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Von den besten deutschen Teams nicht weit entfernt

ThSV-B-Jugend sammelte beim Sauerland Cup wichtige Erkenntnisse

Jedes Jahr Anfang Januar richtet die SG Menden Sauerland Wölfe ein Turnier für die besten weiblichen und männlichen Handball-Nachwuchsmannschaften Deutschlands aus. Am vergangenen Wochenende fand die 30. Auflage statt. Wie in den Vorjahren, die 15/16-jährigen Talente des ThSV Eisenach gehörten zu den 30 teilnehmenden Teams im B-Jugend-Turnier.

Es war ein Zusammentreffen der deutschen Jugendspitze. Mit der aktuellen B-Jugend ist der ThSV Eisenach nicht weit weg von der Spitze, bilanzierte Markus Krauthoff-Murfuni, der in Menden weilende Eisenacher Nachwuchskoordinator.

Das Turnier habe zu wichtigen Erkenntnissen geführt.

Wir machten zudem Bekanntschaft mit den Philosophien anderer Vereine, resümierte Markus Krauthoff Murfuni.

Mit kleinem Kader habe sich der ThSV Eisenach sehr gut verkauft.

Wir haben Moral bewiesen und ein gutes Bild hinterlassen. Gegen die deutsche Elite betrieben wir gute Werbung in eigener Sache. Unsere Botschaft, beim ThSV Eisenach passiert was im Nachwuchsbereich. Wir sind interessant für Talente hinsichtlich handballerischer und persönlicher Ausbildung, betonte der Eisenacher Nachwuchskoordinator.

Insbesondere am Sonntagvormittag, in den Begegnungen der Zwischenrunde gegen die Talente aus den Leistungsstützpunktzentren des TuSEM Essen (9:11) und des HC Düsseldorf (13:17), setzten die Eisenacher – obwohl ihnen gegenüber dem Vortag Karl-Marius Schnell (Fußverletzung) und Johann Malta (erkrankt) fehlten – positive Akzente.

Wir haben unsere Lust am Handball nachhaltig demonstriert, betonte ThSV-Coach Uwe Seidel.

Der HC Düsseldorf verpasste den Turniersieg durch eine 11:14-Niederlage im Finale gegen Dormagen. Am ersten Spieltag unterlag der ThSV Eisenach der HSG Hochheim Wicker (Oberliga Hessen) mit 11:14 und der HSG Kremperheide/Münsterdorf (Oberliga HH/SH) 9:14, bezwang den TV Aldekerk (Regionalliga Nordrhein) 14:12 und HTV Sundwig Westig (Verbandsliga Westfalen) mit 24:9. Die Spielzeit betrug jeweils 25 Minuten. Der ThSV Eisenach schloss seine Vorrundengruppe mit 4:4 Punkten auf Platz 3 ab. Die HSG Hochheim Wicker und die HSG Kremperheide/Münsterdorf belegten mit je 6:2 Punkten die ersten beiden Plätze.

Uwe Seidel benennt zu behebende Defizite
Ex-Nationalspieler Uwe Seidel, gemeinsam mit Jan Gesell das Trainerteam der ThSV-B-Jugend bildend, stellte fest:

Die Topteams warten mit deutlich besserer Beinarbeit auf. Sie sind uns von der Physis überlegen. In der kleinen Entscheidungsfindung sind sie einfach besser. Sie strahlen von allen Positionen Torgefahr aus. Das macht in der Summe den kleinen Unterschied aus.

Was folgt daraus?

Den eingeschlagenen Weg konsequent und mit aller Intensität fortsetzen. Wir müssen in der Athletik und im 1:1-Verhalten zulegen, die Entscheidungsfindung verbessern, fasste Uwe Seidel die Erkenntnisse des zweitägigen Turniers zusammen.

ThSV-Turnier-Spiele im Zeitraffer

ThSV – HSG Hochheim/Wicker 11:14

Wir waren noch nicht richtig wach, unsere eigene Fehlerquote war zu hoch, die Chancenverwertung zu schlecht. Die HSG Hochheim/Wicker war durchaus schlagbar, resümierte Uwe Seidel.

ThSV – HSG Kremperheide/Münsterdorf 9:14
Aus Enttäuschung über den Auftritt seines Stammpersonals in der Turnierbegegnung zuvor ließ Trainer Uwe Seidel seine „junge Garde“ beginnen. Der körperliche Unterschied war offensichtlich, an der 6:0-Deckung zerschellten die zaghaften Angriffszüge, dieser Anzug passte (noch) nicht. Nach 10 Minuten, bei einem 2:7-Rückstand, kam das Stammpersonal, vermochte den Rückstand aber nicht aufzuholen.

