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ThSV Eisenach beendet Saison auf Tabellenplatz 11

Entscheidungen um Auf- und Abstieg in der 2. Liga fielen am letzten Spieltag

Die schwierigste und die komplexeste Saison, die wir je hatten, beschreibt Rene Witte, der Manager des ThSV Eisenach, die am Samstag zu Ende gegangene Saison in der 2. Handballbundesliga der Männer, bezugnehmend auf die erheblichen Einschnitte durch die Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Am letzten, am Samstag ausgetragenen Spieltag, waren die Wartburgstädter spielfrei. Die letzten Entscheidungen fielen praktisch auf der Ziellinie. Der TuS Nettelstedt-Lübbecke ließ sich seine gute Position im Aufstiegsrennen nicht nehmen, bezwang den TuS Ferndorf mit 33:27 und steigt sogar als Zweitliga-Meister mit dem HSV Hamburg (27:28-Niederlage bei der SG BBM Bietigheim) in die 1. Handballbundesliga auf. Der haushohe Titelfavorit VfL Gummersbach nutzte zum Saisonausklang ein 33:27-Sieg im Altmeister-Duell beim TV Großwallstadt nichts, muss nun eine dritte Runde im Unterhaus drehen und einen neuerlichen Anlauf auf die Rückkehr in die Beletage nehmen. Die Oberbergischen werden wahrscheinlich Anfang September um Punkte beim ThSV Eisenach gastieren. Der HSG Konstanz nutzte ein 33:30-Erfolg über die Rimpar Wölfe nichts, der TV Emsdetten (mit mehreren Ex-Eisenachern) siegte beim VfL Lübeck-Schwartau mit 32:27 und sicherte sich den Verbleib in der 2. Handballbundesliga. Das viele Sympathien geniesende Team vom Bodensee muss den schweren Gang in die 3. Liga antreten. Jüngsten Heimniederlagen gegen den Wilhelmshavener HV und ASV Hamm-Westfalen hätten am letzten Spieltag Schrittmacherdienste an der Ostsee bedurft. Die blieben aus. Die Torjägerkrone geht an Christian Schäfer von der SG BBM Bietigheim (234 Tore), vor Tom Skroblien (TuS N-Lübbecke, 216 Treffer) und Lukas Wucherpfennig (HC Elbflorenz, 209). Vom ThSV Eisenach rangiert Ivan Snajder mit 155 Treffern auf Platz 20 der Torjägerliste der Liga.

Der HC Empor Rostock und Eintracht Hagen steigen aus der 3. in die 2. Liga auf. Aus der 1. Liga steigen der HSC Coburg, TuSEM Essen, HSG Nordhorn-Lingen und die Eulen Ludwigshafen in die 2. Liga ab. Die 2. Bundesliga wird also ein bärenstarkes Handballunterhaus!

Der ThSV Eisenach hat die Saison mit 33 :39 Punkten auf Tabellenplatz 11 abgeschlossen und sich damit das Ticket für die 1. DHB-Pokal-Hauptrunde gesichert.

Einerseits können wir ob der Vorzeichen vor der Saison – starke Reduzierung des Kaders, ein Trainer in seiner ersten Chefrolle, aber vor allem ob der Bedingungen unter der Saison – drei Spieler, die nach schwerer Verletzung nicht zurückkamen, zwei gewollte und ungewollte Abgänge mitten in der Serie, die Integration vier neuer Spieler zur Halbserie, zufrieden sein. Andererseits wären wir nicht wirklich gute Leistungssportler, wenn wir zufrieden wären… Wir werden jetzt in Ruhe eine Tiefenanalyse durchführen, um Reserven und Wege besser aufzuzeigen. Ich persönlich bin jetzt schon auf die kommende Saison unglaublich gespannt, erklärte Maik Nowak, der Sportliche Leiter des ThSV Eisenach.

Mit seinem reichen Erfahrungsschatz steht der 56-jährige ehemalige DHB-Auswahltrainer Eisenachs Chefcoach Markus Murfuni zur Seite.

Th. Levknecht

Die Resultate des 36. und letzten Spieltages:
SG Bietigheim – HSV Hamburg 28:27, Bayer Dormagen – HC Elbflorenz 33:35, HSG Konstanz – Rimpar Wölfe 33:30, TV Großwallstadt – VfL Gummersbach 27:33, TV Hüttenberg – Dessau-Roßlauer HV 26:27, VfL Lübeck-Schwartau – TV Emsdetten 27:32, TuS Nettelstedt-Lübbecke – TuS Ferndorf 33:27, TuS Fürstenfeldbruck – ASV Hamm-Westfalen 26:27, EHV Aue – Wilhelmshavener HV 36:23

Abschluss Tabelle 2. Handballbundesliga Männer Saison 2020/2021

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