ThSV Eisenach II sprüht vor Spielfreude

Beim HSV Weimar wurde mit einem 39:33 (23:15)-Erfolg der 5. Sieg in Folge bejubelt

Der ThSV Eisenach II verabschiedete sich mit einem 39:33 (23:15) -Erfolg beim HSV Weimar aus dem Kalenderjahr 2023. Mit diesem 5. Doppelpunktgewinn bleiben die Eisenacher als Tabellen-Zweiter auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter VfB TM Mühlhausen, den sie zum Punktspielstart im neuen Jahr in heimischer Halle empfangen.

Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, was wir gemeinsam in diesem Kalenderjahr geleistet haben. Jeder Einzelne brennt für das Team. Das macht auch meine Arbeit leichter, erklärte Spielertrainer Qendrim Alaj. Unsere Art des Handballs findet zunehmend Anklang, was sich in steigenden Zuschauerzahlen bei den Heimspielen, aber auch in der Zahl der zu den Auswärtsspielen mitreisenden Fans wiederspiegelt, fügt Qendrim Alaj hinzu.

Der HSV Weimar war mit dieser 6-Tore-Niederlage noch gut bedient. Beim 24:35 (49.), durch einen Treffer von Jannes Rehm, lag Eisenachs Führung im zweistelligen Bereich.

Wir hatten von der ersten Minute an die Überraschungsmannschaft der Liga komplett im Griff. Der HSV Weimar war chancenlos, betonte Qendrim Alaj.

Sein Team sprühte vor Spielfreude, verfehlte die 40-Tore-Marke nur knapp. Viele Spielzüge wurden über die Außenpositionen erfolgreich abgeschlossen. Der obligatorische Kempa durfte nicht fehlen. Florian Müller legte für den in den Kreis fliegenden Qendrim Alaj auf (9:14, 19.). Mit Beginn der zweiten Halbzeit, verstärkt in der Schlussviertelstunde, standen die 17- bis 19-jährigen Youngster auf dem Parkett der „Asbach“-Sporthalle.

Wir bekamen über 60 Minuten keinen Zugriff in der Abwehr, waren gegen dominierende Eisenacher nicht präsent. Verloren haben wir die Partie vor allem im Angriff, konnten beste Torchancen nicht nutzen, brachten gleich 4 Strafwürfe nicht am starken Eisenacher Schlussmann vorbei, konstatierte Andre Heerwald, der Coach des HSV Weimar.

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Bastian Freitag war von Beginn der große Rückhalt im Kasten des ThSV Eisenach II. Bis zur Pause parierte er bereits 10 Bälle. In der 42. Minute wurde er von Christian Trabert abgelöst, für den 5 Paraden notiert wurden. Spektakulär parierte er gegen den frei vor ihm auftauchenden Henrik Thauer (53.).

Der HSV Weimar wollte, ähnlich wie beim Sieg über den HBV Jena, einen Favoriten ärgern. Daraus wurde nichts. Auch 11 Treffer von Torjägers Elmar Begand waren zu wenig. Beim Gast von der Wartburg zeigte Leonard Toelke, dass er auch über gute Offensivqualitäten verfügt. Aus dem linken Rückraum zirkelte er besonders in der Auftaktphase das Leder ins Netz, wie beim 3:7 (9.). Die Eisenacher forcierten von Beginn das Tempo, wobei zunächst einige Ballverluste zu notieren waren. Florian Müller und Ardit Ukaj versenkten von Rechts- und Linksaußen. Einen Steilpass von Bastian Freitag netzte Florian Müller zum 8:12 ein (17.), Eine Distanzwurf von Julius Brenner zappelte zum 10:16 im Kasten der Gastgeber. Ein Zuspiel von Leonard Toelke verwertete Florian Müller zum 13:19. Conrad Ruppert verwertete ein Zuspiel von Julius Brenner zum 13:22 (28.).

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Florian Müller netzte 5 Bälle ein.

Pullover an, Pullover aus

Schiedsrichter und Kampfgericht forderten, wenn Qendrim Alaj als Trainer an der Seitenline stand, seinen Pullover überzuziehen. Das hieß für ihn, ständig Pullover aus, wenn er zu einem Kurzeinsatz auf das Parkett kam, Pullover an, wenn er zur Wechselbank zurückkehrte. Angesichts der klaren Führung sorgte dieses Wechselspiel für Heiterkeit auf der Eisenacher Bank. Auf dem Parkett stillten die Schützlinge von Qendrim Alaj ihren Torhunger. Leif Katzwinkel (17 Jahre) hob das Leder zum 15:25 ins Gehäuse des HSV Weimar. Joel Stegner versenkte eine Freiwurfablage zum 17:27 (38.). Der 17-jährige Jannes Rehm überzeugte in der Abwehr und im Angriff. Der eingewechselte Kapitän Philipp Urbach nutzte einen Ballgewinn von Jannes Rehm zum 19:29 (41.). Der kurzzeitig die Spielmacherposition einnehmende Emil Weiß (17 Jahre) bediente Armend Alaj zum 22:31 (44.) und Philipp Urbach zum 23:32 (45.). Max Schlotzhauer zeigte sich hellwach, drückte das Leder zum 27:37 über die Line (53.).

Unseren jungen Spielern unterliefen einige Flüchtigkeitsfehler. Aber kein Vorwurf, sie lernen schließlich noch, betonte Qendrim Alaj.

Mit einem verwandelten Siebenmeter besorgte er den 33:39-Endstand.

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Freuen sich gemeinsam: Qendrim Alaj, Bastian Freitag und Armend Alaj.

Statistik
HSV Weimar: Schmidt, Peinz, Heimbürge; Hecht (1), Flock, Zeisberg (4), Gerstenbauer (6/1), Begand (11/1), Germer (3/1), Thauer (1), Kügler, Solger (1), Hafid Khairi (6), Vogt
ThSV Eisenach II: Freitag, Trabert; Müller (5), Brenner (3), Urbach (5), Stegner (1), Schlotzhauer (2), Toelke (5), Ukaj (4), A. Alaj (4), Beyer, Katzwinkel (1), Q. Alaj (7/3), Weiß, Ruppert (1), Rehm (1)
Siebenmeter: HSV Weimar 3/7 – ThSV Eisenach II 3/3
Zeitstrafen: HSV Weimar 5 x 2 Min. – ThSV Eisenach II 6 x 2 Min.
Schiedsrichter: Hanse/Scholz
Zuschauer: 150

Th. Levknecht

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