„Wir brauchen Klarheit und Stabilität über 60 Minuten!“

ThSV Eisenach will in der 36. Pflichtspielauflage des thüringisch-hessischen Nachbarschaftsduells mit der HSG Wetzlar punkten/ Ex-Eisenacher Filip Vistorop innerlich aufgewühlt 

„Wir werden alles reinhauen, damit beide Punkte in Eisenach bleiben. Wir dürfen die Rückraumachse der Mittelhessen nicht ins Spiel kommen lassen, brauchen eine harte Deckung, wie in den letzten Spielen. Gelingt es uns, die technischen Fehler im Angriff zu minimieren, dann sollte es – mit der Unterstützung unserer Fans – mit zwei Pluspunkten klappen“, erklärt Peter Walz, der Kapitän des ThSV Eisenach, mit Blick auf Samstag, 20.09.2025. Zum Internationalen Kindertag (Feiertag in Thüringen!) empfangen die Wartburgstädter zu einem thüringisch-hessischen Nachbarschaftsduell um 19.00 Uhr die HSG Wetzlar. Von einem Stück Angespanntheit und Vorfreude gleichermaßen spricht Sebastian Hinze, der Coach des ThSV Eisenach, dessen Team mit 2:6 Punkten vor diesem Spieltag den 16. Tabellenplatz belegt. 

sportfotoseisenach – Übernimmt Max Beneke die Verantwortung vom Siebenmeter-Strich?

Hinter den Wartburgstädtern liegt eine intensive Trainingswoche. „In der Nachbetrachtung zum Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen war die Organisation des Rückzugsverhaltens ein Thema“, lässt Eisenachs Sebastian Hinze wissen. In der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar habe man am Überzahlspiel gearbeitet, ebenso daran, in Stresssituationen bestmögliche Performance auf die Platte zu bringen. „Unsere junge Mannschaft braucht Zeit“, betont ThSV-Geschäftsführer Rene Witte in Richtung der blau-weißen Anhängerschaft. „Wir sind nahe am Maximum, das Team arbeitet Woche für Woche intensiv, um besser zu werden“, unterstreicht Sebastian Hinze. „Na klar, wir wollen am Samstag beide Punkte in Eisenach behalten, doch das ist nicht selbstverständlich. Da muss alles passen“, fügt Rene Witte hinzu. Konstanz über 60 Minuten sei erforderlich, in der Abwehr und im Angriff, so der Eisenacher Trainer. Man habe Punkte liegenlassen, das erhöhe die Drucksituation. „Wir brauchen Klarheit und Stabilität über 60 Minuten, dann haben wir eine gute Chance auf Punkte“, betont Sebastian Hinze. Der Rückraum der Hessen, mit dem Ex-Eisenacher Filip Vistorop, Stefan Cavor und Philipp Ahouansou sei kreuzgefährlich, auch im Zusammenspiel mit dem Kreis, den der kroatische Nationalspieler Josip Simic besetzt. Bis auf die langzeitverletzten Jannis Schneibel und Aleksandar Capric hat der ThSV Eisenach personell alles an Deck. 

sportfotoseisenach – ThSV-Kapitän Peter Walz trifft vom Kreis

Filip Vistorop: Ein komisches Gefühl für mich 

„Ich komme Samstag in jene tolle Halle, zu jenen Fans, die mich in der Vorsaison umjubelt haben. Das ist schon ein komisches Gefühl, jetzt mit der gegnerischen Mannschaft einzulaufen. Aber so ist der Sport. Ich komme Samstag als Spieler der HSG Wetzlar und wir werden alles probieren, um beide Punkte zu entführen“, erklärt Filip Vitstorop unmittelbar vor der Rückkehr in seine vorjährige Heimstätte. „Ich bin bei der HSG Wetzlar gut aufgenommen worden. Meine Frau und ich fühlen uns wohl. Ich bekomme viele Einsatzzeiten. Mit dem bisherigen Saisonverlauf bin ich zufrieden. Im letzten Heimspiel traten wir nicht fokussiert genug auf, im Angriff haperte es. Der TBV Lemgo Lippe war an diesem Tag einfach besser. Wir werden aus dieser Niederlage lernen“, ergänzt Filip Vistorop. 

HSG Wetzlar seit 1998 ohne Unterbrechung im Oberhaus

Am Samstag steigt das 36. Pflichtspiel zwischen dem ThSV Eisenach und der HSG Wetzlar. In den Jahren 1996 und 1997 knisterte es zwischen beiden Teams ganz besonders. Die Mittelhessen, seinerzeit als HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, und der ThSV Eisenach lieferten sich feurige Duelle im DHB-Pokal und um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Der ThSV Eisenach stieg 1997 ins Handballoberhaus auf, blieb dort zunächst bis 2004. Die Hessen bejubelten ein Jahr später den Aufstieg und gehören seitdem ununterbrochen der Beletage des deutschen Handballs an. Der Umzug von Dutenhofen nach Wetzlar, einhergehend mit der Umbenennung in HSG Wetzlar, erwies sich als zukunftssichernd. Seit der Saison 2023/2024 treffen die HSG Wetzlar und der ThSV Eisenach wieder um Erstliga-Zähler aufeinander. Im Vorjahr entschieden die Wartburgstädter beide Spiele für sich, 30:22 in eigener Halle, 31:30 in der Buderus Arena Wetzlar. Beim neuerlichen thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich laufen beide Teams mit stark verändertem Personal auf, sowohl auf dem Parkett als auch auf den Trainerbänken. Momir Ilic hatte bereits im April 2025 Frank Carstens als Coach der HSG Wetzlar abgelöst. Sebastian Hinze hat zum 01.07.2025 beim ThSV Eisenach übernommen. 

