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ThSV Eisenach mit erfolgreichem Testspielauftakt

Wartburgstädter siegen beim Zweitliga-Konkurrenten EHV Aue mit 34:29 (19:14) / Neuzugänge gefallen/ Nun Testspiele im Doppelpack beim HSC Coburg

Ein toller Einstieg. Er zeigt, wir sind schon relativ fit. Wir haben unseren breiten Kader genutzt und viel gewechselt. Der Sieg ist freilich nicht überzubewerten. Der EHV Aue ist später ins Training eingestiegen und hatte nicht alle Stammkräfte dabei. Wir haben viel Gutes bei uns gesehen, aber ebenso, woran noch zu arbeiten ist, bilanzierte Markus Murfuni, der Coach des ThSV Eisenach, nach dem 34:29 (19:14) -Erfolg seines Teams im Testspiel beim Ligakonkurrenten im Erzgebirge.

Alle vier Neuzugänge (Malte Donker, Fynn Hangstein, Rouben Sousa und Johannes Jepsen) kamen zum Einsatz und wussten zu gefallen. „Sie haben sich bereits gut eingereiht“, freute sich Markus Murfuni. Nahezu alle Feldspieler beteiligten sich an der Trefferausbeute.

Testspiele beim Erstbundesliga-Absteiger
Zwei Testspiele bei Erstbundesliga-Absteiger HSC Coburg folgen am Donnerstag, 05.08. und Samstag, 07.08.2021. Die Partie am Samstag in der HUK-COBURG arena (Anpfiff um 18.30 Uhr) wird vor Zuschauern ausgetragen. (Tickets im Vorverkauf über die Homepage des HSC Coburg unter www.hsc2000.de. Tickets werden, so der HSC Coburg auf Nachfrage, aber auch am Spieltag an der Tageskasse angeboten.)

Mit hohem Tempo zur deutlichen Führung
„Der ThSV Eisenach legte ein deutlich höheres Wettkampftempo vor“, beschrieb Kirsten Weber aus dem Trainerteam des EHV Aue die Auftaktphase. „Wir agierten in der Abwehr aggressiv und zogen unsere Angriffsaktionen mit ganz viel Tempo auf“, erklärte Eisenachs linker Rückraumspieler Daniel Hideg. In der Formation mit Ivan Snajder auf Links- und Ante Tokic auf Rechtsaußen, Daniel Hideg im linken und Alexander Saul im rechten Rückraum, Jannis Schneibel in der Regierolle, Peter Walz am Kreis und Thomas Eichberger im Tor agierten die Wartburgstädter hoch konzentriert, trafen vom 4:5 (7.) zum 6:12 (15.). Ivan Snajder hatte von Linksaußen vollendet. Ante Tokic schloss von Rechtsaußen zum 7:14 ab (16.). Tempogegenstöße wurden konzentriert abgeschlossen. Peter Walz überzeugte einmal mehr in Abwehr und Angriff. Jannis Schneibel sagte laut vernehmbar die Spielzüge an. „Nach erst dreimaligem Training mit dem Handball fehlte uns zunächst die Wettkampfhärte“, beschrieb Bengt Bornhorn, der torgefährliche Kreisspieler des EHV Aue, die Phase bis zum 10:17 (24.). Mit seiner Einwechslung erfuhr das Angriffsspiel der Gastgeber deutlich mehr Torgefahr. Beim ThSV Eisenach standen inzwischen alle Neuzugänge auf dem Parkett. Keeper Johannes Jepsen parierte in großem Stil, verhinderte einen „Flieger-Treffer“, Fynn Hangstein traf zum zwischenzeitlichen 8:15 (20.). „Diesem deutlichen Rückstand sind wir bis zum Ende hinterhergelaufen“, befand Bengt Bornhorn. „Wir erreichten dann unser Wettkampftempo, es wurde eine Partie auf Augenhöhe“, analysierte EHV-Coach Kirsten Weber. Mit der Umstellung von einer 5:1- auf eine 6:0-Abwehr gewann seine Abwehr mehr Kompaktheit. Eisenachs Daniel Dicker setzte Neuzugang Rouben Sousa am Kreis in Szene, der zum 14:19 einnetzte. Mit zwei Glanzparaden, darunter gegen den freien Bengt Bornhorn, sicherte Johannes Jepsen seinem Team die 5-Tore-Pausenführung.

