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Dirigierte vorzüglich und und versenkte selbst 8 Bälle: Qendrim Alaj | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Dirigierte vorzüglich und und versenkte selbst 8 Bälle: Qendrim Alaj
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

ThSV Eisenach II vernaschte mit „Eisenach links“ die HSG Werratal

Tom Kreutzer lässt ThSV Eisenach II mit seinem 7. Treffer 30:29 (14:17) • Erfolg über die HSG Werratal bejubeln

Von wegen besinnlicher Advent! Der ThSV Eisenach II und die HSG Werratal lieferten den über 200 Zuschauern einen packenden Fight, mit einem wahren Handballspektakel am Ende. Gerade hatte Ardit Ukaj, der Ex-Eisenacher, für die Gäste zum 29:29 ausgeglichen. Da waren noch 13 Sekunden zu spielen. Hellwach das kleine Eisenacher Trüpplein. Der junge Tom Kreutzer nutzte die noch jubelnde und ungeordnete Deckung der HSG Werratal für seinen 7. Treffer zum 30:29. Doch da waren noch 7 Sekunden zu absolvieren. Ein zielführender Angriffszug gelang dem routiniertem Team aus der Sporthalle Breitungen nicht mehr. Ausgelassen bejubelte der ThSV Eisenach II einen im Vorfeld – und auch im Spielverlauf – kaum für möglich gehaltenen 30:29 (14:17)-Erfolg. Gerade einmal 7 Feldspieler zwangen die mit einer Vielzahl ausländischer Importe besetzte HSG Werratal in die Knie.

Gäste schienen lange auf der Siegerstraße
Die Gäste und ihr großer Anhang schauten ziemlich bedeppert drein. Sie sahen sich lange auf der Siegerstraße, schienen gar einen Start-Ziel-Sieg anzusteuern. Doch nach dem 16:21 (37.) wendete sich das Blättchen.

Wir bekamen in der Abwehr plötzlich keinen Kontakt mehr. Erstaunlich, dass wir unsere Erfahrung nicht ausspielen konnten, bekannte Mario Lange, der Co-Trainer der HSG Werratal.

Mit ihrem Spielzug „Eisenach links“ vernaschte der ThSV Eisenach II nahezu in Serie die Gästeabwehr.

Aber auch über rechts klappte dieser, schmunzelte ein aufgekratzter ThSV-Coach Matthias Meinl.

Es zahlte sich aus, das sein kleines Häuflein, nicht wie in der Vorwoche in Mühlhausen, im ersten Abschnitt das Tempo dosierte und dadurch im Schlussgang nicht einbrach, sondern angestachelt durch die Wendung zusätzliche Körner aktivierte, vom 16:21 (37.) zum 27:24 56.), sowie in den letzten Sekunden mit vorbildlicher Moral zum Happyend.

Sicherlich hatten wir auch etwas Glück; doch es war das Glück des Tüchtigen, vermerkte Matthias Meinl, der Hesse auf der Eisenacher Trainerbank. Mit einem Sieg in Eisenach wollten wir uns in der Spitzengruppe verankern. Das ist nicht gelungen, konstatierte Mario Lange.

Auch wenn es mancher im Werrataler Lager durch die Vereinsbrille anders sah, die Unparteiischen Karsten Clich und Lutz Pfefferkorn waren zwei sichere Leiter mit nachvollziehbarer Linie.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • War mit spektakulären Paraden der große Rückhalt: der 18-jährige Keeper Marius Noack.

Zwei torgefährliche Spielgestalter und zwei Keeper der Extraklasse
Zwei torgefährliche Spielgestalter, ganz unterschiedlicher Statur und Interpretation dieser zentralen Rolle, (Dino Basic (HSG Werratal, 11 Treffer) und Qendrim Alaj (ThSV Eisenach II, 8 Tore) drückten der Partie ihren Stempel auf. Qendrim Alaj war Auslöser von zwei spektakulären Kempa-Treffern, von Maximilian Manys (19.) und Tom Kreutzer (27.) vollendet. Kraftvolles Angriffsspiel, die individuellen Qualitäten nutzend, kennzeichnete das Offensivspiel der Gäste. Zwei vorzügliche Schlussleute lieferten eine Vielzahl gelungener Paraden. Andreas Fehr, der ehemalige Eisenacher im Kasten der HSG Werratal, wehrte 18 Bälle, darunter drei Siebenmeter ab. Der 18-jährige Marius Noack (ThSV Eisenach II), der im Schlussgang zur Höchstform auflief, beim Stand von 23:23 einen wichtigen Siebenmeter (von Jakjub Dolak) parierte (50.), wurde ebenfalls mit 18 Paraden notiert.