sportfotoseisenach – Armend Alaj, am Samstag am Hallenmikrofon

Mit 8 Neuzugängen richtet sich der Blick nach vorn

Nach einer Saison, in der der Klassenerhalt nur knapp gesichert wurde (Platz 14 mit 19:49 Punkten) geht der Blick bei den Mittelhessen nach vorn. Trainer Momir Ilic will den Abwärtstrend der vergangenen Spielzeit beenden, das Team wieder in ruhiges Fahrwasser führen. Hierfür wurden 8 neue Spieler verpflichtet. Darunter mit Filip Vistorop ein Rückraum-Mitte-Spieler aus der erfolgreichen Stammformation des ThSV Eisenach der vergangenen Saison. Von FRISCH AUF! Göppingen kam Torhüter Bart Ravensberger, der an die Seite von Anadin Suljakovic rückt. Rechtsaußen David Akakpo und Kreismitte-Spieler Josip Simic wechselten vom 1. VfL Potsdam nach Wetzlar. Zum Kreisläuferteam gehört auch der von One Vezprem gekommene 2.01-Hüne Nikola Grahovac. Mit bisher erzielten 24 Treffern belegt Stefan Cavor Platz 10 in der Torjägerliste der Liga. Dieses Ranking wird vom Magdeburger Omar Ingo Magnusson mit 38 Treffern (Wurfquote 88,37 Prozent!) angeführt. Bester ThSV-Werfer ist bisher Max Beneke mit 19 Toren (Platz 25). 

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Die HSG Wetzlar rangiert aktuell mit 3:5 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Einem 33:33 zum Saisonauftakt in eigener Halle gegen die SG Flensburg/Handewitt folgten eine 30:34-Niederlage in Kiel, ein 25:24-Sieg beim SC DHfK Leipzig und eine 21:26-Heimniederlage gegen den TBV Lemgo Lippe. „Es war ein großer Kampf gegen einen starken Gegner. Das Spiel war lange Zeit sehr eng. Die Niederlage ist sicherlich etwas zu hoch ausgefallen. Aber ich bin mit unserem Angriff nicht zufrieden. Wir haben zu langsam gespielt. Wir waren zu schwach in den offensiven Eins-gegen-eins-Situationen und kamen nie in unseren Spielfluss. Wir haben dieses Spiel in der Offensive verloren. Torhüter Anadin Suljakovic und unserer Abwehr muss ich ein Kompliment machen. Das war gut. Wenn wir aber ein Spiel gegen Lemgo gewinnen wollen, muss alles passen. Das war heute nicht so“, konstatierte Momir Ilic nach der Heimniederlage gegen die Lipperländer.  

G. Frömberg – Felix Aellen mit Power in Richtung gegnerischen Kasten

Noch einige Tickets erhältlich

Für den thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich am Samstag, 20.09.2025 sind noch Tickets erhältlich, online unter www.thsv-eisenach.de sowie ThSV-Kaffee Timeout in der Eisenacher Innenstadt (Marktgasse), das diesen Samstag allerdings geschlossen hat.  

Firma 0ßwald hält Überraschungen im ThSV-Fanshop bereit 

Die Firma Oßwald – Fahrzeugteile & Technischer Handel, Co-Hauptsponsor des ThSV Eisenach – unterstützt den ThSV Eisenach am Samstag zusätzlich als „Sponsor oft he day“, hält im Fanshop vor der Halle verschiedene Überraschungen bereit. Ein Besuch hier ist aus vielerlei Gründen zu empfehlen! 

Wichtige organisatorische Hinweise des ThSV Eisenach: Festplatz Adam-Opel-Straße steht nicht als Parkplatz zur Verfügung!

Die begrenzte Parkplatzsituation im Sportkomplex Katzenaue ist bekannt. Die Parkplätze unmittelbar an der Werner-Aßmann-Halle und auf dem „Schotterparkplatz“ sind direkt am Spiel beteiligten Personen und Parkarten-Inhabern vorbehalten. Der ThSV Eisenach empfiehlt Zuschauern aus Eisenach und der Umgebung, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder den Parkplatz der Dualen Hochschule (Zufahrt über die Ebertstraße!), die Parkhäuser Am Markt und in der Uferstraße anzufahren. Der Parkplatz „Spicke“ in der Adam-Opel-Straße steht an diesem Tag nicht zur Verfügung. Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge im Sportkomplex Katzenaue, Grundstücksein- und -ausfahrten im Umkreis sind unbedingt freizuhalten. Das Ordnungsamt wird verstärkt kontrollieren! Nach dem Spiel wird die Straße entlang des Hörsel-Ufers Richtung Kasseler-Straße und Zufahrt zur Autobahn geöffnet. 

In der Werner-Aßmann-Halle sind Treppenaufgänge (zugleich Fluchtwege!) freizuhalten. Den Weisungen der Mitarbeiter des Security-Unternehmens Kötter, der Feuerwehr und der Ordner ist unbedingt Folge zu leisten. 

Den Besuchern der ThSV-Heimspiele wird als kostenfreie Parkmöglichkeit der Parkplatz der Dualen Hochschule am Wartenberg, Zufahrt über die Ebertstraße, Fußweg ca. 8 Minuten, empfohlen.

Th. Levknecht 

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