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Wartburgstädter wollen den „Eulen“ die Flügel stutzen

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Eisenacher Tor gefordert: Keeper Johannes Jepsen.

ThSV Eisenach gastiert beim angeschlagenen Erstbundesliga-Absteiger Eulen Ludwigshafen

Die Vorzeichen könnten für den Mittwochabend in der Friedrich-Ebert-Halle zu Ludwigshafen kaum unterschiedlicher sein, wenn die Eulen Ludwigshafen den ThSV Eisenach erwarten (Anwurf 19.00 Uhr).
Die Wartburgstädter verzeichneten aus den letzten 11 Spielen 9 Siege. Wären da nicht die unerwarteten Heimniederlagen gegen Großwallstadt (21:29) und Dormagen (25:26) gewesen, die Wartburgstädter hätten schon nahe an der 40-Punkte-Marke gestanden. Nach dem 33:30-Sieg in der 98. Auflage des Traditionsderbys gegen den EHV Aue rangiert der ThSV Eisenach mit 35:27 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Die Aufwärtsentwicklung des jungen Teams seit der Amtsübernahme von Misha Kaufmann als Trainer im Oktober (bei 2:10 Punkten) ist geradezu atemberaubend.

Wir haben nahezu jeden Stein umgedreht, berichtet der Schweizer.

Die Deckungsumstellung und die vom Coach immer wieder eingeforderte Mentalität legten den Grundstein.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Erfüllt seinen Vertrag bis Sommer 2023: Eisenachs Linksaußen Ivan Snajder.

Erstbundesliga-Absteiger will Negativspirale stoppen
Ganz anders die Situation beim gastgebenden Erstbundesliga-Absteiger. Nach 6 Niederlagen aus den letzten 7 Spielen stehen die Eulen Ludwigshafen mächtig unter Druck. Der am Ostermontag verpflichtete Trainer-Haudegen Michael Biegler, der erst im Sommer gekommene Ceven Klatt musste seinen Stuhl räumen, konnte den Abwärtstrend noch nicht stoppen. Nach der 20:24-Heimniederlage gegen die SG BBM Bietigheim verbreitete ein 18:17-Arbeitssieg bei Bayer Dormagen den Hauch einer Trendwende. Beim abstiegsbedrohten TuS Ferndorf bezogen die Eulen Ludwigshafen drei Tage später eine herbe 24:32-Schlappe. Dass einige Stammkräfte wie Hendrik Wagner fehlten, wollte Michael Biegler nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Der Sieg von Ferndorf ist auch in der Höhe verdient. Die Auszeiten habe ich so früh genommen, weil wir gar nicht präsent waren. Die Performance stimmte nicht! Wir haben eine Schlappe gekriegt, weil wir den Kampf überhaupt nicht angenommen haben. Wir waren von der Geschwindigkeit nicht da. Wir waren vom Kopf nicht da. Einige Spieler haben geglaubt, sie könnten sich ohne Einsatz behaupten, monierte Trainer Michael Biegler die Einstellung.

Er wird auch am Mittwochabend auf einige Stammkräfte (Klein, Bührer, Remmlinger) verzichten müssen. Hinter dem Einsatz von Nationalspieler Hendrik Wagner steht ein Fragezeichen.

Ich habe ganz viel Respekt vor dem ThSV Eisenach, vor deren disziplinierter Spielweise, so Michael Biegler.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Der Toptorjäger der Liga: Eisenachs Fynn Hangstein.

ThSV-Coach Kaufmann: Unser Ziel sind die nächsten zwei Punkte
Es dürfte im „Eulen-Lager“ mächtig geraucht haben, verfügen sie doch über eine namhaft besetzte Mannschaft. Namen wie Torhüter Matej Asanin, die Rückraumspieler Gunnar Dietrich, Hendrik Wagner und Stefan Salger bürgen schon für Qualität.

Von den Eulen wird eine Reaktion erwartet. Wir werden uns auf einen kämpferisch alles gebenden Gastgeber einzustellen haben. Um erfolgreich zu sein, gilt es für uns, diesen Kampf anzunehmen, erklärt Eisenachs Trainer Misha Kaufmann mit Blick auf den Mittwochabend.

Er setzt darauf, dass seine Abwehr um Daniel Dicker und die sich bestens ergänzenden jungen Keeper Johannes Jepsen und Fran Lucin „die Eulen bändigen“, ihnen die Flügel stutzen können. Aber auch seine Offensivkräfte, voran die Greenhörner Fynn Hangstein und Jannis Schneibel, sind gut in Form. Kommen die Männer aus der Werner-Aßmann-Halle ins Tempospiel, sind sie nur schwer zu stoppen.

Unser Ziel sind die nächsten zwei Punkte, macht Misha Kaufmann kein Hehl zur Vorgabe für den Mittwochabend.

Nach dem hochemotionalen Derby galt es einige Blessuren auszukurieren, doch bis auf den langzeitverletzten Daniel Hideg (Hüft-OP) sind alle an Deck. Rückraumspieler Daniel Hideg, von 2018 bis 2020 bei den Eulen Ludwigshafen, dürfte dennoch viele Hände zu schütteln haben, war er ein Teil der damaligen Erfolgsgeschichte.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Eisenachs junger Spielmacher: Jannis Schneibel.

Th. Levknecht

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