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Der Einsatz von Rechtsaußen Willy Weyhrauch, hier beim Testspiel im Sommer in Hildesheim, bleibt das große Fragezeichen. | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Der Einsatz von Rechtsaußen Willy Weyhrauch, hier beim Testspiel im Sommer in Hildesheim, bleibt das große Fragezeichen.
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

ThSV Eisenach vor einem Vier-Punkte-Spiel

Wartburgstädter müssen am Sonntag bei Eintracht Hildesheim punkten • Ibai Meoki nicht dabei • Bangen um Rechtsaußen Willy Weyhrauch

Dass es in den eigenen Reihen und im Umfeld eines Teams rumort, das einen Tabellenplatz im oberen Tabellen-Drittel als Saison-Zielstellung benennt, nach 16 Spieltagen mit gerade einmal 6 Pluszählern sich im Abstiegsstrudel befindet, ist nahezu logisch. Dass dies von persönlichen Zerwürfnissen begleitet wird, verleiht der ohnehin prekären sportlichen Situation beim ThSV Eisenach einen ganz und gar unschönen Aspekt.

Nur Punkte sorgen für Beruhigung
Sportlich stehen die Zweitbundesliga-Handballer des Traditionsvereines am 2. Advent vor einem sogenannten Vier-Punkte-Spiel. Eintracht Hildesheim, schon 10 Punkte vorweisend, ist am Sonntag, 10.12.2017 um 17.00 Uhr in der heimischen Volksbank-Arena Gastgeber. Das Team von der Wartburg muss doppelt punkten, um zu den ersten Nichtabstiegsrängen auf Tuchfühlung zu bleiben. Das weiß auch ThSV-Coach Christoph Jauernik.

Die Aufgabe ist klar, wir müssen zwei Punkte einfahren, unterstreicht der 33-jährige A-Lizenz-Inhaber, dem sein sportlicher Arbeitgeber, die ThSV-Marketing GmbH, am Mittwoch ausdrücklich den Rücken stärkte.

Doch hat das Hickhack um seine Person, einschließlich unterschiedlichster Wortmeldungen in den sozialen Medien, Einfluss auf die Mannschaft und ihn selbst?

Diese Kommentare bleiben uns nicht verborgen. Ich appelliere an meine Spieler, sich auf unsere Kernaufgabe, die sportliche Leistung auf den Punkt zu bringen, zu konzentrieren. Es gibt einen Personenkreis, auf dessen Schultern die Verantwortung für den ThSV Eisenach liegt, der die Entscheidungen trifft, erklärt Christoph Jauernik.

Zwei Pluspunkte würden wohl für etwas Beruhigung sorgen. Die magere Bilanz von bisher 6 Pluszählern muss in den noch anstehenden 4 Spielen bis zum Jahreswechsel in den zweistelligen Bereich aufgestockt werden: in den Auswärtsspielen am Sonntag. 10.12. in Hildesheim und Freitag, 22.12.  in Saarlouis sowie in den Heimspielen am Samstag, 16.12 gegen den ASV Hamm-Westfalen und am 2. Weihnachtsfeiertag gegen den EHV Aue. Das ohne Kreisläufer Justin Mürköster, für den aufgrund eines Kreuzbandrisses das vorzeitige Saisonaus kam.

Eintracht Hildesheim will Gunst der Stunde nutzen
Eine ähnliche Rechnung wie der ThSV Eisenach wird auch Eintracht Hildesheim aufmachen. Die Schützlinge des erfahrenen Trainers und Managers Gerald Oberbeck können sich mit einem Doppelpunktgewinn etwas Luft zu den abstiegsbedrohten Plätzen verschaffen. Sie gehen nach dem jüngsten 29:25-Sieg bei der ebenfalls in Abstiegsängsten schwebenden HG Saarlouis gestärkt in die sonntägliche Partie. Und da ist natürlich auch noch die Erinnerung an den Tag im August dieses Jahres, als Eintracht Hildesheim den ThSV Eisenach in einem Testspiel klar mit 36:27 (16:15) bezwang. „Hinten wie der Schweizer Käse, vorn mit Alibi-Handball ohne Torgefahr“ und von einem „Wachrüttler zur rechten Zeit“ war seinerzeit die Rede.

Damals waren beide Teams im Probiermodus, unterstreicht Christoph Jauernik.

Seinerzeit netzte Savvas Savvas 11 Bälle im ThSV-Kasten ein. Der 20-jährige Rückraum-Linke von Eintracht Hildesheim führt inzwischen mit 130 Treffern die Torjägerliste der Liga an und wird von anderen Vereinen umworben. ThSV-Coach Christoph Jauernik bezeichnet den Griechen als den „wohl der auffälligste Zweitliga-Spieler“. Die eigene Abwehr müsse zugleich auf die Kooperation zwischen Rückraum Mitte und Kreis achten.  Die Eintracht-Verantwortlichen warnen vor einer Unterschätzung der Eisenacher.

Der ThSV hat sehr viel Qualität im Kader, es fehlt bisher nur an den Erfolgserlebnissen, sagt Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck mahnend. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen unser Spiel durchziehen, um zu gewinnen.

Der erst zweite Heimsieg ist fest eingeplant. Die zuletzt praktizierte 6:0-Abwehr soll den Grundstein legen.

Fragenzeichen um die Besetzung der Rechtsaußenposition
Auch der ThSV Eisenach wird auf ein 6:0-Deckungs-System setzen. Abwehrchef Duje Miljak ist dabei. Seine rote Karte am vergangenen Spieltag war nur eine Matchstrafe. Während der Woche hatte das Eisenacher Team mit grippalen Infekten zu kämpfen. Einige konnten nicht alle Trainingseinheiten absolvieren.

Die größten Sorgen bereitet mir Willy Weyhrauch, berichtet Christoph Jauernik.

Sein Mitwirken sei die große Unbekannte. Wer soll die Rechtsaußenposition übernehmen, wenn der Linkshänder nicht zur Verfügung steht? Der junge Luca Baur ist eigentlich der Weyhrauch-Stellvertreter. Denkbar auch, dass Adrian Wöhler von Links- auf Rechtsaußen wechselt, die jungen Noah Streckhardt und Maximilian Manys die Linksaußenposition besetzen. Ibai Meoki steht verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Nahezu die Gesamtlast der Regieaufgaben dürfte auf Marcel Schliedermann liegen.. Linkshänder Alexander Saul steht nach seiner Fußverletzung wieder im Mannschaftstraining und wird, nach Aussage von Christoph Jauernik, am Sonntag dabei sein, könnte im rechten Rückraum in punkto Torwurf Pedant zu Matthias Gerlich im linken Rückraum werden. Die Aufgaben an der Kreismitte werden sich Marcel Niemeyer und Hannes Iffert teilen.

Tickets an der Tageskasse der Volksbank-Arena
Die Fans des ThSV Eisenach stehen zu ihrer Mannschaft. Ein vollbesetzter Fanbus rollt am Sonntag. Für sich kurzfristig entschließende ThSV-Anhänger sind ausreichend Tickets an der Tageskasse der 2.500 Zuschauer fassenden Volksbank-Arena erhältlich.

Andrea T. | | Quelle:

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