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ThSV: Männliche Jugend A erobert Landesmeistertitel

Doch es war ein hartes Stück Arbeit für die Schützlinge von Stefan Albrecht und Uli Enke. Vor 300 Zuschauern, davon ein Großteil per Sonderbusse aus Hermsdorf angereist und ihre Mannschaft lautstark anfeuernd, mussten die ThSV-Youngster im Verlauf der ersten 30 Minuten ständig einem teilweise sogar auf 4 Treffern angewachsenen Rückstand hinterherlaufen. Genau das wollten die Gastgeber eigentlich verhindern! In der Besetzung Hemmann (Tor), Ehrhardt, Tetzlaff, Jauernik, Ahrens, Heinemann, Baumgärtel fand der ThSV Eisenach nicht zu seinem Spiel. Die Gäste agierten ballsicherer, ideenvoller und spritziger. Ein 2:5 (6.Min.) war die Folge. Eisenachs Deckungsverband offenbarte große Lücken, das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart klappte überhaupt nicht. Hermsdorfs Michael Remme (insgesamt 7 Treffer) und der hoch aufgeschossene und wurfgewaltige Robert Herling (6) trafen immer wieder ins Netz. Ausgelassene Torchancen auf Eisenacher Seite (Jauernik 9., Heinemann vom Punkt 12., Tetzlaff 13.) trugen zu noch mehr Nervosität bei. Zwei Rennfahrervorlagen bei Tempogegenstößen landeten in den Hermsdorfer Reihen und im Seitenaus (16.). Hermsdorfs Robert Herling antwortete mit dem 5:9 (17.). Nur Andre Ahrens schien beim ThSV Eisenach Zielwasser getrunken zu haben. Besonders über die Außenpositionen manövrierte Hermsdorf den Eisenacher Deckungsverband aus (6:10 durch Heilwagen von Rechtsaußen). Nils Timme besetzte dann die Rechtsaußenposition bei den Gastgebern, erwies sich in der Folge als sicherer Siebenmeter-Werfer. Die Eisenacher scheiterten am Hermsdorfer Deckungsriegel oder an der eigenen Wurfschwäche. Als ein Tetzlaff-Wurf abgeblockt wurde, versenkte Hermsdorfs Michael Remme im Gegenzug zum 8:12 (26.). Der ThSV suchte den Torerfolg nun über Anspiele zum Kreis, wo Christoph Baumgärtel unermüdlich rackerte und selten regelkonform gestoppt werden konnte. Dank des treffsicheren Andre Ahrens (insgesamt 7 Tore), der mit Power und Selbstvertrauen aus dem rechten Rückraum zu überzeugen wusste, gelang bis zur Pausensirene der Anschlusstreffer zum 13:14.

Treffsicherer Andre Ahrens
Nach Wiederanpfiff des sicher amtierenden Schiedsrichterspannes Kowald/Düwel (Bad Salzungen) markierte Christoph Baumgärtel vom Kreis den Ausgleich zum 14:14 (31.). Mit einem gekonnten Heber von Linksaußen brachte Maik Ehrhardt den ThSV Eisenach erstmals in Führung (17:16, 35.). Mit der Hereinnahme von Marcel Liebetrau stabilisierte sich die ThSV-Abwehr. Für Ruhe und Besonnenheit sorgte das dennoch alles nicht. Hermsdorfs Abwehr kaufte durch frühzeitiges Heraustreten den Eisenachern immer wieder den Schneid ab, wandelte ein 18:17(36.) für den ThSV in ein 18:20 (41.) um. Die Eisenacher mussten erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Nur gut, dass nun endlich auch Mark Tetzlaff traf. Christoph Baumgärtel setzte sich am Kreis durch und vollendete zum 21:21 (47.). Ein offener Schlagabtausch kennzeichnete die Endphase. Mal führte Eisenach mit einem Treffer (24:23, Tetzlaff 52.), mal Hermsdorf (24:25, Herling 55.).

Torhüter Henkens sichert den Sieg
In der spannungsgeladenen Schlussphase steigerte sich der in den zweiten 30 Minuten den ThSV-Kasten hütende Christian Henkens, hatte Eisenach in puncto Kondition mehr zuzusetzen. Einen Ballgewinn von Andre Ahrens nutzte Nils Timme zum Ausgleichstreffer (25:25, 56.). 100 Sekunden später zappelte ein Ahrens-Ball zum 26:25 im Hermsdorfer Gehäuse (58.). Torhüter Christian Henkens sicherte mit zwei Prachtparaden den hauchdünnen Vorsprung. Mark Tetzlaff wuchtete zum 27:25 ein. Alles Aufbäumen der wackeren Gäste nutzte nichts mehr. Die Würfel waren gefallen. Mark Tetzlaff besorgte den 28:25 Endstand.

Hermsdorfer Anhang schlechter Verlierer
Jubel beim ThSV Eisenach, Niedergeschlagenheit und Tränen bei den Hermsdorfer Jungen. Die ThSV-Akteure fühlten mit ihren Kontrahenten, spendeten als erste Trost. Sie zeigten damit jenen sportlichen Anstand, den der Hermsdorfer Anhang auf der Tribüne leider fehlte. Mit Werfen von Bierbüchsen und anderen Gegenständen auf das Parkett und wüsten verbalen Ausfällen sorgten sie für unschöne Szenen während der Siegerehrung. Schade! Das qualitativ beste und spannungsreichste Endspiel der letzten Jahre fand so einen unrühmlichen Schlusspunkt.

STATISTIK
Eisenach: Hemmann, Henkens; Heinemann (2/1), Timme (5/4), Tetzlaff (5), Jauernik (1), Ahrens (7), Ehrhardt (4), Baumgärtel (4), Liebetrau, Emmelmann (n.e.)
Hermsdorf: Zemisch, Schau; Kühne (2/1), Dietzel, Mühlberg, Herling (6), Remme (7), Rust (5), Heilwagen (3), Franke (2), Opitz, Siebert

Siebenmeter: Eisenach 6/5; Hermsdorf 2/1
Zeitstrafen: Eisenach 4×2 Min.; Hermsdorf 3×2 Min.
Schiedsrichter: Kowald/Düwel (Bad Salzungen)
Zuschauer: 300

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