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ThSV mit erstem Sieg in neuer Saison

Ausgelassen tanzten die Spieler des ThSV Eisenach auf dem Parkett der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen. Unter dem Motto «Der Wille versetzt Berge», präsentierten sich die Wartburgstädter als kampfstarke geschlossene Einheit, überzeugten mit einem klaren Qualitätssprung in Angriff und Abwehr, feierten auch ohne ihren verletzten Haudegen Andrej Kastelic völlig verdient einen 28:27 (16:16)-Erfolg bei der TSG Friesenheim.
Die Kritik nach den Niederlagen beim Bergischen HC und in Willstätt war auf fruchtbaren Boden gefallen. «Wir haben viel miteinander geredet», bekannte Zdenek Vanek. Der Erfolg in der 2. DHB-Pokalhauptrunde war bereits ein Indiz. Die Eisenacher blieben den taktischen Vorgaben ihres Trainers bis zum Abpfiff treu, wurden dafür belohnt. «Entscheidende Zweikämpfe sahen uns als Sieger», konstatierte Zdenek Vanek. Dabei hatte er vor allem Tomas Sklenak im Blickfeld. Die Umstellung der Abwehr auf eine 5:1-Variante, mit Tomas Sklenak als «Indianer» auf vorgeschobener Position, im Wechsel mit Philipp Emmelmann, trug wesentlich zu verbesserter Abwehrstabilität bei.
Von dieser Veränderung profitierte sichtlich auch Keeper Timo Meinl, der 19 Bälle abwehrte. Till Riehn, Tomas Sklenak, Krisztian Szep-Kis, Kilian Kraft und, als Tomas Sklenak bei einer Sonderbewachung auf Linksaußen auswich, Stephan Mellack entwickelten gehörig Druck aus dem Rückraum.
Verwirrende Ballstafetten zu allen drei Kreispositionen sorgten bei den Hausherren für höchste Alarmstimmung. Nur regelwidrig vermochten sie den Abschluss zu verhindern. Die sicher amtierenden Unparteiischen Knapp/Puchinger (Birkenau/Fürth) sprachen den Eisenachern daraufhin neun Strafwürfe zu.
Die TSG Friesenheim steht laut Aussage ihres Trainers Thomas König nach dieser neuerlichen Heimniederlage vor schwierigen Tagen. «Mannschaft und Umfeld sind verunsichert. Da muss auch ich als Trainer meine Arbeit hinterfragen», ließ Thomas König zur Pressekonferenz ungeahnte Töne verlauten. Die Eisenacher indes sind froh, am kommenden 6. Spieltag der laufenden Saison erstmals auf Heimrecht bauen zu können. Am Samstag, 07.10.06 gastiert zum thüringisch-hessischen Nachbarschaftsderby um 19.30 Uhr der TV Hüttenberg in der Werner-Aßmann-Halle.

STATISTIK
TSG Friesenheim: Beck, Pfeiffer; Sulc (1), Laubscher (3), Scheurer (1), Kibat (9/4), Neumann (3), Skatar, Zellmer, Baus (1), Spettmann (3), Bühler (6), Dietz , Woronin

ThSV Eisenach: Meinl, Lehmann; Kraft (3/1), Sklenak (1), Weiß, Riehn (9/7), Mellack (4), Szep-Kis (4), Hoffmann, Emmelmann (5), Vesely (2), Wöhler

Zeitstrafen: Friesenheim 3 x 2 Min. – Eisenach 2 x 2 Min.
Siebenmeter: Friesenheim 6/4 – Eisenach 9/8

Rainer Beichler | | Quelle:

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