ThSV Eisenach mit knappem Sieg im letzten Testspiel

Wartburgstädter mit 28:26 (14:14) -Erfolg über TuSEM Essen/ Nun gilt der Focus dem Saisonauftakt gegen den SC DHfK Leipzig

Im letzten Testspiel in Vorbereitung der Punktspielsaison 2025/2026 bezwang der ThSV Eisenach im hessischen Eschwege (Werra-Meißner-Kreis) den Zweitbundesligisten TuSEM Essen mit 28:26 (14:14). Erfolgreichste Werfer vor 450 Zuschauern waren für den ThSV Eisenach mit je 5 Treffern Max Beneke und Fynn Hangstein. Für TuSEM Essen markierte Felix Göttler 8 Treffer. Das Torhüterduo bei TuSEM Essen bildeten der Ex-Eisenacher Dominik Plaue und Fin Knaack, der erst kürzlich mit der deutschen U 19 den Junioren-Weltmeistertitel eroberte, in einem dramatischen Finale beim 41:40 nach zweimaliger Verlängerung gegen Spanien zum Matchwinner wurde. 

sportfotoseisenach – Moritz Ende beim Torwurf

Die Eisenacher, mit Vincent Büchner auf Links- und Moritz Ende auf Rechtsaußen, Oskar Joelsson, Felix Aellen und Stephan Seitz im Rückraum, Tillman Leu am Kreis und Matija Spikic startend, führten nach 8 Minuten 5:2. Ballgewinne führten zu Treffern im Gegenstoß. „Das war ein guter Start, doch dann stand unsere Abwehr nicht mehr kompakt. Wir gewannen kaum Zweikämpfe, waren mit zu wenig Energie auf der Platte“, befand Eisenachs Timothy Reichmuth. Die Gäste blieben dran, kamen immer wieder über Felix Göttler zum Torerfolg. Für den ThSV Eisenach traf Felix Aellen zum 10:7 (18.). „Doch wir waren im 1 gegen 1 nicht aggressiv, zeigten zu wenig Intensität. Uns fehlte die notwendige Härte, offensiv und defensiv, bekamen folglich Probleme. Unsere Basis muss es sein, über Intensität in der Abwehr ins Spiel zu kommen“, erläuterte Sebastian Hinze, der neue Coach der Wartburgstädter. ThSV-Keeper Matija Spikic parierte mehrfach, auch den Ball von Valentin Willner aus Nahdistanz (24.). Sebastian Hinze ärgerte die Fehler ohne Gegendruck. Dies müsse sich ändern, mehr Sicherheit einziehen. Oscar Joelsson, energisch den TuSEM-Kasten ansteuernd, markierte im Doppelpack das 14:12 (29.). Doch TuSEM nutzte zwei ThSV-Fehler zum 14:14-Ausgleich. Jan Reimer verwandelte per Siebenmeter zum Gleichstand. Fynn Hangstein scheiterte kurz darauf vom Strich an Dominik Plaue, sodass es mit einem 14:14 in die Halbzeitpause ging. ThSV-Geschäftsführer Rene Witte zeigte sich verärgert über die ersten 30 Minuten. Ihm fehlte die notwendige Einstellung. 

sportfotoseisenach – Max Beneke versucht die Abwehrmauer zu überwinden

Max Beneke mit Shooter-Qualitäten

Der ThSV Eisenach stand im zweiten Abschnitt in wechselnden Formationen auf dem Parkett. Von einer deutlichen Steigerung in der Positions-Abwehr sprach Sebastian Hinze. Doch zunächst gingen die Gäste aus dem Ruhrpott mit 15:17 (Willner, 36.) in Führung. Mit der Einwechslung vom erst in der Vorwoche verpflichteten Max Beneke kam mehr Torgefahr aus dem Fernwurfbereich. Spielzüge zu den Außenpositionen schlossen Timothy Reichmuth (42.) und Gian Attenhofer (43.) erfolgreich ab Doch das TuSEM-Team behauptete die Führung bis zum 22:23 (47.). „Wir haben dann noch besser gedeckt“, konstatierte Timothy Reichmuth. Die Angriffszüge der Gäste aus dem Ruhrpott wurden gestoppt. Mit Max Beneke, Felix Aellen und Fynn Hangstein im Rückraum ging es in die Schlussviertelstunde. Fynn Hangstein versenkte einen an Felix Aellen verwirkten Siebenmeter zum 23:23 (48.). Max Beneke nutzte eine Freiwurfablage zum 24:23 (50.). Ein Raunen ging durch die Zuschauerreihen. Der 22-Jährige beeindruckte mit seiner Wurfkraft, zeigte seine Shooter-Qualitäten. Ein Hangstein-Zuspiel schmetterte er zum 26:23 ins gegnerische Gehäuse. Eisenachs Abwehr hatten TuSEM kurz zuvor ins Zeitspiel gezwungen. Die Gäste versuchten es mit dem taktischen Mittel des 7 gegen 6, Eisenachs Defensive ließ sich nicht überraschen. Eine Benecke-Fackel schlug zum 27:24 ein (58.), Peter Walz versenkte einen Hangstein-Steilpass zum 28:24 (59.). Finley Werschkull betrieb mit seinen zwei Treffern für TuSEM noch Ergebniskosmetik zum 28:26-Endstand. 

sportfotoseisenach – Peter Walz markiert Eisenachs 28. Treffer

Sebastian Hinze: Die Jungs arbeiten im Training überragend 

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„Nach einer langen Vorbereitung befinden wir uns jetzt in einem Tal. Die Frische wird wiederkommen. Wir konzentrieren uns nun auf den Saisonauftakt nächste Woche, dem Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig“, erklärte Rene Witte. „Mit den Tugenden Team, Intensität und Geschlossenheit sind wir konkurrenzfähig. Wir haben eine junge und unerfahrene Mannschaft, die sich entwickeln muss. Die Jungs arbeiten im Training überragend. Die Mannschaft hat sich gefunden, das wird freilich ein fortschreitender Prozess. Ich habe das Zutrauen, dass wir das hinbekommen“, betonte Sebastian Hinze nach der Partie im Hessischen. Am Wochenende hat sein Team noch einmal frei, ab Montag gilt der volle Focus dem mitteldeutschen Derby am nächsten Samstag, 30.08.2025 ab 16.00 Uhr, das live vom mdr-Fernsehen in „Sport im Osten“ und von DYN übertragen wird. 

sportfotoseisenach. – Tillman Leu trifft vom Kreis

Statistik

ThSV Eisenach: Spikic, Heinevetter, Freitag; Joelsson (3), Reichmuth (2), Benekle (5), Hangstein (5/4), Attenhofer (3), Walz (1), Ende (1), Aellen (1), Meyer, Antonijevic, Seitz (3), Kurch, Büchner (2), Stupka, Saul, Leu (2)

TuSEM Essen: Plaue, Knaak; Mart (1), Göttler (8), Willner (4), Wolfram (1), Reimer (4/4), Eißing (2), Wolf, Clarius, Szuharev (1), Neuhaus (1), Kostuj (1), Heyny, Mast, Werschkull (3)

Siebenmeter: ThSV Eisenach 4/5 – TuSEM Essen 4/4

Zeitstrafen: ThSV Eisenach 2 x 2 Min. – TuSEM Essen 2 x 2 Min. 

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