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ThSV holte in sechs Minuten 5-Tore-Rückstand auf

Mit einer tollen Moral erkämpfte sich der ThSV Eisenach gegen das zweitbeste Auswärtsteam der Liga, die TSG Friesenheim, ein 28:28 (13:15) -Remis. Die Wartburgstädter schlitterten allerdings nur haarscharf an der 2. Heimniederlage der Saison vorbei. Beim 22:27 in der 54. Minute befanden sich nämlich die Gäste klar auf der Siegerstraße.
Eisenach agierte in der Abwehr viel zu lasch, verteilte bereits Geschenke. Die «Eulen» warteten hingegen von Beginn mit einer ausgesprochen rustikalen Abwehrarbeit auf. Krisztian Szep-Kis hatte in Friesenheims Nico Kibat einen ganz harten Hund gegen sich. Die Unparteiischen Blümel/Lopaschewski aus Berlin verhängten gegen die Gäste 24 Strafminuten. Auch in der Schlussphase stand Friesenheim in Unterzahl auf dem Parkett, als die Eisenacher, angetrieben von einem sich prächtig steigernden Tomas Sklenak zu einem unerwarteten Finale ansetzten.
Plötzlich waren auch die 1000 Getreuen auf den Rängen erwacht. Endlich wurde die Abwehr ihrer Aufgabe auch gerecht, bekam Keeper Karsten Lehmann die Hand ans Leder. Markus Dau scheute am Kreis keinen Zweikampf. Andrej Kastelic, «der alte Fuchs», bewies vom Punkt Nervenstärke, versenkte drei Strafwürfe binnen 200 Sekunden, so auch zum 28:28-Ausgleich 23 Sekunden vor Ultimo.
«Nach dem Spielverlauf ganz klar ein Punktgewinn», resümierte Eisenachs Coach Zdenek Vanek. ThSV-Aufsichtsratsmitglied Jürgen Beck gestand ein, Friesenheim hatte den ThSV Eisenach über weite Strecken im Griff. «Kompliment, wie die Mannschaft trotz des klaren Rückstandes Herz und Moral bewies», fügte der Kapitän der Aufstiegsmannschaft von 1997 an. Friesenheims Coach Alexandr Rymanov zeigte sich indes erzürnt über die Leistung der Schiedsrichter. «Was die beiden in puncto Zeitstrafen und Schrittfehler entschieden, zeugt von keiner Ahnung», so der einstige Olympiasieger.

Am Freitag, 23.12.05, einen Tag vor Heiligabend, genießt der ThSV Eisenach erneut Heimrecht. Dann gastiert die SG Solingen um 20 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle.

STATISTIK
ThSV Eisenach: Lehmann (1.-21./31.-60.), Nositschka (21.-30.); Kneer (5), Sklenak (5), Weiß, Riehn, Emmelmann, Dau (3), Mellack (1), Baumgarten, Vesely (3), Kastelic (9/5), Szep-Kis (2)

TSG Friesenheim: Beck, Pfeiffer (n.e.); P. Bachmann (1), M. Bachmann, Laubscher (5), de Hooge, Scheuer, Spettmann (1), Bühler, Neumann (9), Kibat (4/1), Baus (2), Woronin (6)
Zeitstrafen: Eisenach 2 Min.; Friesenheim: 12 x 2 Min. (rote Karte nach 3. ZS jeweils gegen Bühler, 51. und Kibat, 60.)
Siebenmeter: Eisenach 6/5; Friesenheim 1/1
Schiedsrichter: Blümel/Loppaschweski (Berlin)

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