Anzeige

ThSV Eisenach gastiert zum Jahresausklang beim HC Elbflorenz/ Nun auch Zwangspause für Martin Potisk nach Bänderverletzung im Fuß  

Alle Kräfte mobilisieren, inneren Schweinehund überwinden.“

Zum Ausklang des Kalenderjahres 2020, am Mittwoch, 30.12.2020, gastiert der ThSV Eisenach um Punkte in der 2. Handballbundesliga der Männer beim HC Elbflorenz (Anwurf um 19.30 Uhr in der Ballsportarena Dresden). Im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie muss auch diese Partie vor leeren Rängen ausgetragen werden.

„Wir müssen den inneren Schweinehund überwinden, noch einmal alles mobilisieren“, fordert Markus Murfuni, der Coach des von Verletzungen gebeutelten ThSV Eisenach. Er muss am Mittwoch neben den langzeitverletzten Justin Mürköster und Jonas Ulshöfer sowie dem noch nicht einsatzfähigen Kristian Volar auch erneut auf Martin Potisk, einem der Matchwinner beim 28:24 über den TuS Ferndorf, verzichten. Der 21-jährige Spielgestalter fällt mit einer beim Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den HSV Hamburg (Endstand 24:30) zugezogenen Bänderverletzung vorerst aus. Nach der Partie gegen die Hansestädter am 2. Weihnachtsfeiertag habe, so Markus Murfuni, Regeneration eine wichtige Rolle gespielt. An zwei Stellschrauben sei allerdings auch gedreht worden. Zu den Lichtblicken der Partie gegen den HSV Hamburg hat sicherlich der neuverpflichtete 20-jährige Jannis Schneibel gehört. Er musste ins kalte Wasser springen und über 60 Minuten die Regierolle übernehmen. Das tat er mit Bravour. „Ich glaube, ich habe das Vertrauen unseres Trainers zurückgezahlt. Natürlich war ich aufgeregt und mir ist der eine oder andere Fehler noch unterlaufen“, erklärte der in Ludwigshafen am Rhein geborene Jannis Schneibel, der aus dem Profikader der Rhein-Neckar Löwen erst Anfang der Vorwoche zum ThSV Eisenach gekommen ist und mit einem Vertrag über 1 ½ Jahre ausgestattet wurde. Der Student für Sportwissenschaft und Philosophie wird auch am Mittwochabend Verantwortung übernehmen, mit seiner jugendlichen Unbekümmertheit, Spielverständnis und Esprit versuchen, das Spiel seiner neuen Mannschaft zu bereichern. „Gelingt es uns, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, können wir die favorisierten Gastgeber vielleicht in die Bredouille bringen“, erklärt ThSV-Coach Markus Murfuni vor dem letzten Trip des Jahres. Enorm wichtig wird sein, wie die Wartburgstädter das Zusammenspiel zwischen Rückraum (Nils Kretschmer, Sebastian Greß) und Kreis (Jonas Thümmler, Henning Quade) beim HC Elbflorenz unterbinden können.

HC Elbflorenz will Siegesserie fortsetzen

In der noch jungen Geschichte des HC Elbflorenz ist es das 4. Aufeinandertreffen um Zweitliga-Zähler mit dem ThSV Eisenach. Nahezu exakt vor einem Jahr musste der ThSV Eisenach in heimischer Halle vor 2.700 Zuschauern eine empfindliche 28:35-Niederlage einstecken. Nicht nur diePflichtspiele in den Spielzeiten 2017/2018 und 2019/2020, sondern auch die Testspiele zwischen beiden Teams, sahen die Sachsen stets als Sieger. Am Mittwoch werden sich die Dresdner der Favoritenrolle stellen müssen. Drei Siege, 26:23 in Dessau, 29:23 im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV und zum Weihnachtsfest ein 31:30-Auswärtserfolg beim TuS Ferndorf, das gab es in der jungen Zweitligahistorie noch nicht, ließen das Punktekonto auf 15:11 Punkte anwachsen. „Ja, wir wollen das Kalenderjahr mit einem vollen Erfolg abschließen, zwei Siegesserien fortsetzen; die gegen Eisenach und die Kleine in der laufenden Saison, erklärt Karsten Wöhler, der Manager des HC Elbflorenz. Auf der Verletztenliste stehen bei ihm die Rückraum-Mitte-Spieler ArseniyBuschmann und Ivar Stavast. Das fällt aber im 19er Kader nicht ins Gewicht, zumal sich Sebastian Greß, der torgefährliche Spielgestalter, in blendender Verfassung befindet. Der Kopf der Mannschaft ist mit 66 eingenetzten Bällen auch erfolgreichster Werfer seines Teams. Zum Torhüterquartett zählt auch der ehemalige Eisenacher Marius Noack, doch der erfahrene Mario Huhnstock und der junge Max Mohs bilden derzeit das Stammtorhütergespann. Marius Noack hofft auf Einsatzzeiten gegen seinen Ex-Verein. „Trainiert habe ich gut“, lässt der 21-jährige 2,02-Meter-Mann wissen.

 

Th. Levknecht

Anzeige
Top