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ThSV Eisenach will den Gästen die Marmelade vom Brot nehmen

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Stets mit vollstem Einsatz: Jonas Ulshöfer.

Wartburgstädter empfangen aus der Marmeladenstadt den VfL Lübeck-Schwartau

Im Kreuzworträtsel wird oft nach der Marmeladenstadt in der Nähe Lübecks gefragt. Die richtige Antwort lautet: Bad Schwartau. Die Handball-Männer des VfL Lübeck-Schwartau kommen am Samstag, 24.09.2022 in die Wartburgstadt. Nach einem 28:23-Heimsieg über die Eulen Ludwigshafen und – nach einer meisterhaften Abwehrleistung – einem 23:19-Auswärtserfolg bei Eintracht Hagen, empfängt der ThSV Eisenach um 19.30 Uhr den VfL Lübeck-Schwartau. Das Team um Kapitän Peter Walz will den nächsten Doppelpunktgewinn verbuchen. Beide Mannschaften werden von der E-Jugend des SV Petkus Wutha-Farnroda und von der E-Jugend des ThSV Eisenach auf das Parkett begleitet.

Wir werden voll gefordert sein, um beide Punkte in der Werner-Aßmann-Halle zu behalten. Wir gehen – wie stets – bestens vorbereitet in die Partie, nutzen dazu die Videoanalyse. Wir werden die Pläne A, B und C bereithalten, werden versuchen, zu überraschen und schnell in unser Spiel zu finden, erklärt Eisenachs Coach Misha Kaufmann mit Blick auf den Samstagabend.

Er setzt wieder auf seine flexible Verteidigung im Zusammenspiel mit den Torhütern.

Gegenüber den ersten beiden Pflichtspielen, dem Pokalspiel in Hüttenberg und dem Punktspielstart in Großwallstadt, warteten unsere Keeper in Hagen mit einer deutlichen Steigerung auf. Erik Töpfer hat seine Klasse gezeigt. Er und Johannes Jepsen arbeiten intensiv weiter. Wir brauchen auch die Hilfe unserer beiden Keeper, betont Misha Kaufmann.

Hinter dem Einsatz des einen oder anderen Spielers steht ein Fragezeichen. Die Abwehrschlacht von Hagen hat ihre Spuren hinterlassen.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Jannis Schneibel (Mitte), hier beim Sieg in Hagen, ist als Spiellenker gefragt.

Zehn Neuzugänge, neuer Trainer, neue Spielphilosophie
Der VfL Lübeck-Schwartau kommt mit einer gegenüber der Vorsaison personell und strategisch deutlich umgekrempelten Mannschaft. Im Kader der Norddeutschen fehlt ein altbekannter Name. Nach 20 Jahren Leistungssport, davon 15 beim VfL Lübeck-Schwartau, hat Jan Schult seine Karriere beendet. In 15 Jahren hat er 455 Pflichtspiele mit 2005 Toren markiert. „Einer wie Uwe Seeler“, titelte die Fachzeitschrift „Handballwoche“. Fürwahr, Loyalität, Seriosität und Bescheidenheit zeichneten den inzwischen 35-Jährigen aus.

Aber nicht nur der Name Jan Schult fehlt bei den Norddeutschen. Der größte Umbruch seit dem Wiederaufstieg 2008 war im Sommer angesagt: zehn Neuzugänge, ein verjüngter Kader, mit 21 Spielern der breiteste seit Jahren. Mit dem knapp 32-jährigen David Röhrig (zuvor erfolgreicher A-Jugend-Trainer in Dormagen) hat auch ein neuer Coach das Sagen auf der Bank übernommen. Er will dem Team einen neuen, schnellen, einen skandinavischen Stil geben. In Linksaußen Jan-Eric Speckmann (vom TuS Nettelstedt-Lübbecke), dem tschechischen Nationalspieler Vojtech Patzel (HVB Kravina) und Rückraum-Recken Dominik Weiß (TVB Stuttgart) haben sich unsere heutigen Gäste mit erstligaerfahrenen Akteuren verstärkt. Mit Kreisläufer Leon Ciudad Benitez und Spielmacher Matthias Blum wurden zwei große Talente geangelt. Im Polizisten Max Horner kam ein explosiver Rückraum-Rechter, der zur Philosophie des neuen Trainers passt. Matej Klima kommt im zweiten Jahr auf Rückraum-Mitte eine Schlüsselrolle zu. Und beim 40-jährigen Keeper Dennis Klockmann ist es wie mit dem Wein, mit den Jahren immer besser.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
In Angriff und Abwehr gefordert: Daniel Hideg.

„Die Partie in Eisenach wird für uns ein Gradmesser sein.“
Der VfL Lübeck-Schwartau ist mit einem 36:35-Erfolg über Motor Zaporoshje (der am Ende aus der Wertung genommen wird), einer 21:28-Niederlage bei Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten und zuletzt einem klaren 40:29-Erfolg über die Wölfe Würzburg gestartet.

Ich würde den Saisonstart als in Ordnung einstufen. Wir arbeiten daran, uns schneller anzupassen, wenn der Kontrahent neue taktische Mittel einsetzt. Das braucht bei unserer neu zusammengestellten Mannschaft noch Zeit. Die Aufgabe beim sehr variabel operierenden ThSV Eisenach wird für uns eine sehr große Herausforderung, lässt David Röhrig wissen. Die Partie wird für uns ein Gradmesser sein, fügt der VfL-Coach hinzu.

Bis auf den langzeitverletzten Martin Waschul hat David Röhrig wahrscheinlich alles an Deck.

Tickets im Vorverkauf und an der Tageskasse
Eintrittskarten sind im Vorverkauf online unter www.thsv-eisenach.de und in der ThSV-Geschäftsstelle erhältlich. Tickets können ebenso am Spieltagt ab 18.15 Uhr an der Tageskasse erworben werden.

Th. Levknecht

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