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ThSV rutscht nach Niederlage auf Tabellenplatz 16

Die Liga rückt näher zusammen. Oben und unten. Betroffen im Tabellenkeller ist davon der ThSV Eisenach. In Hüttenberg bezwang Gastgeber TV die Wartburgstädter mit einem Start-Ziel-Sieg 35:29 (16:11). Die Eisenacher rutschten durch diese Niederlage nach vier Siegen in Folge auf Tabellenplatz 16, nur einen Zähler vor den Abstiegsrängen mit Gensungen (30:30 bei Tabellenführer TUSEM Essen!) und Gelnhausen (30:27 Sieg über Willstätt). Der ThSV Eisenach erwartet somit am kommenden Samstag, 03.03.07 zu einem bedeutungsvollen Kellerderby den TV Gelnhausen. Der TV Hüttenberg indes klopft unüberhörbar an die Tür zu Relegationsplatz 2.
«Die Qualität des Mannschaftsspiels liegt deutlich über der Qualität der Einzelspieler», stellte Eisenachs Coach Hans-Joachim Ursinus dem TV Hüttenberg mit seinem 28-jährigen Trainer Jan Gorr ein exzellentes Gütesiegel aus. «Über die gesamte Spielzeit waren wir nur in der Lage zu reagieren, nicht selbst zu agieren, die Spielzügel zu übernehmen», konstatierte Hans-Joachim Ursinus mit bitterer Miene. Die Hessen setzten mit hohem Tempo die Thüringer von Beginn unter Druck, beeindruckten mit Torgefahr von allen Positionen. Eisenachs Angriffsspiel mangelten Aktionen von den Außenpositionen. «Unsere Flügelzange war verrostet», fand Eisenachs Coach drastische Worte. Zbynek Vesely, durch die Verletzung von Martin Hoffmann auf Rechtsaußen in die Stammformation gerutscht, ließ nach seinen Nichtberücksichtigungen der jüngsten Vergangenheit das erhoffte Feuer vermissen, wurde im Spielverlauf durch den jungen Adrian Wöhler ersetzt. Da auch Krisztian Szep-Kis verletzungsbedingt nur als Zuschauer hinter der ThSV-Bank Platz nahm, waren ohne Linkshänder die Eisenacher Möglichkeiten beschränkt. Auf Linksaußen erwischte Routinier Andrej Kastelic einen glanzlosen Tag, vermochte auch nicht seine Stärken vom Siebenmeterpunkt einzubringen. Der junge Till Riehn übernahm, nachdem Andrej Kastelic zwei Strafwürfe nicht an Hüttenbergs erstligaerfahrenen Torhüteroldie Waldemar Strzelec vorbei brachte, diese Aufgabe in souveräner Manier. Mit Angriffsaktionen über den Rückraum und die Kreismitte waren die Hausherren nicht ins Straucheln zu bringen. Diese ihrerseits hetzten die defensiv ausgerichtete Eisenacher Abwehr, die teilweise schwerfällig wirkte. Eisenachs Coach versuchte in der zweiten Halbzeit mit offensiveren Abwehrsystemen Hüttenbergs Sturmlauf zu stoppen. Vergebens! «Das glich dann eher einem aufgescheuchten Hühnerhaufen. Von geordneter Deckungsarbeit keine Spur», musste Hans-Joachim Ursinus erkennen. ThSV-Keeper Timo Meinl entschärfte noch zahlreiche Bälle, ließ das Torpolster der Hüttenberger um die überragenden Florian Laudt (9 Treffer) und Christian Stelzenbach (7) nicht noch mehr anwachsen. Vom raschen 9:3 (14.) erholten sich die Eisenacher nicht.

Gelöste Stimmung beim TV Hüttenberg. Angesichts der Resultate der Konkurrenz wächst der Druck beim ThSV Eisenach. «Hoffentlich wirft uns diese Niederlage nicht zurück. Wir müssen sie ganz rasch verdauen, nach vorn blicken, uns auf die Aufgabe am Samstag, in einem sogenannten 4-Punkte-Spiel konzentrieren», weiß Hans-Joachim Ursinus aber auch, was die Stunde geschlagen hat. Am Sonntagfrüh rief er seine Schützlinge bereits wieder zum Training!

STATISTIK
TV Hüttenberg: Strzelec, Lang (ab 50.); Schäfer (3), Laudt (9), Detting (7/4), Jezewski, Scholz (3), Stock (1), Bepler, Stelzenbach (7), Langenbach (1), Roth (4), Rigterink, Mitteis
ThSV Eisenach: Meinl, Nositschka (bei einem Strafwurf); Kraft, Sklenak (4), Wöhler (1), Weiß (1), Riehn (9/4), Trautvettert (3), Mellack, Vesely, Kastelic (4/1), Jerkovic (7), Emmelmann
Zeitstrafen: Hüttenberg 5 x 2 Min. – Eisenach 4 x 2 Min.
Siebenmeter: Hüttenberg 5/4 – Eisenach 7/5

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