berka/Werra. Sie gehört schon mehrere Jahre zu den treuen Partnern des ThSV Eisenach. „Kanalbau – Kommunalbau – Ingenieurbau – Das starke Fundament für erfolgreiche Erlebnisse“, so der Firmenslogan. Firmeneigentümer und zugleich Geschäftsführer Peter Krauß hat ein großes Herz für den Handball beim ThSV Eisenach. Ein übergroßes Bild mit dem ThSV-Bundesligateam – natürlich handsigniert – auf der Hasselmann-Tribüne wurde Peter Krauß am Samstag überreicht, das nun in seiner Firma einen herausragenden Platz finden wird.
Foto: Die Haupttribüne der Werner-Aßmann-Halle heißt nun „Hasselmann-Tribüne“. Peter Krauß, Inhaber und Geschäftsführer nahm bei der Einweihung ein großes handsaigniertes Mannschaftsposter entgegen – (v.l.): ThSV-Manager Karsten Wöhler, Hasselmann-Chef Peter Krauß, Hallensprecher Jürgen Hausburg, ThSV-Präsident Gero Schäfer
Griechisches Restaurant „Delphi“ spendierte 1.500 Flaschen Wein
Neben der Freude über zwei Pluspunkte zum Saisonauftakt konnten die ThSV-Anhänger noch etwas Besonderes mitnehmen: Das griechische Restaurant Delphi in Eisenach auf dem Theaterplatz, langjähriger Partner des ThSV Eisenach, freut sich auf die Spiele in der stärksten Liga der Welt in der Werner-Aßmann-Halle. Der Chef des Delphi Costa Loi hielt nach dem Abpfiff für jeden erwachsenen Zuschauer im Foyer eine Flasche Wein bereit.
Ausgelassen feierten die Fans bei der Aftergame-Party im Foyer. Die Spieler tauchten in dieses besondere Fluidum mit ein…!
Titelfoto: Beste Stimmung auf den Rängen der Werner-Aßmann-Halle
