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Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Jonas Ulshöfer bejubelt einen seiner drei Treffer

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Jonas Ulshöfer bejubelt einen seiner drei Treffer

ThSV Eisenach verzaubert seine Fans

Wartburgstädter legen in der Abwehr den Grundstein zum 29:24 (17:12) -Erfolg über Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen • Alexander Saul mit Torwurf-Traumquote

Der ThSV Eisenach verzauberte seine Fans, feierte mit einer famosen Leistung über die gesamten 60 Minuten einen 29:24 (17:12) -Erfolg über den bis dato unbezwungenen Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen. Linkshänder Alexander Saul glänzte mit einer 100-Prozent-Torwurfquote, benötigte für seine 9 Treffer exakt die gleiche Zahl an Versuchen.

Die Leidenschaft auf dem Parkett und die Stimmung auf den Rängen erinnerte an beste Motor-Eisenach-Zeiten, befanden die Zuschauer älteren Semesters. Die deutlich bessere Mannschaft hat völlig verdient gewonnen, unterstrich Peter Witsche, einstiger Erstliga-Torhüter von Motor Eisenach.

Mit einem 10:3-Start (19.) hatten die Wartburgstädter ein klares Signal gesetzt. Kurzzeitig spannend wurde es, als die Gäste bis auf zwei Treffer verkürzten (22:20, 49.), die Eisenacher, von über 1.800 Zuschauern geradezu frenetisch angefeuert, mit Treffern zum 25:21 (52.) und 27:22 (57.) den Doppelpunkt in trockene Tücher packten.

Wir spielten mit Freude über die gesamte Distanz, unterstrich Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic.

Die stimmungsvolle Kulisse war fasziniert!

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Marko Racic, der 2-Meter-Mann am Eisenacher Kreis

Die Abwehrtaktik des alten Fuchses setzte die junge Garde bestens um
Die ThSV-Akteure Luka Kikanocic, Duje Miljak und Justin Mürköster waren sich einig, „ausschlaggebend für den Erfolg war die Deckungsarbeit“. Die Abwehrtaktik des alten Fuchses setzte die junge Garde bestens um. Eisenachs Trainerikone Sead Hasanefendic hatte seine Schützlinge während der Trainings-Woche auf eine 5:1-Deckung eingeschworen Das junge Team setzte das Konzept mit Akribie, Leidenschaft und zumeist regelkonform um. Ivan Snajder brillierte als vorgezogene Deckungsspitze.

Ja, die 5:1-Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg. In der Analyse in Vorbereitung auf diese Partie haben wir uns für diese Taktik entschieden, strahlte Duje Miljak. Klappt es in der Abwehr, steigt das Selbstvertrauen im Angriff. Jeder wusste, einen Fehler im Angriff können wir in der Abwehr ausbügeln, ergänzte der Eisenacher Kapitän.

Er nahm damit Bezug auf die eine oder andere ausgelassene gute Tormöglichkeit. Das lag auch daran, dass sich Felix Storbeck im Kasten des ASV Hamm-Westfalen im Spielverlauf mächtig steigerte. Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic verwies auf einen weiteren wichtigen Aspekt:

Uns unterliefen nur 5 technische Fehler.

Er setzte seine drei Spielmacher Martin Potisk, Jonas Ulshöfer und Yoav Lumbroso optimal ein.

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Sead Hasanefenic, der alte Trainerfuchs, hatte seinem Team einen maßgeschneiderten Taktikanzug verpasst

ThSV-Keeper Blaz Voncina trifft aus dem eigenen Kreis

Wir wurden in den ersten 20 Minuten regelrecht überrollt. Der ThSV Eisenach startete mit viel Emotionen, unterstützt von der Halle. Wir bekamen keinen Zugriff, vermochten den Sturm nicht aufzuhalten, gestand Kay Rothenpieler, der Coach des ASV Hamm-Westfalen, der mit Merten Krings auf seinen zweiten Spielmacher verzichten musste, seinen rechten Rückraumspieler Stefan Lex schon nach 4 Minuten verletzungsbedingt verlor.

