Weltmeisterin kehrt zur Ausbildung dorthin zurück, wo sie schwimmen gelernt hat
Eisenach: Aus der humanitären Idee, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen und auszubilden, entwickelte sich der Rettungssport. Er ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Neben der Schnelligkeit beim Schwimmen kommt es für die Sportler vor allem darauf an, bestimmte Hilfsmittel zur Wasserrettung, zum Beispiel Flossen oder den Gurtretter, bestmöglich zu beherrschen. Daher müssen alle Rettungssportler und Rettungssportlerinnen regelmäßig das Rettungsschwimmabzeichen Silber wiederholen. Auch Lena Oppermann, deren Medaillen von Welt- und Europameisterschaften und auch World Games mittlerweile einen ganzen Tresor füllen. Um ihre Qualifikation zu erneuern kehrte sie Anfang Juli dorthin zurück, wo sie schwimmen gelernt und ihre ersten Erfolge gefeiert hat.
„Für mich ist es immer schön, nach Eisenach zurückzukommen. Schließlich hat dort meine sportliche Reise begonnen, ich habe schwimmen gelernt, mein Seepferdchen gemacht und meine ersten Erfahrungen im Rettungssport gesammelt. Umso schöner war es, auch meinen Rettungsschwimmer wieder dort zu absolvieren. Für Wettkämpfe im Rettungssport ist er Voraussetzung und ich bin Heike Weiland und Dorothea Rose wirklich sehr dankbar, dass sie sich kurzfristig Zeit für mich genommen und dass alles so unkompliziert möglich gemacht haben“, sagt die sechsfache World-Games Medaillen-Gewinnerin Lena Oppermann.
Den praktischen Teil erledigte sie dabei in Rekordzeit.
„Bei Lena macht sich die Routine und das harte Training auch bei den Prüfungsleistungen bemerkbar“, erklärt Heike Weiland, die seit mehr als dreißig Jahren Rettungsschwimmer in Eisenach ausbildet. „So schnell hat noch niemand die einzelnen Disziplinen absolviert.“
Mit der bestandenen Wiederholungsprüfung des Silbernen Rettungsschwimmers kann sich Lena nun den kommenden Herausforderungen stellen.
„Mein Fokus liegt jetzt ganz klar auf der Weltmeisterschaft im Dezember in Südafrika. Nachdem ich mit der Staffel bereits Weltmeisterin werden durfte, ist mein großes Ziel, jetzt auch den Weltmeistertitel auf einer Einzelstrecke zu holen“, sagt Lena Oppermann über ihre Zukunft. „Ich hoffe, dass ich dem Rettungssport noch viele Jahre auf höchstem Niveau erhalten bleibe. Gleichzeitig möchte ich mir die Freude am Sport bewahren, denn ich habe in den letzten Monaten gemerkt, wie wichtig sie für langfristigen Erfolg ist. Außerdem wünsche ich mir, dass der Rettungssport die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Viele Menschen kennen unseren Sport gar nicht oder unterschätzen, was dahintersteckt. Mit meinen sportlichen Erfolgen und über Social Media möchte ich dazu beitragen, das zu ändern.“