Eisenach Online – Aktuelle Nachrichten
Werbung
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

ThSV Eisenach reist zur Mutter aller Handballderbys ins Erzgebirge

 95. Auflage: EHV Aue – ThSV Eisenach

Das Handball-Traditionsderby der neuen Bundesländer zwischen dem EHV Aue und dem ThSV Eisenach erlebt am Samstag, 02.11.2019 um 17.00 Uhr in der Erzgebirgshalle Aue-Lößnitz seine 95. Auflage. Seit 19961 liefern sich beide packende Duelle um Erst- oder Zweitligapunkte. Am Samstag empfängt der Zehnte (EHV Aue) den Vierten (ThSV Eisenach) der 2. Handballbundesliga der Männer. Beide Teams und beide Fanlager freuen sich auf ein Handballfest, verbinden beide Vereine seit Jahren freundschaftliche Kontakte. Mehrere hundert blau-weiße Fans von der Wartburg werden die Fahrt ins Erzgebirge antreten, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. Auf Einladung des EHV Aue reisen nahezu 20 ehemaliger Motor- und ThSV-Spieler um Trainer Hans-Joachim Ursinus mit an, um die Traditionspflege neu zu befruchten. Rainer Osmann, als Spieler, Kapitän und Trainer ein Eisenacher Handballurgestein, hatte den Anstoß gegeben.

„Wir freuen uns auf dieses Derby, wir freuen uns, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Der ThSV Eisenach kommt mit breiter Brust, trotz Heimvorteils sind wir nicht unbedingt in der Favoritenrolle. Dass wir natürlich gewinnen wollen, ist wohl klar“, erklärt Rüdiger Jurke, nicht nur der Manager des EHV Aue sondern „Mister Handball“ seit vielen Jahren der Region.

Nach einer kurzen Punktspielpause aufgrund von Länderspielaufgaben gehen beide Mannschaften im Stimmungshoch in die Partie. Der EHV Aue konnte zuletzt mit zwei Siegen seine Punktebilanz verdoppeln. Der ThSV Eisenach ist seit 6 Spielen ungeschlagen, schloss seine „Festspielwochen“ mit 4 Heimspielen in Serie mit 4 Siegen gegen namhafte Konkurrenten ab. „Wir müssen uns nach den Wochen mit Trainingslagereffekt erst wieder an ein Auswärtsspiel gewöhnen“, erläutert Sead Hasanefendic, der Coach des ThSV Eisenach. „In welche Richtung geht es weiter“, diese Frage soll laut der Trainerikone das Derby und die folgenden zwei Punktspiele (Heimspiel gegen Rimpar, Auswärtsspiel in Coburg) beantworten. Seine ganz junge Mannschaft werde erneut vor große Aufgaben gestellt. Yoav Lumbroso, ein 20-jähriger Mittelmann, absolvierte in der Vorwoche zwei Länderspiele mit Israel im Rahmen der WM-Qualifikation und vermochte auch auf internationalem Parkett zu überzeugen. „Es spricht doch für uns, wenn junge Spieler aus unseren Reihen den Sprung in die Nationalmannschaft ihrer Heimat schaffen“, betonte Eisenachs Manager Rene Witte. Welchen Riesenanteil am Eisenacher Erfolgskurs Trainer Sead Hasanefendic hat, ist unbestritten. Mit welchem Engagement und Ausdauer der 71-Jährige all seine Erfahrungen in jede Trainingseinheit einbringt, ist nicht mit Worten zu beschreiben. Seine Schützlinge saugen jede Trainingseinheit mit Begeisterung auf. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni hat er seine Schützlinge akribisch auf den späten Samstagnachmittag vorbereitet. Er kennt Derbyatmosphäre aus seiner langen Trainerlaufbahn gut. Dieses Derby, dieses Traditionsderby, werde ich zum ersten Mal erleben. Natürlich kenne ich die Derby-Gesetze, von der Ungewissheit vor dem Spiel, der großen Zuschauerbegeisterung auf beiden Seiten, die knisternde Atmosphäre auf den Rängen bis zu vielen Emotionen auf dem Parkett. Ja, ich habe schon einige solcher Derbys durchlebt. Entscheidend wird sein, welche Spieler, welche Mannschaft mit dieser besonderen Atmosphäre am besten klarkommt. Diese hat gute Chancen auf den Sieg. Meine Spieler und ich freuen uns auf den Samstagabend!“ Was wird aus seiner Sicht wichtig sein? „Die Verteidigung im Zusammenspiel mit dem Torhüter, dem Gastgeber keine leichten Tore über den Gegenstoß zu erlauben und vor allem Disziplin“, legte er seiner jungen Mannschaft ans Herz. Der ThSV Eisenach geht davon aus, alle Spieler auf bieten zu können, hofft von der breiten Bank zu profitieren.

Radek Musil gehört mit fast 46 Jahren noch immer zum Auer Torhüterteam
Im Team des EHV Aue steht mit Adrian Kammlodt der beste Werfer der Liga aus dem Feld. “Adrian Kammlodt hat in allen bisherigen 9 Spielen gezeigt, dass er sich in sehr gute Form befindet. Er verkörpert den modernen torgefährlichen Rückraumspieler. Letztendlich ist aber auch er nur Teil seiner Mannschaft. Wir werden keine besonderen Maßnahmen gegen ihn ergreifen, würden sonst vielleicht den Blick für andere wichtige Spieler des EHV Aue verlieren. Erwähnt seien stellvertretend Gabriel des Santis, Bengt Bornhorn, BenasPetreikis und Ladyslav Brykner. Na klar, jeder meiner Spieler, der in den Zweikampf mit Adrian Kammlodt kommt, muss höllisch aufpassen. Doch wir müssen auf die gesamte Mannschaft des EHV Aue aufpassen“, betont Sead Hasanefendic. Der zweitbeste Werfer der Liga aus dem Feld steht mit Ante Tokic in den Reihen des ThSV Eisenach. “Beides starke Spieler. Aber sie allein werden das Spiel nicht gewinnen können. Wir brauchen eine stabile Abwehr, um einfache Tore werfen zu können, dazu im Positionsangriff eine hohe Passgenauigkeit und eine gute Chancenverwertung“, erklärt Stephan Swat, der Coach der Gastgeber. Respekt zeigt Eisenachs Coach Sead Hasanefendic vor dem Torhüterteam des EHV Aue, zu dem der in der nächsten Woche seinen 46. Geburtstag feiernde Ex-Eisenacher Radek Musil noch immer gehört. Zuletzt überzeugte der 21-jährige Eric Töpfer im Kasten des EHV Aue. Radek Musil, von 2008 bis 2013 zum Torhüterteam des ThSV Eisenach zählend, wird ganz viele Hände aus dem Eisenacher Fanlager schütteln müssen.

Tickets sind in begrenzter Zahl an der Tageskasse der Erzgebirgshalle erhältlich!

Steffen E. | | Quelle:

Was denkst du?

400000
Werbung

Durch den Klick auf Disqus Kommentare laden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Danach wird das Kommentarsystem Disqus geladen. Disqus ist ein Service von Disqus Inc., San Francisco, USA.

Top