„Umbruch, der eigentlich ein Neuanfang ist.“
ThSV Eisenach startet mit neuformierter Mannschaft Mission Klassenerhalt/ Wartburgstädter empfangen zum Saisonauftakt im Mitteldeutschland-Derby den SC DHfK Leipzig/ Beide Teams gehen mit verändertem Personal in die neue Saison
„Wir stehen vor einer herausfordernden Saison. Jedes Spiel wird eine Herausforderung. Wir schätzen die Situation realistisch ein, sehen uns vor einer Herkulesaufgabe. Wir müssen stets unser Optimum erreichen, ganz viel investieren, um Punkte zu sammeln“, blickt Sebastian Hinze, der neue Trainer des ThSV Eisenach, auf die am Wochenende beginnende Saison 2025/2026 mit einer neuformierten Mannschaft. Ins prunkvolle Ambiente des Rokokosaales im Eisenacher Stadtschloss hatte der ThSV Eisenach zur Saisoneröffungs-Pressekonferenz eingeladen. Ohne Umschweife wird es auf den Punkt gebracht, Klassenerhalt heißt das oberste Ziel.
Sechs Abgänge, darunter der komplette Rückraum mit 300-Tore-Mann Marko Grgic, sind zu kompensieren. Sieben externe Neuzugänge, darunter der vor zwei Wochen per Ausleihe von den Füchsen Berlin gekommene Rückraum-Shooter Max Beneke, gilt es zu integrieren. Viele von ihnen sind ohne Bundesligaerfahrung. „Klassenerhalt, um nichts anderes geht es mit dieser neuformierten jungen Mannschaft“, betont Rene Witte, der Geschäftsführer des ThSV Eisenach. „Wir werden alles dafür tun, damit Mannschaft und Trainerteam in Ruhe arbeiten können“, ergänzte Rene Witte. Der Weg zum Klassenerhalt werde ein Marathon. Von einem „Umbruch, der eigentlich ein Neuanfang ist“, spricht Maik Nowak, der Sportliche Leiter, und wirbt bei allen mit blau-weißem Herzen um Unterstützung. „Alle müssen mitziehen, um unser großes Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Unsere Halle, die besondere Atmosphäre in der Werner-Aßmann-Halle, ist enorm wichtig“, unterstreicht der erfahrene ehemalige DHB-Auswahltrainer. Der eine oder andere „Experte“, wie Ex-Nationalspieler Manuel Späth auf „handballworld“, zählt die Thüringer zu den Absteigern. Das dürfte das Team von der Wartburg zusätzlich motivieren. Die in den vergangenen Jahren erreichten Plätze 13 und 11 stammen freilich aus einer anderen Zeit. Zu schwerwiegend der personelle Aderlass. Viel Qualität ging von Bord. Wie schnell findet das personell umgekrempelte Team in die Spur? Verinnerlicht das Team die Philosophie seines neuen Trainers? Kann Felix Aellen die Chefrolle auf dem Parkett übernehmen? Das Zeug dazu hat er. Ein Auftaktsieg über Leipzig würde vieles erleichtern….
„Wir bereiten uns jede Woche ganz gezielt auf die nächste Aufgabe vor, die stets bei Null beginnt. Alle sind hoch motiviert, arbeiten im Training ganz hart“, berichtet Peter Walz, der erneut zum Kapitän gewählt wurde. „Eine große Ehre für mich“, unterstreicht der Kreisspieler. Er führt das Team nun in der 5. Saison als Kapitän auf das Parkett. „Wir haben eine Mannschaft, in der jeder einzelne Spieler gierig ist. Das Invest ist überragend“, berichtet Sebastian Hinze. „Es kribbelt“, so der 46-Jährige. „Es werde Zeit, dass es los gehe“, ergänzt „Commissario“ Peter Walz.
