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ThSV Eisenach triumphiert am Feiertag in Bayern

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Willy Weyhrauch markierte für den ThSV Eisenach gleich 13 Treffer.

Wartburgstädter mit 36:26 (20:14) -Sieg beim TuS Fürstenfeldbruck erster Tabellenführer • Willy Weyhrauch netzt gleich 13 Bälle ein

Ein Auftakt nach Maß für den ThSV Eisenach! Am Abend des Tages der deutschen Einheit, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands, am 1. Spieltag der neuen Saison in der 2. Handballbundesliga der Männer und nach 7-monatiger Corona-Pause, feierten die Wartburgstädter beim TuS Fürstenfeldbruck vor 200 zugelassenen Zuschauern einen klaren 36:26 (20:14)-Erfolg und setzten sich damit an die Tabellenspitze. Beide Teams legten eine überaus faire Spielweise an den Tag. Die jungen Unparteiischen Philipp Dinges und Tobias Schmack hatten keine Probleme mit der Leitung der Partie.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Eisenachs Trainer Markus Krauthoff-Murfini und Manager Rene Witte jubeln.

Dank an den Tus Fürstenfeldbruck
Was war den Eisenachern wichtig? Rene Witte, der Manager, und Markus Krauthoff-Murfuni, der Cheftrainer, bedankten sich ausdrücklich für den freundlichen Empfang und die überaus gute Zusammenarbeit im Vorfeld.

Besonderer Dank geht an meinen Kollegen Michael Schneck vom TuS Fürstenfeldbruck, mit dem ich ständig in Kontakt stand, betonte Rene Witte.

Das Eisenacher Presseteam wurde im Vorfeld und am Spieltag vortrefflich von TuS-Mitarbeiterin Yvonne Herzog-Nawarra und ihren Kollegen betreut. Die Medienvertreter aus Thüringen dankten dafür ganz herzlich. Überhaupt, das Zweitliga-Comeback nach 28 Jahren in der Zeit einer Pandemie hatte der TuS Fürstenfeldbruck mit ganz großer Exaktheit und Engagement vorbereitet und am Spieltag umgesetzt. Bei allen Zuschauern wurde vor dem Eintritt Fieber gemessen. Auf die strikte Einhaltung der Hygieneregeln, wie das Tragen des Mund- und Nasenschutzes, wurde geachtet. Jeder Ordner, jeder Helfer hatte stets ein freundliches Wort auf den Lippen. Das verdient allerhöchste Anerkennung!

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
ThSV-Keeper Thomas Eichberger jubelt nach pariertem Siebenmeter.

Eisenacher Plus auf der Torhüterposition

Wir hatten gehörig Respekt, gestand Eisenachs Coach Markus Krauthoff-Murfuni.

Seine Schützlinge dominierten allerdings von Beginn.

Alle Mannschaftsteile haben sich gut ergänzt, konstatierte Markus Krauthoff-Murfuni.

Auf der Torhüterposition verzeichneten die Eisenacher durch Thomas Eichberger und ab der 38. Minute Blaz Voncina ein klares Plus. Beide wurden mit 17 Paraden notiert, ihre Kollegen auf Seiten der Hausherren mit lediglich 7 Paraden.

Mit meinem Punktspieleinstand in der 2. Handballbundesliga und unserem 10-Tore-Sieg bin ich natürlich zufrieden. Überbewerten dürfen wir das Ganze freilich nicht, betonte Keeper Thomas Eichberger.

Vor dem Spiel habe es schon gekribbelt, gestand Daniel Dicker, wie sein österreichischer Auswahlkollege Thomas Eichberger erstmals in der 2. Handballbundesliga am Ball.

Wir haben viel über beide Außen gespielt, zu Willy Weyhrauch und Ivan Snajder. Das erwies sich als das richtige Rezept, resümierte Daniel Dicker.