ThSV Eisenach stoppt konsequent Aufholversuch der Gastgeber
Kirsten Weber hatte seinen Neuzugang Aki Egilsnes noch auf der Bank gelassen. Ihm bescheinigte der EHV-Coach eine hohe Spielfähigkeit. Der 24-jährige Linkshänder markierte nach dem Seitenwechsel 4 Treffer. Mit Wiederanpfiff wurde deutlich spürbar, der EHV Aue wollte diesen Test nicht verlieren. Goncalo Ribeiro übernahm die zentrale Aufbauposition. Die Spielsteuerung atmete mehr Gefahr. Die Abwehr suchte frühzeitig den Körperkontakt. Die Gäste von der Wartburg wehrten den Versuch einer Aufholjagd erfolgreich ab. Nur beim 17:20 (35.), nach einem Rückraum-Knaller von Franz Schauer, schnupperten die Hausherren an einer Wende. Alexander Saul bediente Ivan Snajder, der von Linksaußen zum 17:21 einnetzte (35.). Per Schlagwurf lochte Daniel Hideg zum 17:22 ein (37.). Hannes Iffert versenkte im Doppelpack vom Kreis zum 20:26 ein (43.). Der ins ThSV-Gehäuse gekommene Routinier Blaz Voncina war auch gleich zur Stelle. Jannis Schneibel legte für Alexander Saul auf, der zum 21:27 einlochte (45.). Dem Charakter der Partie entsprechend operierte der ThSV Eisenach in der Schlussviertelstunde mit einer 5:1-Abwehr. Die Angriffszüge der Hausherren konnten mehrfach nur auf Kosten eines Siebenmeter-Pfiffes gestoppt werden. Fynn Hangstein verwandelte von der Siebenmeterlinie zum 24:30 (50.). Die Wartburgstädter ließen jetzt aber gute Torchancen aus. Die Hausherren trafen durch Aki Egilsnes zum 27:31 (58.). ThSV-Coach Markus Murfuni rief seine Schützlinge mittels grüner Karte zusammen. Malte Donker (2) und Fynn Hangstein schlossen erfolgreich zum 29:34-Endstand ab.

EHV Aue setzt auf Trainer-Trio
„Mit diesem ersten Test können wir zufrieden sein. Verbesserungspotential ist natürlich noch vorhanden“, konstatierte Eisenachs Daniel Hideg. „Unsere Leistung in Abwehr und Angriff ist noch sehr ausbaufähig“, bilanzierte EHV-Kapitän Bengt Bornhorn. „Eisenach scheint sich gut verstärkt zu haben“, fügte der 32-Jährige, seit vielen Jahren eine „Institution“ am Kreis des Teams aus dem Erzgebirge, hinzu. EHV- Coach Kirsten Weber hat einen Konkurrenzkampf auf allen Positionen ausgerufen, auch auf der Torwartposition. Der EHV Aue setzt in der kommenden Saison auf ein Trio auf der Trainerbank. Stephan Swat, Kirsten Weber und Torwart-Trainer Michael Hilbig sollen sich die Aufgaben teilen. Hintergrund der Entscheidung ist die schwere Corona-Erkrankung des bisherigen Cheftrainers Swat. Der 43-Jährige ist noch bis mindestens Mitte August krankgeschrieben. In Abstimmung mit den Ärzten und der Berufsgenossenschaft plant der EHV eine Wiedereingliederung für ihn. Stephan Swat weilte schon mal unter den Zuschauern in der Erzgebirgshalle.

Statistik
EHV Aue: Töpfer, Bochmann, Petursson; Ebert, Bornhorn (3/3), Egilsnes (4), M. Lux (6/3), Kozubik (2), Roth (2), Bombelka (3), Dutschke (1), Slachta (2), Schauer (2), Paraschiv (2), Halfdansson, Ribeiro (1),
ThSV Eisenach: Eichberger, Jepsen, Voncina; Iffert (2), Wöhler (1), Potisk (2), Hangstein (4/1), Walz (3), Hideg (4), Tokic (2), Sousa (1), Dicker, Donker (2), Schneibel (3), Snajder (5), Saul (5)
Siebenmeter: EHV Aue 6/6 – ThSV Eisenach 1/1
Zeitstrafen: EHV Aue 6 Min. – ThSV Eisenach 4 Min.
Zuschauer: 100

Th. Levknecht

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