ThSV – HTV Sundwig Westig 24:9
Gegen den schwächsten Staffelkontrahenten hatte der ThSV Eisenach leichtes Spiel.

Alle waren konzentriert bei der Sache, betonte Uwe Seidel.

Das Stammpersonal und die jüngeren Akteure spielten wir aus einem Guss.

ThSV – TV Aldekerk 14:12

Unser bestes Spiel am ersten Tag, konstatierte Uwe Seidel.

In einer Partie von zwei nahezu gleichwertigen Teams hatten die Eisenacher in den entscheidenden Situationen die besseren Argumente. Für den weiteren Turnierverlauf ein Handicap, Spielgestalter Karl-Marius Schnell zog sich kurz vor dem Ende eine Fußverletzung zu und stand dadurch für den zweiten Tag nicht mehr zur Verfügung.

ThSV – TuSEM Essen 9:11

Trotz der Niederlage unser bestes Spiel beim Sauerland Cup, bilanzierte Uwe Seidel.

Aufgrund der Ausfälle von Karl-Marius Schnell und Johann Malta musste er improvisieren. Tizian Reum, Paul Jegminat und Ole Gastrock-Mey bildeten die Rückraum-Reihe. Yannick Seidel und Joel Stegner besetzten im Wechsel die Linksaußenposition.

Gute Deckungsarbeit inklusive einer guten Leistung von Linus Trapp im Tor, bilanzierte Uwe Seidel.

Beim 3:1 (4.Min.), einem von Philipp Bourtal abgeschlossenen Tempogegenstoß, lagen die Eisenacher mit zwei Treffern vorn. Tizian Reum schmetterte eine Freiwurfablage zum 6:5 ins gegnerische Gehäuse (10.). Paul Jegminat scheiterte per Strafwurf, Philipp Bourtal vom Kreis, ein Zuspiel landete im Seitenaus, ThSV-Keeper Linus Trapp vermochte nicht alles auszubügeln. Weitere gute Torchancen blieben ungenutzt, doch auch von einem 6:8-Rückstand (21.) ließen sich die Eisenacher nicht entmutigen. Mit dem eingewechselten Felix Cech auf der Rückraum-Mitte-Position gelang der 8:8-Ausgleich (24.). Pech für Tizian Reum, dessen Ball ans Holz donnerte. Die TuSEM-Talente trafen zum vorentscheidenden 8:10 (24.).

ThSV – HC Düsseldorf 13:17

Mit Tempo-Handball haben uns die Düsseldorfer am Anfang überlaufen, skizzierte Uwe Seidel die Auftaktphase zum 2.6 (8.).

Ballgewinne in der Abwehr wurden zu Tempogegenstößen genutzt (4:9, 11.). Nur Ole Gastrock-Mey traf für die Talente der Wartburg. Das 6:10 (13.) war schon der 5. Treffer des Rückraumspielers.

Doch keiner hat aufgegeben, alle haben weitergekämpft, vermerkte Uwe Seidel.

Personelle Umstellungen fruchteten, Linkshänder Miguel Lapacz kam beispielsweise auf Rechtsaußen, der Deckungsinnenblock gewann an Stabilität. Die Düsseldorfer Abwehr bekam nun erhebliche Probleme, vermochte nur auf Kosten von Strafwürfen zu klären. ThSV-Kapitän Philipp Bourtal verwandelte; auch den an ihm selbst verwirkten zum 12:13-Anschlußtreffer (20.). Der Ausgleich fiel nicht. Die Düsseldorfer nutzten ihre breit besetzte Wechselbank, zogen mit frischen Kräften auf 13:17 (25.) davon.

Für den ThSV am Ball
Für die ThSV-B-Jugend waren bei der 30. Auflage des Sauerland Cups dabei: die Torhüter Louis Kleinschmidt, Aron Büchner und Linus Trapp sowie die Feldspieler Philipp Bourtal, Max Schlotzhauer, Ole Gastrock-Mey, Tizian Reum, Karl-Marius Schnell, Paul Jegminat, Yannick Seidel, Felix Cech, Miguel Lapacz, Johann Malta und Joel Stegner.

Th. Levknecht

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