Nach dem 11:20 (27.) ging den Thüringern kurzzeitig die Souveränität verloren, ein knapp zehnminütiger Durchhänger ließ die Gastgeber kurzzeitig hoffen. Die Hausherren um Kapitän Korbinian Lex schlossen konzentriert ab, einige Male über den Kreis oder auch aus dem Rückraum. Der Vorsprung der Eisenacher schmolz bis auf 4 Treffer (17:21, 36.). Die Hausherren bejubelten jeden Treffer nahezu frenetisch. Ein Torwartwechsel und eine Auszeit brachten die Eisenacher wieder in die Erfolgspur zurück.

Wir mussten zunächst das Tempo drosseln, um wieder Ruhe in unser Spiel zu bekommen, erklärte Markus Krauthoff-Murfuni.

Wichtig, wir ließen die Gastgeber auf nicht mehr als 4 Treffer heran, befand Jonas Ulshöfer am Tag zuvor seinen 27. Geburtstag begehend. Wir sind dann nach Ballgewinnen in der Abwehr wieder davongezogen, rekapitulierte der Rückraum-Mitte-Mann.

Vom 21:25 (43.) trafen die Wartburgstädter zum 21:30 (50.). Willy Weyhrauch hatte per Heber einen Konter vollendet.

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Martin Potisk mit Power unterwegs.

ThSV mit starker Linkshänderfraktion
Auch die Torwurfeffektivität sprach klar für Eisenacher. Willy Weyhrauch benötigte für seine 13 Treffer nur 16 Versuche, was einer Torwurfeffektivität von 81 Prozent entspricht. Er verwandelte auch alle 4 seinem Team zugesprochenen Siebenmeter.

Ich bin wohl derzeit erste Wahl von der Siebenmeterlinie, erklärte Willy Weyhrauch schmunzelnd.

Dieses Spiel war nach der langen Corona-Pause und der 12-wöchigen Vorbereitung wie eine Erlösung, gestand der Rechtsaußen.

Die Linkshänderfraktion mit Willy Weyhrauch (13 Treffer) und Alexander Saul (7) markierte 20 der 36 Eisenacher Treffer. Linkshänder Ante Tokic kam nur zu einem Kurzeinsatz.

Ein Fingerbruch zwang mich einige Wochen zu dosiertem Training. Ich habe noch Nachholbedarf, erklärte der stellvertretende Mannschaftskapitän.

Ante Tokic sowie die leicht angeschlagenen und deshalb nicht eingesetzten Luka Kikanovic und Armend Alaj haben das Team auf der Bank bestens unterstützt und für gute Stimmung gesorgt, unterstrich Markus Krauthoff-Murfuni.

Nicht nach Bayern mitgefahren waren die auf der Verletztenliste stehenden Justin Mürköster, Adrian Wöhler und Kristian Vollar. Der ThSV Eisenach bestritt die Partie nahezu nur mit 8 Feldspielern. Das Team werde, so Markus Krauthoff-Murfuni, den Moment genießen, ab Montag sich der gezielten Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstag, 10.10.2020 widmen.

Das wird natürlich ein Kontrahent anderen Kalibers, weiß der Eisenacher Cheftrainer.

Inwieweit Zuschauer erlaubt sein werden, hängt von der Mitteilung des zuständigen Gesundheitsamtes zu Wochenbeginn ab.

Eisenachs Cheftrainer spricht Aufsteiger Mut zu

Wir sind mit großer Euphorie in diese Partie gegangen. Am Ende steht Ernüchterung. Der ThSV Eisenach hat unsere Grenzen aufgezeigt. Jeder unserer Fehler wurde eiskalt per Gegenstoß bestraft, resümierte Martin Wild, der Coach des TuS Fürstenfeldbruck. Unsere Abwehr bekam im ersten Abschnitt keinen Zugriff, was 20 Gegentore bis zur Halbzeit belegen. Das Torhüterduell ging klar an Eisenach, ergänzte Martin Wild. Wir können besser spielen, betonte er zum Abschluss. Auf dieser Leistung aufbauend, bin ich mir sicher, wird der TuS Fürstenfeldbruck noch etliche Punkte holen, sprach Markus Krauthoff-Murfuni dem Aufsteiger Mut zu.