Auch der SC DHfK Leipzig mit viel neuem Personal, spricht von „Handball ohne Limit“ Los geht es am Samstag, 30.08.2025 um 16.00 Uhr in heimischer Halle mit dem Mitteldeutschland-Derby gegen den SC DHfK Leipzig, in seiner 63. Auflage seit 1959. Nach einer nicht zufriedenstellenden Vorsaison hatten sich die Sachsen von Trainer Runar Sigtryggsson getrennt. Raul Alonso nahm auf dem Trainerstuhl Platz. Die Sachen haben beim spielenden Personal wichtige Leute verloren. Torjäger Viggo Kristjansson ließen sie schon während der letzten Saison zum HC Erlangen ziehen. Ein ganz herber sportlicher Verlust! Der Linkshänder trug dann entscheidend zum Klassenerhalt der Franken bei. Im Sommer gingen Nationalspieler Luca Witzke (zum neuen Grgic-Klub SG Flensburg-Handewitt) und Andri Runarsson (zum HC Erlangen). Die Frage bei den Sachsen, wie können die beiden Abgänge ersetzt werden? Auf den neuen Coach wartet – ähnlich seinem Eisenacher Kollegen – eine völlig verändert Mannschaft, in der sechs Neuzugänge aus fünf Ländern zu integrieren sind. Mit Tomas Mrkva (vom THW Kiel) konnte das Torhüterteam verstärkt werden. Linksaußen Lukas Binder sieht der neuen Saison mit Optimismus entgegen. Gute Ansätze hat er bereits in einer flexibleren Abwehr ausgemacht. Mit dem Wechsel zwischen 5:1- und 6:0-Formationen sei man weniger ausrechenbar und habe gute Erfahrungen gemacht. Herausfordernd sei allerdings die Integration aller neuen Spieler. „Bei Tom Koschek geht das schnell, der spielt wie ich außen. Aber wir haben auch unsere beiden neuen Mittelleute. Die sollen das Spiel leiten, die sollen Regie führen. Dann holst du zwei, die noch kein Deutsch sprechen“, beschreibt Binder Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Ägypter Ahmed Khairy und dem Isländer Blaer Hinriksson. „Jetzt müssen wir versuchen, uns möglichst schnell zusammenzufinden. Es wird angesichts der stark veränderten Mannschaft auf viele Faktoren ankommen, um erfolgreich zu sein und unseren Fans guten Handball zu bieten“, sagt Coach Raúl Alonsoo.
„Wir arbeiten hart daran, dass wir einen neuen Geist entstehen lassen. Wir haben uns viel vorgenommen“, verspricht Geschäftsführer Karsten Günther eine neue Philosophie. „Wir wollen den Spirit unserer ersten Bundesliga-Saison aufnehmen, wo es nicht um Platzierungen ging, sondern darum, die beste Version von uns zu zeigen“, blickt Karsten Günther auf die Saison 2015/2016 zurück. Das Saisonziel des Geschäftsführers? „Die Platzierung ist mir egal. Wichtig ist, dass wir in der Liga bleiben.“ Auf der Homepage des SC DHfK Leipzig wird vermeldet: „Erfahrene Bundesligaspieler, internationale Talente und sechs Neuzugänge bilden das neue grün-weiße Team. Ziel ist es, die aktuellen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, sich täglich weiterzuentwickeln und wieder eine Heimstärke in der QUARTERBACK Immobilien ARENA aufzubauen. Gelebte Vereinsphilosophier unter dem Slogan „Handball ohne Limit“ steht auf der Agenda.
„Wie stabil bin ich“, diese Frage gilt es wohl für alle Teams zum Saisonauftakt zu beantworten. Für den ThSV Eisenach und den SC DHfK Leipzig am Samstagnachmittag ab 16.00 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle. Auch live im mdr-Fernsehen und auf DYN.
Deutschlands-Top-Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies leiten dieses Derby Das Team des ThSV Eisenach wird von Talenten des eigenen Vereins, der SC DHfK Leipzig von Schülerinnen und Schülern der Klasse 4 b der Hörselschule Eisenach auf das Parkett begleitet.
Wichtige organisatorische Hinweise des ThSV Eisenach
Die begrenzte Parkplatzsituation im Sportkomplex Katzenaue ist bekannt. Die Parkplätze unmittelbar an der Werner-Aßmann-Halle und auf dem „Schotterparkplatz“ sind direkt am Spiel beteiligten Personen und Parkarten-Inhabern vorbehalten. Der ThSV Eisenach empfiehlt Zuschauern aus Eisenach und der Umgebung, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder gleich den Parkplatz „Festplatz Spicke“ in der Adam-Opel-Straße, den Parkplatz der Dualen Hochschule (Zufahrt über die Ebertstraße!), die Parkhäuser Am Markt und in der Uferstraße anzufahren. Der Parkplatz der Dualen Hochschule in der Amrastraße steht aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen leider nicht zur Verfügung. Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge im Sportkomplex Katzenaue, Grundstücksein- und -ausfahrten im Umkreis sind unbedingt freizuhalten. Das Ordnungsamt wird verstärkt kontrollieren! Nach dem Spiel wird die Straße entlang des Hörsel-Ufers Richtung Kasseler-Straße und Zufahrt zur Autobahn geöffnet.
In der Werner-Aßmann-Halle sind Treppenaufgänge (zugleich Fluchtwege!) freizuhalten. Den Weisungen der Mitarbeiter des Security-Unternehmens Kötter, der Feuerwehr und der Ordner ist unbedingt Folge zu leisten.
Den Besuchern der ThSV-Heimspiele werden als kostenfreie Parkmöglichkeiten empfohlen:
- Festplatz Spicke in der Adam-Opel-Straße (Navi-eingabe: Adam-Opel-Straße 5.) Fußweg ca. 15 Minuten
- Parkplatz der Dualen Hochschule am Wartenberg, Zufahrt über die Ebertstraße, Fußweg ca. 8 Minuten.
Th. Levknecht
