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ThSV achtbar in der Bördelandhalle

Ohne Illusionen reiste der ThSV Eisenach am Sonntag nach Magdeburg. In der Bördelandhalle war Champions-League-Halbfinalist SC Magdeburg haushoher Favorit in diesem Ostderby. Vor 6400 Zuschauern landete der zugleich heiße Anwärter auf die deutsche Meisterschale den erwarteten Erfolg. Beim 32:25 versprühten die Elbestädter allerdings keinen Glanz. Im Gegenteil, die Eisenacher verließen nicht ganz unzufrieden das Parkett. Die Magdeburger um Superstar Stefan Kretzschmar (7 Tore) hatten nämlich wesentlich mehr Mühe wie erwartet. Der ThSV Eisenach, ohne seine verletzten bzw. erkrankten Rückraumspieler Gintautas Vilaniskis und Evars Klesniks, hielt, sehr zur Freude der sich lautstark bemerkbaren 100 mitgereisten eigenen Anhänger, beachtlich mit. Die Schützlinge von Zlatko Feric brachten sich durch hektische Aktionen und mangelnde Abgeklärtheit beim Torwurf selbst um ein freundlicheres Schlussresultat. Nach dem 6:6 (13. Min.) verhalfen Eisenacher Schnitzer dem Magdeburger Starensemble zur 11:6-Führung (20.). Abschütteln ließen sich die Thüringer jedoch nicht, überstanden selbst eine Phase in zweifacher Unterzahl schadlos. Allerdings ließen Casanova und Grgic in der ersten Halbzeit je einen Siebenmeter aus.
Auch im zweiten Abschnitt setzte das Team aus der Wartburgstadt seinen couragierten Auftritt fort. Ihre prominenten Gegenüber fabrizierten angesichts der wohl unerwarteten Gegenwehr selbst viele Fehler. Stephan Just, der Ex-Eisenacher im Magdeburger Trikot, lief 60 Minuten vergeblich einem Torerfolg hinterher. Der Kreisspieler schien gegen seine ehemaligen Kollegen übermotiviert, musste zwischenzeitlich für einen A-Junior seinen Platz gar räumen. Youngster Stefan Kneer agierte in den ThSV-Reihen erneut selbstbewusst. Auf Eisenacher Seite wusste Khamel Ameddah auf Rechtsaußen zu überzeugen. Stamm-Rechtsaußen Moustapha Taj half im rechten Rückraum aus. Beim Stand von 27:23 (50.Min.) steuerte er mutterseelenallein auf den Magdeburger Kasten zu, hätte auf 3 Treffer verkürzen können, doch seinen lässigen Ball meisterte SCM-Keeper Thorsten Friedrich. Vertan die Chance, den großen SC Magdeburg noch mehr ins Schwitzen zu bringen. Erhobenen Hauptes verließen die Eisenacher dennoch die Bördelandhalle.
In dieser Woche ist die ThSV-Bundesliga-Crew nicht um Punkte am Ball. Jedoch am Freitag, 19.03.04 steht ein weiteres brisantes Abstiegsduell an. Die Eisenacher müssen bei der SG Kronau/Östringen antreten. Anpfiff ist um 20.00 Uhr in der Rhein-Neckar-Halle Eppelheim. Das Fanprojekt des ThSV Eisenach organisiert zu diesem bedeutungsvollen Match einen Sonderbus. Der Fahrpreis beträgt für Fanprojekt-Mitglieder 10 Euro, für alle anderen ThSV-Anhänger 15 Euro. Anmeldungen nimmt die ThSV-Geschäftsstelle unter Tel. 03691/82800 entgegen.

STATISTIK
SC Magdeburg:
Bitter, Friedrich; Wiegert (6), Tkaczyk (7/1), Schöne (2), Sprener (5), Stiebler, Just, Abati (4/2), Kretzschmar (7), Theuerkauf (1), Licu, Mandic, Grafenhorst
ThSV Eisenach: Jerkovic, Lehmann (n.e.); Taj (3), Wöhler (5/3), Karbe, Augensen (2), Ameddah (4), Bitterlich, Grgic (2/1), Göhl (n.e.), Casanova (7/3), Sehovic, Kneer (2)

Zeitstrafen: SCM 4×2 Min. – ThSV 7×2 Min.
Siebenmeter: SCM 4/3 – ThSV 9/7
Schiedsrichter: Knapp/Richingen (Birkenau/Fürth)Zuschauer:6400

TRAINERSTIMMEN
Zlatko Feric (ThSV):
Wir haben gegen eine internationale und nationale Top-Mannschaft 60 Minuten Kampfbereitschaft gezeigt. Bei besseren Abschlusshandlungen wäre sogar ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen, wir hätten noch mehr Selbstvertrauen tanken können. Die Zuschauer sahen ein interessantes vom Kampf geprägtes Match, allerdings ohne technische Delikatessen.
Alfred Gislason (SCM):
Ich bin unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, die 21 technische Fehler produzierte, soviel wie in den letzten 4 Spielen zusammen. Ich bin ebenso unzufrieden mit der Leistung der Schiedsrichter.

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