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ThSV Eisenach II will sich beim Viertliga-Absteiger beweisen

Team im Kapitän Qendrim Alaj gastiert beim Sonneberger HV und hat sich Wiedergutmachung auf die Fahnen geschrieben

Der ThSV Eisenach II startete am vergangenen Wochenende mit einem 33:31-Erfolg über den HBV Jena II in die Thüringenliga-Saison 2022/2023. Von Freude darüber, keine Spur. Trainer Daniel Hellwig war stinksauer. Sein Team vermochte den Anspruch auf eine Medaille oder gar den Titel in keinster Weise belegen. Es verdankte dem Sieg größtenteils dem Umstand, dass die in kleiner Formation, und damit nur wenigen personellen Alternativen, angereisten Zeiss-Städter in den letzten Minuten platt waren. Für das kommende Wochenende spricht Kapitän Qendrim Alaj deutlich von Wiedergutmachung.

Wir wollen beweisen, dass wir besser sind, betonte der mit 30 Jahren älteste Spieler des ThSV Eisenach II, der – mit etlichen 17- bis 19-Jährigen im Kader – ein Durchschnittsalter von 21 Jahren aufweist.

Kampfgeist, Spielfreude und eine deutlich bessere Abwehr kündigt der Spielgestalter an, der am Weltkindertag zum zweiten Mal Vaterfreuden genoss.

Sonneberger HV startete mit Auswärtssieg bei der HSG Werratal
Der samstägliche Gastgeber, der Sonneberger HV, ist gespickt mit erfahrenen überwiegend ausländischen Spielern. Die Partie wird am Samstag, 01.10.2022 um 19.00 Uhr in der Sporthalle „Berufliches Zentrum“ Sonneberg (Max-Planck-Straße 49) angepfiffen. Daniel Hellwig, der Coach des ThSV Eisenach II, hat den Sonneberger HV am vergangenen Wochenende bei dessen 28:26-Sieg bei der mit 9 ehemaligen Eisenachern auflaufenden HSG Werratal beobachtet. Junioren-Nationalspieler Dino Mustafic und Torhüter Borys Kriuchkov haben Daniel Hellwig beeindruckt.

Beide haben das Zeug, in der 2. Bundesliga zu spielen, so der ThSV-Coach.

Eduard Zakharov markierte gleich 12 Treffer. Die Spielzeugstädter um den inzwischen über 40-jährigen Spielertrainer Manuell Müller rissen in der Schlussviertelstunde trotz des Fehlens mehrerer Stammkräfte (Konstiantyn Ustymenko, Anton Sychow und Oleg Kumogorodskyy) das Ruder an sich. Tom Rehm war nach langer Verletzungspause wieder dabei. Auf dem Spielprotokoll fanden sich drei weitere neue Namen. Vom HSC Coburg II kam der 19-jährige Mert Harmandaroglu, aus Estland Volodymyr Maslak und aus der Ukraine der bereits erwähnte Eduard Zakharov.

ThSV-Coach Daniel Hellwig fordert deutliche Leistungssteigerung
Schon vor der Saison hatte ThSV-Coach Daniel Hellwig angekündigt, in jedem Spiel gewinnen zu wollen.

In Sonneberg will ich eine deutliche Leistungssteigerung sehen, erklärt Daniel Hellwig und fordert mehr Konsequenz beim Torwurf. Eine klare Reduzierung unserer Fehler wird nötig sein, um aus Sonneberg Zählbares mitzubringen, ergänzt der Trainer.

Er wird wohl auf Leonard Tölke und Armend Alaj aus Verletzungsgründen verzichten müssen. Hinter dem Einsatz von Burkhard Lehmann steht ein Fragezeichen. Nach überstandenem grippalem Infekt ist der 17-jährige John Katzwinkel dabei. Der ThSV Eisenach II wird vermutlich mit den beiden zuletzt treffsicheren Außen Bastian Kemmler (links) und Florian Müller (rechts) sowie Ole Gastrock-Mey, Qendrim Alaj und Julius Brenner im Rückraum, Hristjian Remenski am Kreis und Bastian Freitag im Tor beginnen.

Sonneberger HV nach Viertliga-Abstieg größtenteils zusammengeblieben
Nach einem kurzen Intermezzo in der Mitteldeutschen Oberliga ist der Sonneberger HV zurück in der Thüringenliga Männer, will bei der Titelvergabe ein gehöriges Wort mitreden.

Da an sich alle Leistungsträger erhalten blieben, kann und muss das Ziel ein Medaillenrang oder gar die Meisterschaft sein, verlautet aus der Spielzeugstadt.

Die Mannschaft ist größtenteils zusammengeblieben. Auch Torwart Borys Kriuchkov hütet weiter das Tor. Er stach in der zurückliegenden Saison, als es sportlich nicht rund lief, immer wieder mit sehr starken Paraden heraus. Er lehnte ein Angebot des benachbarten Zweitligisten HSC Coburg ab. Von der Vestestadt war zur zurückliegenden Saison Juniorennationalspieler Dino Mustafic gekommen. Er wird weiter das Trikot der Spielzeugstädter tragen. Paul Dietrich, der einzig verbliebene Ur-Sonneberger, hält sich zwar fit, wird aber wohl nur im Notfall auflaufen. Am Samstagabend hat der Sonneberger HV im zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg auf dem Zettel, gilt auch als Favorit der Partie.

Th. Levknecht

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