Ein Doppelpack von Luka Kikanovic leitete eine furiose Auftaktphase ein. Die Eisenacher Abwehr im Zusammenspiel mit Torhüter Blaz Voncina legte den Angriff der Westfalen m Regisseur Sören Südmeier an die kurze Kette. Nach vorne waren Tempo, Präzision und Entschlossenheit angesagt. Die Eisenacher nutzten zudem die 2,05 Meter ihres Kreisläufers Marko Marko Racic.ibn Abwehr und Angriff. Eine Freiwurfablage schmetterte der vor Tatendrang sprühende Alexander Saul zum 6:2 ins Netz (11.). Willy Weyhrauch netzte per Gegenstoß zum 7:3 ein (13.). Es folgte ein Personalwechsel beim ThSV Eisenach, Jionas Ulshöfer löste Martin Potisk ab, Andrej Obranovic kam im linken Rückraum, Ante Tokic auf Rechtsaußen. Die Westfalen versuchten es inzwischen mit dem zusätzlichen Feldspieler. Eisenachs Torhüter Blaz Voncina zirkelte das Leder aus dem eigenen Kreis zum 9:3 in den verwaisten Gästekasten. Nach einer Abwehrtat bediente der Eisenacher Keeper den sprintenden Ivan Snajder, der zum 10:3 vollendete (19.). Die Wartburgstädter spielten wie im Rausch. Jonas Ulshöfer vernaschte die Gästeabwehr zum 12:5 (23.). Ein technisch delikater Dreher von Alexander Saul sorgte für den 17:12-Pausenstand.

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Willy Weyhrauch versenkt per Tempogegenstoß

Eisenachs rechte Angriffsseite in Galaform
Ungebremst kehrten die Eisenacher aus den Kabinen zurück. Sie hielten an ihrer Taktik ebenso fest wie die Gäste, die bei Ballbesitz ihren Torwart für einen weiteren Feldspieler tauschten.

Unsere Angriffsleistung über die rechte Seite war heute zu wenig, bilanzierte Kay Rothenpieler.

Eisenachs rechte Angriffsseite mit Alexander Saul und Ante Tokic (zusammen 14 Treffer) brillierte hingegen. Luka Kikanovic schmetterte mit Willenskraft pur zum 20:14 ein (37.). Eisenachs Abwehr zwang die Gäste zu würfen aus ungünstigen Positionen, die über oder neben dem Gastgeber- Gehäuse. Eisenachs schneller und beherzt in die Zweikämpfe gehender Rückraum-Rechts Aklexander Saul traf schier nach Belieben (21:17, 44.). Gestützt auf die Paraden ihres Keepers Alexander Storbeck pirschten sich die Gäste, inzwischen mit Fabian Huesmann auf vorgeschobener Deckungsposition, langsam heran. Beim 22:20 (49.) keimte bei ihnen Hoffnung. Aber nur kurz! Der gewitzte Yoav Lumbroso setzte Ivan Snajder in Szene, der von Linkaußen einnetzte. Ante Tokc verwandelte einen an Justin Mürköster verwirkten Siebenmeter zum 24:20 (51.). Kay Rothenpieler rief sein Team nochmals zur Dienstbesprechung- Eisenachs Schlussmann Blaz Voncina servierte Ivan Snajder die Vorlage zum 25:21 (52.). Die Gäste ließen (noch) nicht locker.

Doch Eisenach war einfach zu gut, bekannte Kay Rothenpieler.

Eisenachs Ante Tokic versenkte einen an Yoav Lumbroso verursachten Siebenmeter zum 27:22 (57.). Längst feierte die Eisenacher Anhängerschaft mit stehenden Ovationen ihre Mannschaft. Einen Tabellenführer, auch wenn erst nach 5 Spieltagen, schlägt man als Aufsteiger eben nicht alle Tage.

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Mannschafft und Fans jubeln gemeinsam

Am Samstag kommt der neue Tabellenführer in die Werner-Aßmann-Halle

Mit dieser Abwehr, unserer Motivation und unseren fantastischen Fans im Rücken können wir in eigener Halle jeden schlagen, schäumte Luka Kikanovic vor Freude regerecht über.

Schon am kommenden Samstag, 05.10.2019 kommt mit dem TuSEM Essen der neue Tabellenführer in die Werner-Aßmann-Halle. Das könnte wieder ein Handballfest werden….

Statistik
ThSV Eisenach: Voncina (1), Gorobtschuk; Kikanovic (3), Wöhler, Potisk, Ulshöfer (3), Miljak, Tokic (5/2), Richardt, Mürköster, Obranovic (1), Lumbroso (1), Snajder (3), Racic (2), Weyhrauch (1), Saul (9/1)
ASV Hamm-Westfalen: Storbeck, Krechel; Huesmann (6/4), Milde, Brosch, Fuchs, Fernandez; Schwabe (4), Lex (1), Stavast (5), Südmeier (3), Papadopoulos, Pretzewofsky, Franke 4, von Boengk (1)
Siebenmeter: ThSV Eisenach 4/3 – ASV Hamm-Westfalen 4/4
Zeitstrafen: ThSV Eisenach 4 x 2 Min. – ASV Hamm-Westfalen 4 x 2 Min.
Schiedsrichter: Hurst/Krag
Zuschauer: 1.804
Spielfilm: 6:3 (12.), 10:3 (19.), 14:10 (27.), 17:12 (30.), 20:15 (38.), 22:20 (49.), 25:21 (52.), 28:22 (58.), 29:24 (60.)

Th. Levknecht

Andrea T. | | Quelle:

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