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ThSV behauptet sich gegen hochkarätige internationale Konkurrenz

Handball-Zweitbundesligist ThSV Eisenach erwies sich bei der 10. Neuauflage des Handball Champions Cup – mit den Austragungsstätten Hohenmösen, Meuselwitz, Wittenberg und Dessau – als überaus erfrischende Bereicherung.
Die Wartburgstädter behaupteten sich im mit internationalen Spitzenteams besetzten Feld in der Partie um Platz 5 in der Anhalt Arena Dessau mit 35:33 über den ungarischen Vizemeister Pick Zeged. Im kleinen Finale um Platz 3 bezwang der HC Chekhovski das Team v on Saint-Raphael Var Handball (Frankreich) mit 35:29. Im hochdramatischen Finale, einem Aufeinandertreffen von zwei Erstbundesligisten, siegten die Füchse Berlin nach Siebenmeter-Werfen mit 35:33 über den TBV Lemgo. In der 54. Minute schien der TBV Lemgo mit einer 28:25-Führung dem Turniersieg ganz nahe, doch die Füchse glichen noch zum 30:30 aus, sodass die Entscheidung von der Siebenmeterlinie fallen musste.

Schon in der Auftaktpartie am Freitag in der Schnaudertalhalle in Meuselwitz unterstrichen die Eisenacher gegen den russischen Serienmeister (von 2002 bis 2012 ohne Unterbrechung!) HC Chekhovski Medvedi ihre Qualitäten. Eine starke Abwehrleistung war Garant eines 14:14-Gleichstandes nach den ersten 30 Minuten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten zunächst beide Vertretungen mit einer Vielzahl eigener technischer Fehler zu kämpfen. Der vom russischen Handballurgestein Vladimir Maximov betreute HC Chekhovski Medvedi fand
als erster aus dem kleinen Tal, nutzte die sich bietenden Torchancen konsequent, traf zur eigenen 3-Tore-Führung, behauptete diese routiniert und hatte beim Abpfiff die Nase mit 29:25 vorn.

Tags darauf, am Samstagnachmittag, sorgte der ThSV Eisenach für eine faustdicke Überraschung. Dank einer famosen zweiten Halbzeit feierten die Schützlinge von Adalsteinn Eyjolfsson einen 31:19-Erfolg über den schwedischen Erstligisten IFK Kristianstad. Den Thüringern unterliefen im ersten Abschnitt noch eine Vielzahl von Fehlern, blieben gute Torgelegenheiten ungenutzt. Die Schweden kamen immer wieder zu Tempogegenstößen. Der gute Stanislaw Gorobtschuk im Eisenacher Kasten war machtlos. Zur Halbzeit lag der ThSV Eisenach mit 12:13 hinten. Wie umgewandelt kam das Team um Kapitän Benjamin Trautvetter aus den Kabinen. Die Abwehr mit einem zur Hochform auflaufenden Keeper Radek Musil rührte regelrecht Beton an, ließ im zweiten Abschnitt nur ganze sechs Gegentreffer zu. Kreativität, Temposchärfe und eine hohe Effizienz im Abschluss prägten das eigene Angriffsspiel. Nahezu 80 % der Torwürfe in der zweiten Halbzeit zappelten im Tor der Schweden. Der ThSV Eisenach mit einem erneut starken Rückraumspieler Hannes Jonsson, der mit sieben Treffern auch bester Werfer seines Teams war, überrollte den IFK Kristianstad nun regelrecht zum 31:19-Endstand

Hier alle Resultate des 10. Handball Champions Cup

Saint Raphael – Dessau Rosslauer HV 36:21
Füchse Berlin – Pick Szeged 30:24
Chechovski Medwedi – ThSV Eisenach 29:25
TBV Lemgo – IFK Kristianstad 34:29
Dessau-Roßlauer HV – Pick Szeged 19:33
Saint Raphael – Füchse Berlin 22:35
ThSV Eisenach – IFK Kristianstad 31:19
Chehovski Medwedi – TBV Lemgo 26:31
Um Platz 7:
Dessau Rosslauer HV – IFK Kristianstad 16:30
Um Platz 5: ThSV Eisenach – Pick Szeged 35:33
Um Platz 3:
Saint Raphael – Chehovski Medwedi 29:35
Finale:
Füchse Berlin – TBV Lemgo 35:33 nach 7-Meter-Werfen

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