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ThSV Eisenach möchte gern nachlegen

Wartburgstädter empfangen nach dem souveränen 36:24-Erfolg über Wilhelmshaven mit dem VfL Lübeck-Schwartau ein Team aus dem oberen Tabellen-Drittel  

Langsam verliert die Tabelle der 2. Handballbundesliga der Männer ihre Schieflage. In den letzten Wochen und Tagen wurden etliche Nachholspiele absolviert. Der VfL Gummersbach kassierte zwei recht deutliche Niederlagen kurz hintereinander, unterlag beim Tabellen-Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck 25:32 und bei Tabellenführer HSV Hamburg am Mittwoch 22:29. Der TuS Nettelstedt-Lübbecke ist dem Altmeister auf die Pelle gerückt. Ein Spitzentrio aus dem HSV Hamburg (35:5 Punkte), dem VfL Gummersbach (29:9) und dem TuS Nettelstedt-Lübbecke (27:9) führt die Tabelle an. Dahinter kommt als erster Verfolger der VfL Lübeck-Schwartau. Die Norddeutschen, mit 24:14 Punkten auf Tabellenplatz 4, sind am Sonntag, 07.03.2021 um 17.00 Uhr beim mit 17:23 Zählern auf Platz 10 rangierenden ThSV Eisenach zu Gast. Ohne Zuschauer.

Das ist ein Team anderen Kalibers als unser Mittwoch-Kontrahent Wilhelmshavener HV, erklärt Markus Murfuni, der Coach des ThSV Eisenach, mit Blick auf die Partie des 22. Spieltages am Sonntagnachmittag. Wir sind nicht unbedingt der Favorit, wollen in heimischer Halle aber alles raushauen, fügt Markus Murfuni an.

Zieht seine Crew ihr Tempospiel ohne „Auszeit“ durch, könnte Zählbares herausspringen. Martin Potisk und Jannis Schneibel werden als Spielgestalter auf das Tempo drücken, doch vor allem sollen möglichst einfache Treffer aus Tempogegenstößen gelingen. Die schnellen Außen lechzen geradezu danach.

Beim Hinspiel in der Hansehalle Lübeck boten wir 20 ganz starke Anfangsminuten, dem 40 ganz schlechte folgten, rief ThSV-Manager Rene Witte in Erinnerung.

Sicher auch, um seine Mannschaft zusätzlich anzustacheln. Gelingen die Pluspunkte 18 und 19, könnte der ThSV Eisenach beruhigter in die kurze Punktspielpause aufgrund von Länderspielen gehen.

VfL Lübeck-Schwartau feierte gerade 9. Heimsieg in Folge
Der VfL Lübeck-Schwartau bezwang am Dienstagabend den TV Hüttenberg mit 25:22 (13:9) und feierte damit den 9. Heimsieg in Folge. Eine stabile Abwehr und ein starker Julius Lindskog Andersson (8 Treffer) führten die Ostseestädter in einer spannenden Partie zum Sieg. Lange durften die Mittelhessen auf Zählbares in der Hansehalle Lübeck hoffen. Der Kopf des VfL Lübeck-Schwartau ist Spielgestalter Julius Lindskog Andersson. Der Schwede, im Sommer vom TuS Ferndorf gekommen, belegt mit 95 Treffern Platz 9 in der Torjägerliste der Liga. Nach der Saison zieht es ihn allerdings zurück in die Heimat. Ein schmerzlicher Verlust für den VfL Lübeck-Schwartau! Oder entscheidet er sich doch noch anders? Zu den Leistungsträgern zählt seit Jahren der 2,10 Meter-Mann Dennis Klockmann im Tor. Der Routinier sicherte schon manchen Zähler. Beim Sieg über den ThSV Eisenach Mitte Oktober glänzte allerdings der junge Nils Conrad im Kasten des VfL Lübeck-Schwartau.

Dennis Klockmann hat seine Qualitäten in dieser Saison schon oft gezeigt und uns damit zu einigen Siegen verholfen. Nils Conrad ist ein junger, talentierter Torhüter, der in dieser Saison ebenfalls schon gezeigt hat, dass man sich auf ihn verlassen kann. Ich bin mit beiden sehr zufrieden, erklärte Piotr Przybecki, der Coach des VfL Lübeck-Schwartau.

Die Norddeutschen reisen am Spieltag gen Thüringen.

Ich erwarte einen Gegner, der im Heimspiel alles geben wird, um die zwei Punkte zu holen. Wir brauchen wieder eine richtig gute Leistung und wollen unsere Form aus den beiden Heimspielen jetzt auch auswärts zeigen. Wir fahren nach Eisenach, um auch dort zu gewinnen, lässt ein selbstbewusster Piotr Przybecki wissen.

Bis auf die länger verletzten Fynn Ranke und Thees Glabisch hat er alle an Deck.

EHV Aue muss in Corona-Quarantäne
Richtig gut in der Spur ist der EHV Aue: sechs Spiele ohne Niederlage, Platz 6 mit 22:14 Punkten.  Doch nun muss das Team um den einstigen Eisenacher Spieler und Trainer Rúnar Sigtryggsson in Quarantäne. Mit Verspätung! Nach positiven Corona-Tests bei Aues vorletztem Gegner TuS Ferndorf hat das zuständige Gesundheitsamt die gesamte Mannschaft mit Verspätung in Quarantäne geschickt. Am Mittwoch hatte der EHV Aue in einem Handball-Krimi noch Bayer Dormagen mit 29:28 bezwungen. Das Team aus dem Erzgebirge kann somit am Sonntag nicht zum Tabellenführer HSV Hamburg reisen.  Wann das Spiel nachgeholt wird, steht momentan noch nicht fest. Der ThSV Eisenach erwartet den EHV Aue am 27. März 2021 zum Traditionsderby in der Wartburgstadt.

Th. Levknecht

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