Die technisch feinere Klinge ließ den ThSV Eisenach II am Ende jubeln
ThSV-Coach Matthias Meinl blieben, ohne Hilfe von Anschlusskadern aus der ersten Mannschaft, kaum personelle Variationsmöglichkeiten. Sein Stammpersonal stand durchgehend auf dem Parkett der Werner-Aßmann-Halle: Maximilian Manys auf Links- und Philipp Urbach auf Rechtsaußen, Pascal Küstner im linken und Tom Kreutzer im rechten Rückraum, Qendrim Alaj als Spielgestalter, Routinier Philipp Emmelmann am Kreis sowie Marius Noack im Tor. Kurzzeitig kam der 17-jährige Adrian Warlich auf Linksaußen. Dejan Leskovsek, der Coach der HSG Werratal, begann mit Ardit Urkaj auf Links- und Vuk Cetrik auf Rechtsaußen, Ivo Katic, Dino Bacic und Ivan Tosino im Rückraum, Jakub Dolak am Kreis sowie Andreas Fehr im Tor. Den Gastgebern unterliefen anfangs mehrere Fang- und Zuspielfehler. Vuk Cetrik schloss per Gegenstoß zum 4:7 (10.) und 6:9 (15.) ab. Die Gästeabwehr stellte frühzeitig Eisenachs zweikampfstarken Pascal Küstner. Der Innenblock der Werrataler Abwehr schirmte Philipp Emmelmann zumeist ab. Mit zunehmender Spielzeit setzten die Hausherren der Angriffswucht der Gäste ihre spieltechnischen Vorzüge entgegen. Der Ausgleichstreffer fiel erst einmal nicht. Bis weit in die zweite Halbzeit dominierten die robusten Gäste. Torjäger Dino Bacic traf zum 14:18, Eisenachs Philipp Emmelmann donnerte einen Siebenmeter ans Holz (34.). Langsam setzte sich Pascal Küstner, trotz schmerzhafter Abwehrattacken, erfolgreich in Szene. Nach dem 19:22 (42.) drehte sich das Spiel. Philipp Urbach traf in Überzahl im Doppelpack zum 21:22 (44.). HSG-Keeper Andreas Fehr verhinderte mit zwei Großtaten Eisenachs Ausgleichstreffer. Schnell und leichtfüßig entzogen sich die jungen Eisenacher den Zweikämpfen, hatten im Spielzug „Eisenachs links“ das richtige Rezept gefunden. Qendrim Alaj spazierte durch die Abwehr. Traf zum 23:23 (49.), 24:23 (50.) und 25:23 (52.). Verdutzt schauten die Gäste hinterher. Tom Kreutzer taute nun merklich auf, traf zum 26:24 (53.). Schlitzohrig verwandelte Philipp Emmelmann einen Freiwurf direkt zum 27:24 (56.). Doch die HSG Werratal antwortete in einem wahren Schluss-Spektakel. Dem Anschlusstreffer (Bacic, 57.) ließ Philipp Urbach in doppelter Unterzahl von Rechtsaußen das 28:26 folgen (58.). Nur wenige Augenblicke später versenkte Ivo Katic zum 28:28-Gleichstand. Exakt 90 Sekunden Spielzeit zeigte die Hallenuhr an. Wieder war es Oldie Philipp Emmelmann, der die blau-weißen Gastgeber mit 29:28 in Vorhand brachte. Die Gäste fabrizierten, bereits in der Schlussminute, einen Ballverlust. Matthias Meinl rief sein Team zur Beratung. Doch gleich danach unterlief Maximilian Manys ein technischer Fehler. Ardit Ukaj traf per Gegenstoß zum 29:29. Zumindest einen Zähler glaubte die HSG Werratal mitzunehmen. Doch diese Absicht durchkreuzte Eisenachs Tom Kreutzer…

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • Tom Kreutzer markierte den viel umjubelten Siegestreffer.

Statistik
ThSV Eisenach II: Noack, Martin; Küstner (5), Urbach (4), Warlich, Emmelmann (3/1), Manys (3), Kreutzer (7/1), Q, Alaj (8), Ziehn, Hennig
HSG Werratal: Fehr, Hofmann; Panasenko, Cetrik (3), Lange, Hergt (1), Basic (11/2), Ukaj (3), Katic (8/3), Wendland (1), Dolak (2), Tosino
Siebenmeter: ThSV Eisenach II 5/2 – HSG Werratal 7/4
Zeitstrafen: ThSV Eisenach II 3 x 2 Min. – HSG Werratal 4 x 2 Min.
Schiedsrichter: Clich/Pfefferkorn
Zuschauer: 220

Th. Levknecht

Andrea T. | | Quelle:

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