ThSV Eisenach gratuliert Frieder Singwald zum 90. Geburtstag

Bildquelle: Richard Jahn – Frieder Singwald wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag

Mit Motor Eisenach eroberte er 1958 den Titel des Deutschen Meisters im Feldhandball der DDR

Der 12.Oktober 1958 war ein ganz besonderer Tag für den Eisenacher Handball. Der 12. Oktober 1958 war ein ganz besonderer Tag für Frieder Singwald. Im Hallenser Kurt-Wabbel-Stadion wurde vor 9.000 Zuschauern bei Nieselregen das Finale um den Titel des Deutschen Meisters im Feldhandball der DDR ausgetragen. Dies endete mit einer faustdicken Überraschung!

Nicht der Sportclub Empor Rostock, sondern die Männer aus dem Automobilwerk Eisenach verließen den Platz als Sieger. Unbändiger Kampfgeist, Leidenschaft und ganz viel Herz zeichneten die Eisenacher Mannschaft aus. Im Sportecho war zu lesen: „Die Eisenacher um Spielertrainer Werner Aßmann kamen mit den glatten Rasen besser zurecht. Ihnen gelang es mit konsequentem Flügelspiel die Ostseestädter auszumanövrieren.“

Archiv Horst Ehrhardt – Die Mannschaft von Motor Eisenach unmittelbar nach dem Triumph vor 60 Jahren; Hintere Reihe: Gerhard Schütrumpf (Sektionsleiter Handball der BSG Motor Eisenach), Hans Rodegast, Wolfgang Eisenhardt, Oswald Hook, Horst Ehrhardt, Egon Rey, Werner Aßmann (Spielertrainer), Dieter Weidlich, Fritz (Frieder) Singwald, Gerhard Schmidt, Heinz Hauck vordere Reihe: Walter Hopf (Mannschaftsbetreuer), Günter (Gustav) Jäger, Dieter Illert, Albert Rust, Werner Hertel, Werner Reinartz

Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. Beim Stand von 12:11 traf Frieder Singwald über links zum 13:11. „Mit meinem Wurf hatten die Rostocker nicht gerechnet“, schmunzelt Frieder Singwald noch heute.

Die Sensation war perfekt. Der Deutsche Meister im Feldhandball der DDR hieß Motor Eisenach!  

Horst Ehrhardt und Frieder Singwald aus jener legendären Mannschaft von Motor Eisenach leben noch. Beide sind Ehrenmitglied des ThSV Eisenach, der sie auch mit der Aufnahme in die „Hall of Fame“ ehrte. Ihre Trikots hängen in der Heimspielstätte des ThSV Eisenach, die den Namen des Spielertrainers von 1958, Werner Aßmann, trägt.

Richard Jahn – Frieder Singwald (li.) und der langjährige Pressesprecher des ThSV Eisenach Thomas Levknecht trafen sich zwei Tage vor dem 90. Geburtstag des Helden von 1958, präsenieren das Mannschaftsfoto nach dem Triumph im Oktober 1958

Am heutigen Mittwoch, 18.02.2026 wird Frieder Singwald 90. Seine Familie kommt. Das Telefon wird ständig klingeln. Vertreter des ThSV Eisenach gehören zu den Gratulanten. Die große Geburtstagsfeier findet erst im Mai statt. „Dann blüht und grünt meine Terrasse“, erklärt der Jubilar, der in seinem kleinen Haus im Eisenacher Stadtzentrum wohnt. Den Handball verfolgt er im Fernsehen und über die Tageszeitung. Na klar, sein Herz schlägt für den ThSV Eisenach. Für dessen Nachwuchs übergab er gerade eine großzügige Spende.

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