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Den Ball hat sich Eisenachs 2-Meter-Hühne Kristian Beciri geangelt.

ThSV: Tempospiel über die Außenpositionen
Schnelles Umschaltspiel hieß das Erfolgsrezept der Eisenacher, mit Ivan Snajder auf Links- und Willy Weyhrauch auf Rechtsaußen, Daniel Dicker im linken und Alexander Saul im rechten Rückraum, Martin Potisk als Spielgestalter, Kristian Beciri am Kreis und Thomas Eichberger im Tor beginnend. Jonas Ulshöfer löste zwischenzeitlich Martin Potisk ab, Andrej Obranovic kam für Rückraumaufgaben, sorgte aber auch für Verschnaufpausen von Kristian Beciri am Kreis. Tempogegenstoß auf Tempogegenstoß rollte in Richtung des Gastgeberkastens vielfach abgeschlossen über beide Außenpositionen durch Willy Weyhrauch und Ivan Snajder. Beide trugen mit je 4 Treffern zum 6:13 (16.) bei. Die offensiv ausgerichtete Abwehr der Hausherren vermochte Eisenachs Tempospiel nicht zu bremsen, Die 20:11-Führung (27.) der Blau-Weißen war mehr als die halbe Miete.

Kurzzeitig stotterte der blau-weiße Motor
Doch dann stotterte der ThSV-Motor, Auch, weil der TuS Fürstenfeldbruck zunehmend beherzter agierte. Julius Prause verkürzte unmittelbar nach Wiederanpfiff auf 15:20 (31.). Max Horner traf zum 17:21 (36.). Mehr ließen die Eisenacher allerdings nicht zu. Willy Weyhrauch verwandelte einen an Kristian Beciri verwirkten Siebenmeter zum 18:23 (39:9, Alexander Saul enteilte zum 19:24 (40.). Der ins ThSV-Gehäuse eingewechselte Blaz Voncina glänzte mit einer 50-Prozent-Fangquotem parierte 9 von 18 Würfen. Ivan Snajder lochte im Doppelpack zum 21:28 ein (48.). Eisenachs Auftaktsieg war in „trockenen Tüchern“, Jonas Ulshöfer narrte die Abwehr der Gastgeber zum 23:32 (52.). Eine Steilvorlage seines Torhüters Blaz Voncina nutzte Willy Weyhrauch zum 24:33 (55.). Andrej Obranovic traf vom Kreis (!) zum 25:36 (58.). Benedikt Hagitte besorgte mit seinem Treffer den 26:36-Endstand.

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Ivan Snajder auf dem Weg zu einem seiner 7 Tore.

Statistik
TuS Fürstenfeldbruck: Luderschmid, Hanemann; Huber, Kaulitz (3), Kolodziej (4/2), Borschel (3), Lex (3), Seitz, Meinzer (2), Kerst (1), Engelmann, Stumpf (2), Prause (3), Horner (4), Hagitte (1), Prestele
ThSV Eisenach: Eichberger, Voncina (ab 38.); Kikanovic, Potisk (2), Ulshöfer (2), Tokic, A. Alaj, Dicker (1), Obranovic (2), Beciri (2), Snajder (7), Weyhrauch (13/4), Saul (7)
Siebenmeter: TuS Fürstenfeldbruck 2/3 – ThSV Eisenach 4/4
Zeitstrafen: TuS Fürstenfeldbruck 6 Min.- ThSV Eisenach 4 Min.
Schiedsrichter: Dinges/Schmack
Zuschauer: 200 in der Wittelsbacher-Halle Fürstenfeldbruck

Th. Levknecht

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