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ThSV-Oldies auf dem Großfeld

Sie sind noch immer eine Klasse am Ball, die Handball-Oldies des ThSV Eisenach. Die Osmann. Beck, Schreiber, Schnell & Co. sind immer gern gesehene Gäste bei verschiedensten sportlichen Veranstaltungen. Sie sorgten einst in der obersten Spielklasse für Furore, fanden auch nach ihrer sportlichen Laufbahn im Raum Eisenach ein Zuhause. Während der Sommermonate treffen sie sich auf dem grünen Rasen, im Winter in der wärmenden Halle. Auch nach ihrer aktiven Karierre halten sie die Liebe zum gemeinsamen Sport hoch.
Im Rahmen der Festivitäten zur 900-Jahr Feier der Gemeinde Falken (Ortsteil der Stadt Treffurt im Wartburgkreis) traf die Traditionsmannschaft des ThSV Eisenach in einem Großfeldhandballvergleich auf ein in der Verbandsklasse B beheimatetes Handballteam der SG Falken. Auf dem grünen Rasen entwickelte sich ein abwechslungsreiches Handballspiel, bei dem der Spaß an der Freude im Vordergrund stand, der Flachs auf beiden Seiten blühte. Die großfeldunerfahrenen Gastgeber hatten zunächst merkliche „Orientierungsschwierigkeiten“ auf dem großen Platz. Die großfelderfahrenen ThSV-Kämpen mit Ex-Trainer Rainer Osmann am Regiepult legten ein rasches 5:1 vor. Mit verwirrenden und zugleich temporeichen Angriffszügen ließen die „Alten“ die „Jungen“ alt aussehen. Aufstiegskapitän „Bongo“ Beck, Ex-Nationalspieler Uwe Seidel und Detlef „Flocke“ Henkel zauberten. Frank Gießler stellte seine Wurfkraft einmal mehr unter Beweis. Nach 4 Treffern in der Anfangsphase wurde er in die Abwehr beordert. Mit sehenswertem Solo markierte Uwe Seidel das 7:2. Die ehrgeizigen Gastgeber kamen mit fortschreitender Spieldauer besser mit den ungewohnten Bedingungen zurecht, wobei ihnen die Gäste entgegenkamen. „Die linke Abwehrseite schläft“, monierte „Bongo“ Beck lautstark mit Schalk in den Augen. Falkens Aaron Hunstock, Sven Simatschek und Lars Stein verkürzten bis zur Halbzeitpause auf 8:12.
„Beweg Dich mehr, Riese“, forderte Schiedsrichter Ede Wüst Eisenachs Frank Gießler unüberhörbar nach Wiederbeginn auf. Die Eisenacher kombinierten nun sehr zur Freude der nahezu 300 Zuschauer, darunter Treffurts Bürgermeister und Handballfreund Bernd Rosenbusch, griffen mehrfach in die Trickkiste. Uwe Schreiber, einer der Aufstiegshelden des ThSV Eisenach im Jahr 1997, obwohl als Folge seiner leistungssportlichen Laufbahn am Knie arg lädiert, wartete dennoch mit glanzvollen Paraden im Kasten auf. Aber auch sein Gegenüber Heiko Noll wußte zu gefallen. Technisch brilliant versenkte Uwe Seidel per Heber zum 19:10 für das ThSV-Traditionsteam. Zum Ende der zweiten 30 Minuten dann mehrfach die Frage an das sicher amtierende Schiedsrichtergespann Paulke/Wüst nach der noch zu absolvierenden Spielzeit. „Da sind einige doch mächtig platt“, flachste der sich auswechselnde Jürgen Beck an der Seitenlinie. Die 19 Akteure aufbietenden Gastgeber, mit den dreifachen Torschützen Aaron Hunstock und Carsten Zeich, verkürzten bis auf 15:21, ehe Frank Gießler mit seinem 6. Torerfolg den 15:22 Endstand markierte.
„Ihr steht doch noch gut im Saft. Das reicht sogar für die 2. Bundesliga“, so ein weiblicher ThSV-Fan. Rainer Osmann verneinte kategorisch, „dafür sind wir zu schön – und zu langsam“ – und hatte die Lacher auf seiner Seite.
Hier beide Aufgebote:
SG Falken: U. Simatschek, D.Luhn, H. Noll, C. Stephan, A. Hunstock (3), J. Noll (1), S. Simatschek (1), L. Stein (2), R. Hunstock, S. Stein (2), M. Jahns (1), A. Rauschenberg, R. Wagner. M. Hunstock (1), M. Cron (1), F. Magath, C. Hunstock, C. Zeich (3)
ThSV-Oldies: Schreiber, Scheidt, Schnell, Münzberg, Kuhn, Schwabe, Seidel (5), Gießler (6), Osmann (1), Henkel (4), Dubiel (2), Beck (4)
Schiedsrichter: Paulke/Wüst

Rainer Beichler | | Quelle:

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